Bismarck-Denkmal in St. Pauli wackelt: Linksradikale Cancel-Culture ist auch in Hamburg auf dem Vormarsch

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Das Bismarck-Denkmal in HH-St.Pauli (Foto:Imago/Boethling)

Ganz gleich wie „apokalyptisch“ Corona auch noch wüten mag, zwei Diskussionsthemen kommen in Deutschland nie zur Unzeit: Die Aufnahme immer weiterer Flüchtlinge („wir haben Platz“) – und die weitere Zerstörung der Identität inklusive Ausradierung der eigenen Geschichte. Aktuell fordert die Cancel-Culture gerade wieder in Hamburg ihren Tribut: Dort wird nun das Bismarck-Denkmal auf St. Pauli, oberhalb des Hafens, in Frage gestellt – ausgerechnet vom Kultursenator.

Auf einem vorgestrigen Symposium stellte der SPD-Politiker Carsten Brosda in den Raum, das Bismarck-Denkmal könne „nicht einfach weiter unkommentiert im Stadtbild stehen„, weil Bismarck „eine autoritäre und koloniale Vergangenheit“ repräsentiere, die „im Widerspruch zu unseren heutigen Vorstellungen einer offenen, demokratischen und vielfältigen Gesellschaft steht.“ Das Standbild solle deswegen „neu kontextualisiert“ werden, um „unsere Wahrnehmung kritisch zu brechen.“ Die ideologische Selbstgerechtigkeit macht inzwischen nicht einmal mehr vor den etablierten Parteien halt, die einem zersetzenden Kulturmarxismus das Wort reden.

Im Säurebad des Zeitgeistes und des Werte-Jakobinertums der Gegenwart zählt der Reichseiniger Otto von Bismarck nicht mehr historische Persönlichkeit, sondern als Kriegstreiber – obwohl gerade er mit seiner Sozialgesetzgebung „linke“ Politik durchsetzte. Das hält linke Fundamentalisten des Jahres 2020 nicht ab, in ihrem Säuberungswahn gegen die deutsche Geschichte „Zeichen zu setzen“. Wie die „Welt“ berichtet, forderte bereits ein evangelischer Pastor der Hansestadt in bester christlicher Tradition, dem steinernen Bismarck den Kopf abzuschlagen, und immer wieder kam es zu Farbattacken auf das seit 1960 unter Denkmalschutz stehenden Standbild.

Zersetzender Kulturmarxismus auf Vormarsch

Auf dem Symposium kamen dann „Geschichts-Eliminatoren“ wie die „Initiative Decolonize Bismarck“, die „Intervention Bismarckdenkmal Hamburg“ sowie „Bismarck’s Critical Neighbours“ zu Wort, begleitet von den „einordnenden“ Wissenschaftler Ulf Morgenstern von der Otto-von-Bismarck-Stiftung und dem Kunsthistoriker Jörg Schilling. Die Wissenschaftler – als Verteidiger von Tradition und gesundem Menschenverstand – waren somit in der Unterzahl – was sich an der deutlichen Mehrheit der Anwesenden ablesen ließ, die für einen Totalabriss des Denkmals eintraten (oder zumindest einmal für den sofortigen Stopp der aktuellen Sanierungsarbeiten). Eine Entscheidung des Senats steht jedoch noch aus.

Am Ende wird das 114 Jahre alte Denkmal wohl – wie alles, was in diesem Land bislang noch als tradierungs- und gedenkwürdig galt – geschleift werden, und letztlich ist dies wahrscheinlich auch nicht mehr als konsequent: Eine Nation, die ethnisch, geistig und moralisch keine Zukunft mehr hat, braucht auch keine Vergangenheit mehr. (DM)

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