Nun doch: Impfpflicht durch die Hintertür – Erste Verbände sind begeistert

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Foto: Von hedgehog94/Shutterstock

„Eine Impfpflicht wird es nicht geben“, so das Mantra der Politik. Die Kritiker der ausufernden Corona-Beschränkungen halten dagegen – sie wird durch die Hintertür kommen. Und sie scheinen Recht zu behalten. Der Bundesverband der Diskotheken und Tanzbetriebe und auch der Tennis-Veranstalter Chef der Emotion Group sind schon mal begeistert von der möglichen Impfpass-Einlasskontrolle.

In der Welt macht man sich Gedanken über die „Corona-Zukunft“. Aktuell seien 855.000 in Deutschland „infiziert“ bzw. positiv-getestet worden. Eine Schicksalsgemeinschaft, die mit ihren Dunkelziffer-Genossen samt den denmnächst Corona-Geimpften auf weitreichende Privilegien hoffen darf. Das Millionen-„Heer der Sicheren“, wie es die Artikel-Schreibgemeinschaft bestehend aus Thomas Vitzthum, Luisa Hofmeier und Kaja Klapsa nennt, kann bald wieder tanzen, feiern, reisen, ins Theater gehen und Tennis spielen. Schließlich sei der Impfpass im Gegensatz zum Immunitätsausweis „ein etablierter und akzeptierter Beleg.“

Und schon springt ihnen Dirk Bamberg, der Vizepräsident des Bundesverbands der Diskotheken und Tanzbetriebe freudig bei: „Aus unserer Sicht ist es denkbar, dass in einer Übergangsphase auch Impfausweise eine Rolle beim Einlass spielen können“, erklärt gegenüber der Welt. Ein neudeutsch „kontrollierbares Setting“ bestehend aus Ausweis- und Impfausweispflicht, Lüftungsanlagen, Schnelltests, kann sich Bamberg durchaus vorstellen, damit Clubs und Diskotheken wieder öffnen können.

„Das Vorzeigen eines Impfnachweises ist eine große Chance, um in der Übergangsphase, in der noch nicht die breite Bevölkerung geimpft wurde, einen finanziellen Ruin der Veranstaltungsbranchen zu verhindern“, findet auch Edwin Weindorfer, Chef der Emotion Group, einem der größten Tennisveranstalter Europas. „Grundsätzlich sind wir offen zu prüfen, dass Besucher ihren Impfausweis vor den Turnieren vorzeigen. Sie müssten dann etwa vor dem Eingang keinen Schnelltest mehr machen und kein negatives Corona-Testergebnis vorweisen“, so Weindörfer.

Und überhaupt – wo ist das Problem, findet das Welt-Trio. Schließlich würden heute schon bei Kreuzfahrten Schnelltests durchgeführt. Auch die Lufthansa setze auf „sicheres Reisen“ durch Schnelltests, auch wenn man sich dort zum Impfpassszenario – noch – nicht äußern wolle.

Auch würden viele Staaten bei der Einreise Impfungen wie gegen Gelbfieber verlangen. „Aktuell nehmen Fluggesellschaften keine Passagiere mit, die sich nicht die für einige Staaten nötigen negativen Corona-Tests besorgt haben. Mit Verweis auf die Sicherheit wäre der Schritt, den Corona-Impfnachweis zu verlangen, ein kleiner. Zudem vermuten Reiseveranstalter, dass es Staaten geben wird, die eine Corona-Impfung voraussetzen – ähnlich wie bei Gelbfieber“, prophezeit die Welt-Schreibbude.

Dort hofft man offenbar vor allem auf eines: den sozialen Druck: „Jene, die einer Impfung skeptisch gegenüber stehen, werden wohl abwägen, ob sie weiter warten und draußen bleiben oder lieber früher als später mit ihren Freunden wieder feiern gehen“, frohlockt die Dreiermannschaft, die sicherlich als erste in der Schlange stehen wird, um sich die neuartige Impfung verabreichen zu lassen. (MS)

 

 

 

 

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