„Bild“ jammert: Walze jetzt ohne Walz

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Ein Bild aus besseren Tagen: Focus Fest 14.10.2003 Hans Rudolf Woehrl, Dr. Angela Merkel CDU Udo Walz Patricia Riekel Bunte bei der Focus-Magazin-Party in einem Zelt auf dem Schlossplatz, Berlin - 14.10.2003 (Foto: Imago)

In diesem Land gibt es wahrlich jede Menge durch die Kanzlerin entstandene Probleme, die gelöst werden müssten. Aber das „offizielle“ Bundeskanzler-Blatt, die „Bild“ hat offensichtlich ganz andere Sorgen. Und so schlagzeilt sie tränengerührt:

UDO WALZ LAG NACH DIABETES-SCHOCK IM KOMA: Kanzlerin trauert um ihren Friseur.

Mal abgesehen davon, dass man bei der Walze überhaupt keinen vernünftigen Haarschnitt erkennt und man vermuten muss, dass hier ein Kochtopf sein Meisterwerk verrichtet hat, ist das schon ziemlich zynisch, was die „Bild“ da von sich gibt.

Übersetzt klingt das ungefähr so wie „Nach 100.000 Corona-Toten – geht der Königin ihr Volk aus?

Die „Bild“ hätte natürlich auch schreiben können: Wirtschaft nach Pandemie-Schock begraben. Millionen Bürger trauern um ihren verlorenen Arbeitsplatz.

Immerhin weist die „Bild“ noch in der selben Ausgabe auf das eigentliche Drama, auf die wirkliche Tragödie hin, die diese Dame mit zu verantworten hat:

„UDO WALZ IST TOT – Sein Mann durfte nicht zu ihm – wegen Corona. Walz erlitt vor zwei Wochen einen Diabetes-Schock, fiel ins Koma. Dramatisch: Sein Ehemann durfte ihn wegen Corona nicht im Krankenhaus besuchen.“

Der beliebte Promi-Friseur ist also, wie viele andere auch, einsam gestorben, dank der empathielosen und gnadenlosen Pandemiepolitik einer Kanzlerin, der fast sämtliche „Bild“-Redakteure nachjammern würden, wenn diese in 100 Jahren endlich mal abdanken würde.

Die „Bild“ ist und bleibt eben ein einziges Trauerspiel.

 

 

 

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