Die große Nacht der Klima-Propaganda in der ARD

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Szene aus "Ökozid" (Screenshot:Youtube)

Linksgrüne Agitation des Grauens gestern Abend in der ARD: Zur besten Sendezeit strahlte der Sender den aus Gebührengeldern finanzierten Fernsehfilm „Ökozid“ aus – eine fiktive, im Jahr 2034 angesiedelte internationale Gerichtsverhandlung gegen die dann 80jährige Angela Merkel und die Bundesrepublik für deren „Untätigkeit“ angesichts der Klimakatastrophe. Im Anschluß an den Film daran ging das Tribunal nahtlos weiter – bei „Maischberger“.

Schauspielerisch mögen sich die Leistungen Ulrich Tukurs, Nina Kundenzorfs oder Merkel-Mimin Martina Eitner-Acheampong (bekannt als „Erika“ aus „Stromberg“) in „Ökozid“ ja noch ansehnlich präsentiert haben; doch der Plot dieses infamen Kammerspiels wirft die Frage auf, auf welchem Planeten die Programmacher eigentlich leben: Ausgerechnet Deutschland, vertreten durch die „Angeklagte“ Merkel und ihren Vorgänger Gerhard Schröder (der sich im Film, Achtung: subtiler Side-Gag, in Russland vor dem Prozess drückt), sitzt hier auf der Anklagebank – für seine „Klimaverfehlungen“ der Jahre 1998 bis 2020 – insbesondere, den Kohleausstieg „erst für 2038“ entschieden zu haben. Deutschland hätte seiner „völkerrechtlichen Pflicht“ entgegenwirkt, internationale Klimaschutzbestimmungen zu erfüllen. Die Botschaft von Autoren, Regie und Sender: Wir, die heute Lebenden, sind alle schuldig, und müssen uns dereinst für unser Nichts- oder Zuwenigtun verantworten.

Wir Deutschen, Anfang des 21. Jahrhunderts, tun also zuwenig. Soso. Ausgerechnet wir. Dieses heutige, angeblich soklimasündige Deutschland hat in seiner umweltpolitischen Geisterfahrt zwar unter allen Industriestaaten das meiste fürs Klima getan – mit „durchschlagendem“ Erfolg: Mit die höchsten Strompreise, eine fortschreitende De-Industrialisierung. Die Zerstörung der Autoindustrie und ihrer Zuliefererbranchen, die indirekt jeden siebten deutschen Arbeitsplatz sichern, schreitet munter voran. Flugverkehr, Reiseverkehr und Konsum sind ohne permanent schlechtes Gewissen, ohne Sorge um den CO2-„Fußabdruck“ zum Tabu geworden. Wir riskieren wegen der Energiewende längst unsere Versorgungssicherheit. Atom– und Kohleausstieg sind beschlossen, es folgt das Ende des Verbrennungsmotors.

Grünes Erziehungsfernsehen der übelsten Sorte

Dieser lustvollen Selbstzerstörung zum Trotz kreieren Filmschaffende mit klimapolitischer Agenda ein Szenario, in dem ausgerechnet wir Deutschen vor Gericht landen, weil wir uns heute, in der Gegenwart, nicht noch viel entschlossener zeigen – und uns nicht völlig in die Steinzeit zurückbekamen. Während um uns herum die wichtigsten Player – alleine Russland, China und die USA mit weltweit 75 Prozent des CO2-Ausstoßes –  weiter auf Atomkraft setzen, während in Indien der Automobilverkehr mit fossilen Antrieben durch die Decke schießt, während alleine in China über 600 Kohlekraftwerke gebaut werden, das Erdgas boomt und kaum einer unserer „Energiewende“ folgen mag (weil es zum einen keine echte solche gibt und zum anderen niemand außer uns so wahnsinnig ist, dafür seinen Wohlstand zu riskieren): Da mahnt uns „Ökozid“ implizit, es sei unsere Aufgabe, Die Welt im Alleingang zu retten. Und weil am deutschen Wesen die Welt genesen muss, landet auch nur Deutschland auf der Anklagebank, wenn die Welt wieder mal in Trümmern liegt.

