Das Imperium schlägt zurück: Ermittlungsverfahren gegen AfD-Abgeordneten Hilse eingeleitet

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Karsten Hilse (Bild: Screenshot)

Bei der Querdenken-Demonstration am Mittwoch wurde der AfD-Politiker Karsten Hilse – selbst Polizist – von seinen Kollegen wegen eines fehlenden Mundschutzes angegangen. Das ärztliche Attest erkannten die Beamten nicht an, daraufhin kam es zu einem „Gerangel“, bei welchem Hilse brutalst zu Boden gerungen und danach verhaftet wurde. Der Bautzener CDU-Landrat Michael Harig bezeichnet die „Hilse-Festnahme“ perfider Weise als „politische Show“. Hilse habe sich als einen „politischen Märtyer“ inszeniert. Die Berliner Polizei habe nun ein Ermittlungsverfahren gegen den AfD-Politiker eingeleitet.

Die Polizei hatte den Bautzener AfD-Politiker Karsten Hilse – selbst Polizeibeamter- am Mittwoch in Berlin am Rand der „Querdenker“-Demo wegen seines fehlenden Mundschutzes angesprochen. Der Bundestagsabgeordnete hat nach eigenen Angaben ein ärztliches Attest vorgelegt, dass von der Polizei aber nicht anerkannt wurde. Es fehlte darauf eine konkrete Krankheit als Grund für die Befreiung von der Mundschutzpflicht, urteilte der Beamte und wollte Hilse wegen der Aufnahme der Personalien zum Polizeiwagen abführen. Dieser habe sich aber „unkooperativ“ verhalten, twitterte die Polizei. Hilse hatte sich laut mit Verweis auf sein Attest und sein Bundestagsmandat gegen die Maßnahme protestiert. Das angebliche „Gerangel“ endete damit, dass der Politiker auf brutalste Weise von den Beamten auf den Boden geworfen und niedergedrückt wurde:

Widerwärtig: Bautzener CDU-Kreisvorsitzende Michael Harig tritt nach

Diesen Vorfall nahm der Bautzener CDU-Kreisvorsitzende Michael Harig in besonders beschämender und perfider Weise zum Anlass, um gegen den politischen Konkurrenten loszuschlagen. In einem „Leserbrief“, veröffentlicht in der SZ und – anscheinend mit Stolz auf so viel Niedertracht – auch gleich noch auf der Internetseite des CDU-Kreisverbandes Bautzen hochgeladen, schreibt der CDU-Parteisoldat:

„Er hat geschafft, was beabsichtigt war. Die Medien berichten und seine Anhänger jubilieren. Vor allem darüber, dass sich unser Rechtsstaat erfolgreich provozieren lässt und der Mythos des bzw. der politischen Märtyrer ein weiteres Mal gepflegt werden konnte.“ Karsten Hilse – auf der Seite der „Allwissenden und Entrechteten“, habe eine „Situation, indem er sich berechnend genau so verhält, dass seine früheren Kollegen entsprechend handeln mussten“, ausgenutzt. Des weiteren unterstellt der CDU-Funktionär dem AfD-Politiker, nichts für seine Region getan zu haben.

Harig hat sich als ernstzunehmender Politiker disqualifiziert 

Auf Facebook entgegnet Hilse, dass Harig sich mit seinem Brief als ernstzunehmender Politiker disqualifiziert habe. „Die Behauptung, ich hätte meine mit brachialer Gewalt durchgeführte Festnahme provoziert, ist eine eines Landrates unwürdige, üble Verleumdung und entbehrt jeglicher Grundlage“, so Hilse, der zudem den Vorwürfen Harigs, er sei politisch untätig gewesen, ausführlich begegnet:

Solch ein heuchlerisches Verhalten zeigt jedoch nicht nur der CDU-Politiker Harig. Auch die Altparteienriege unterscheidet sich hierbei um kein Jota:

Ermittlungsverfahren gegen Karsten Hilse eingeleitet

Die Krone wird dieser Farce nun dadurch aufgesetzt, dass laut der Berliner Polizei gegen Karsten Hilse ein Ermittlungsverfahren wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet worden ist. Auch die Zweifel an der Gültigkeit des Attestes zur Befreiung der Maskenpflicht seien noch nicht ausgeräumt: „Die Prüfung wegen des Verdachts der Fälschung von Gesundheitszeugnissen dauert an“, teilte die Polizei laut dem MDR mit. (SB)

 

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