Unpatriotischer Vorzeige-Migrant? Biontech-Gründer Sahin lässt seinen Impfstoff zuerst den Amis zukommen

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Biontech-Gründer Ugur Sahin (Foto:Imago/Sämmer)

Als Anfang des Monats das Mainzer Grundlagenforschungs-Unternehmen Biontech den Durchbruch beim Covid-19-Impfstoff verkündete und als erster Entwickler eine über 90-prozentige Schutzwirkung in der dritten Testphase bekanntgab, schoss nicht nur die Aktie durch die Decke, sondern auch die mediale Begeisterung darüber, dass es ausgerechnet ein türkischstämmiger deutscher Unternehmer war, dem die Welt nun ihre bevorstehende Rettung verdankt.

In bestem Positiv-Rassismus wurde Ugur Sahin, Milliardär und Gründer von Biontech, von der gesamten migrantophilen Presse auf seinen Migrationshintergrund reduziert und als Beweis für den prinzipiellen Segen der Zuwanderung gefeiert – obwohl sich die Biographie des Ausnahmetalents Sahin von jener des typischen türkischen Gastarbeiterkindes in Deutschland, erst recht aber von der des durchschnittlichen bildungsfernen Problemmigranten seit 2015 um Lichtjahre unterscheidet. „Monitor-Rampensau“ Georg Restle etwa entblödete sich nicht zur Abfassung des folgenden Tweets:

(Screenshot:Twitter)

Und weil ja bekanntlich (wie Restle anscheinend suggerieren will) der Schwerpunkt der globalen biomedizinischen und pharmazeutischen Forschung in den islamischen Ländern liegt und – entgegen dumpfer AfD-Vorurteile – die meisten nach Deutschland kommenden Migranten hier ja bekanntlich bedeutende genetische Grundlagenforschung betreiben und/oder als Gründer von IT- und biotechnischen Startups von sich reden machen, sind Sahin und seine Frau natürlich auch die paradigmatischen Musterbeispiele für gelungene Integration in Deutschland.

Leider jedoch folgten auf die Verherrlichung des Biontech-Wunderknaben durch linke Migrations-Fanboys bald schon einige spürbare Dämpfer: Zuerst tauchte mit Moderna wenig später ein Konkurrent auf, der ein mindestens ebenso wirksames Präparat vorstellte, welches jedoch – im Gegensatz zum Produkt der Mainzer – keine Kühllogistik bei 70 Grad Minus erfordert, sondern schon bei moderaten Kühlschranktemperaturen lagerfähig ist. Prompt brachen die zuvor explodierten Aktienkurse von Biontech wieder ein.

Und dann wird jetzt zu allem Übel auch noch bekannt, dass Biontech seinen segensreichen Impfstoff gar nicht zuerst den Deutschen zur Verfügung stellt – sondern den USA; dies eine Folge der Kooperation mit dem US-Pharmariesen Pfizer, mit dem gemeinsam das Unternehmen jetzt die Notzulassung in Amerika beantragte. Der „Spiegel„, zuvor selbst verzückt über Sahins Überfliegermärchen aus 1001 Nacht, berichtete darüber heute recht schmallippig.

Empfindliche Dämpfer für die Euphorie

In der Logik von Proto-Rassisten wie Georg Restle und seinen integrationsgläubigen Geistesverwandten bedeutet die Bevorzugung der USA nun eigentlich dies: Ausgerechnet die Bundesrepublik, das Land, dem Ugur Sahin seine Karriere und seine Chancenverwirklichung verdankt, in dem er seine Universitätsausbildung durchlief (Studium der Humanmedizin in Köln) und welches ihm bis in die Gegenwart ganz erhebliche öffentliche Fördergelder zahlte, schaut nun in die Röhre und darf zusehen, wie die Früchte seiner Leistungen zuerst den Amerikanern zugute kommen. Selbst Vertreter des deutschen Selbsthasses wie Georg Restle müssten sich hier doch fragen: Ist dies etwa Zeichen von Patriotismus, Loyalität und Dankbarkeit?

Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland, im Herzen Europas, ist uns die Zusammenarbeit mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) besonders wichtig, der wir im Rahmen unseres fortlaufenden Überprüfungsprozesses kontinuierlich Daten zur Verfügung gestellt haben„, sagt Ugur – während sich abzeichnet, dass seine Vakzine zuerst die US-Amerikaner schützen wird. Danke für nichts. Übrigens: die Mainzer Firmenanschrift von Biontech lautet „An der Goldgrube“… ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Groß war damals die Empörung über die Fake-News, als das Hopp-Unternehmen CureVac im März angeblich von Donald Trump zur exklusiven Belieferung der US-Amerikanern mit seinen künftigen Impfstoff „eingekauft“ werden sollte; eine glatte Ente zwar, die damals dennoch die nationale Empörung auch der Trump-hassenden Linken überkochen ließ. Jetzt aber, wo „Germany’s next Lieblingstürke“ plötzlich keinen Hehl daraus, dass er und sein strategischer Partner Pfizer auch nur wirtschaftlichen Interessen folgen (was auch sonst?), bleibt jede Aufregung, jede politische Reaktion aus – obwohl doch nur die möglichst schnelle Impfung den angeblich einzigen Ausweg Deutschlands aus der Lockdown-Falle verheißen soll. Denn wenn Deutschland etwas gerade nicht mehr hat, dann ist es: Zeit. (DM)

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