Fritz Vahrenholdt - Unerwünschte Wahrheiten - Was Sie über den Klimawandel wissen sollten
Fritz Vahrenholdt – Unerwünschte Wahrheiten – Was Sie über den Klimawandel wissen sollten – Kopp Verlag – 25,00 Euro

Dieser Film ist – wenn man seine Botschaft zu Ende denkt – die originale Umsetzung rigoroser, kompromisslose FFF– und „EndeGelände“-Radikalforderungen, mit denen einer grünen globalen Planwirtschaft der Boden bereitet werden soll. Damit entspricht er genau der linksradikalen Propaganda, die man angesichts der erst kürzlich wieder ermittelten mehrheitlichen politischen Sympathien des journalistischen ARD-Nachwuchses für die rot-rot-grünen Parteien künftig zunehmend – und in immer penetranterer Form – erwarten darf. Letztlich war es ein gebührenfinanzierter Wahlwerbespot für die Grünen.

Bei „Maischberger“ von 2034 zurück nach 2020

Dass es sich bei den Machern von „Ökozid“ um Überzeugungstäter handelt, das zeigte sich bei der im Anschluss an die Ausstrahlung auf „Maischberger“ geführten Diskussion rund ums Thema des Films: Dort durfte Hauptdarsteller Edgar Selge dann unter Beweis stellen, wie sehr er mit seiner Richterrolle verschmolzen ist – und gemeinsam mit einer gewohnt unausgewogenen Gästeschar an klimapolitischen Aktivisten die Hauptmessage des Films (mehr Klimafinanzierung, mehr Transformation) weiterspinnen. Die Frage, mit welcher fragwürdigen Legitimität da eigentlich einer selbstgefällige Luisa Neubauer ohne jede demokratische Berufung oder eigene Lebensleistung hier wieder einmal eine Bühne geboten wird, stellt man sich bei der ARD anscheinend gar nicht mehr.

Trefflich wurde da wieder einmal über den allgemeinen Klima-Schuldkult gefaselt. Wirtschaftsexpertin und Bundesregierungs-Beraterin Maja Göpel maulte, dass „Corona-Hilfen nicht an Dekarbonisierungsauflagen geknüpft“ werden – Motto: wer nicht die Pandemie zum klimaneutralen Totalumbau nutzt, darf verrecken, und man will von der Politik endlich überprüft sehen, „„welche Industrie wir wirklich brauchen“. Das ist Staats- und Planwirtschaft in seiner reinsten Vollendung.

Schauspieler Selge trommelt für das Tempolimit und wirft CO2-Emissionswerte von PKW’s in die Runde, während Luisa Neubauer mal wieder das Hohelied des grün-globalistischen Dirigismus singt: Sie will den Verbrennungsmotor komplett verbieten und phantasiert von der „Halbierung des PKW-Bestands“. Und während eine postpubertäre, weltfremde, wohlstandsverwöhnte Göre den Verzicht predig, sitzen die Erwachsenen mit gespielter Betroffenheit daneben und nicken andächtig.

Ein Hoch auf die Planwirtschaft

Und während diese mehrheitlich von der Gemeinschaft alimentierten Aktivisten unverhohlen für linksradikal-fundamentalistische Ideologien werben, für mehr Verbote, mehr Normen, mehr Sanktionen im Namen einer Ersatzreligion namens „Klimapolitik“, an der kein wissenschaftlicher oder politischer Zweifel mehr geübt werden darf, weil die Diskussion darüber für abgeschlossen erklärt wurde: Da wird der „konservative“ Gegenpol in Maischbergers Runde von Wirtschaftsminister Peter Altmaier und dem designierten Gesamtmetall-Chef Stefan Wolff bestritten, deren einziger Unterschied zu den übrigen Anwesenden darin besteht, dass sie die „notwendige Transformation“ der Mobilitäts- und Energiewende in moderateren Schritten vollziehen und einen Rest von Realpolitik bewahren wollen.

Weil Wolff die Innovations- und Mitwirkungsbereitschaft der Industrie auch ohne staatliche Regulierung bejaht, findet er sich – wie die alte Merkel im vorangezeigten Klima-Propagandafilm – auf der virtuellen Anklagebank wieder. Damit hat es sich mit „Kontroverse“ aber auch schon; eine  Grundsatzdebatte findet nicht mehr statt. Alle sind sich einig im großen, alternativlosen Plan, nur dass die einen den großen Zivilisationsbruch sofort wollen – und die anderen noch etwas auf die Bremse treten. (DM)

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