Salonfähig: Feministische Haßsprache gegen Männer

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Feministin Pauline Harmange - Foto: Screenshot Youtube

Die „Zeit“ interviewte die radikalfeministische Autorin Pauline Harmange. Männerhass sei eine befreiende Form der Feindseligkeit, meint die Frau. Derweilen kritisiert die konservative (und schwarze) Aktivistin und Kommentatorin Candace Owens den Schauspieler Harry Styles dafür, daß er auf dem Titelbild der „Vogue“ in einem Kleid posiert. Östrogen-19, so weit das Auge reicht.

von Max Erdinger

1. Korinther 14:34 ist vielleicht ein wenig hart. In der Lutherbibel von 1912 steht: „Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt.“ – Stille Andacht, bitte. Warum? Weil „wir“ dann das feministische Wutgeheul in der Ferne vernehmen können. Güldener Seim in unseren Ohren. Es gibt nichts lustigeres, als explodierende Feministinnen. Wenn denen der Kragen platzt, können sie gar nicht anders, als jedes „Vorurteil“ zu bestätigen, gegen das sie eigentlich angetreten sind.

Es ist nicht so, daß es keine klugen Frauen gäbe, bei denen sich das Zuhören lohnt. Das sind meistens Frauen, die so selbstsicher in ihrer Weiblichkeit ruhen, daß sie die Andersartigkeit des männlichen Geschlechts einfach hinnehmen können, ohne sich ständig dazu berufen zu fühlen, den Mann als solchen zu dämonisieren. Die konservative Frau ist selbstbewußt, die linke Frau wird Feministin. Pi mal Daumen stimmt das ungefähr. Linke können bekanntlich nicht detailliert sehen, sondern nur grob. Weshalb sie überall nur „Gruppen“ oder „Klassen“ erkennen, nie den individuellen Menschen. Man könnte jetzt einwenden, daß ich gerade selbst pauschalisierend von der Gruppe der Feministinnen schreibe, ohne mich um die einzelne Feministin zu scheren, aber das wäre zu kurz gegriffen. Daß sie Feministinnen seien, ist ja schon das Eingeständnis jeder einzelnen dieser völlig verpeilten Schreckschrauben. Ich übernehme es eben.

Feministinnen können nicht stringent argumentieren

Weil bei der „Zeit“ schon lange nicht mehr die hellsten Kerzen auf der Buchstabentorte schreiben, sondern eher journalistische Talgfunzeln, muß dem dort versammelten Schriftgriffeltum völlig entfallen sein, wie oft es sich in der Vergangenheit schon zur sogenannten „Hatespeech“ (Haßsprache) geäußert hat – und wie sehr diese Äußerungen im Widerspruch stehen zu der euphorisch anmutenden Schlagzeile: „Männerhass ist eine befreiende Form der Feindseligkeit„. Zwei Rückschlüsse sind daher zulässig.

1. Die arg beklagte „Haßsprache“ existiert in einer unberechtigten und in einer berechtigten Form. Welche Form die berechtigte Form ist, entscheidet die „Zeit“ selbst. Andere Entscheider sind nicht zugelassen.
2. Daß die „Zeit“ eine männerhassende Feministin interviewt, um sie erklären zu lassen, weshalb Männerhass eine befreiende Form von Feindseligkeit sei, erklärt sich dadurch, daß weder „Zeit“ noch Feministin damit rechnen müssen, von den Männern, denen gegenüber diese Feindseligkeit besteht, kurz & bündig ein „paar Saftige aufs Maul“ zu bekommen. Es heißt, daß man deswegen, weil das so ist, von fortgeschrittener Kultiviertheit im linksverpesteten Abendlande reden müsse.

Viel wahrscheinlicher ist hingegen, daß die Degeneration der westlichen Welt und ihr selbstgerechtes Verharren auf dem absteigenden Ast mit Kultiviertheit nichts -, mit linksegalitaristischer Verblödung hingegen alles zu tun hat. Wie gesagt: Feministinnen sind in aller Regel links. Auch wurde schon die Vermutung geäußert, Feministinnen seien deswegen links, weil sie Frauen sind, und daß Frauen von Natur aus dazu tendieren, eher das Soziale und das Friedliche, die Gerechtigkeit auch, zu betonen, weil sie es in ihrer häuslichen Umgebung lieber harmonisch haben statt konfrontativ. Das ist eine ganz interessante Theorie, weil es unzweifelhaft so ist, daß es im Zusammenspiel der Geschlechter für die längste Zeit der Menschheitsgeschichte nicht hauptsächliche Aufgabe von Frauen gewesen ist, Ressourcen heranzuschaffen oder zu verteidigen. Vielmehr durften sie im privaten Bereich nutzen und verwalten, was Männer in der Außenwelt erjagt und erarbeitet hatten, um es mit ihren Frauen und Kindern zu teilen. Man bedenke: Bis zum heutigen Tage heiratet der Chefarzt die Krankenschwester, niemals aber die Chefärztin den Krankenpfleger.

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Daß sebst feministische Frauen bis heute nicht in der Lage dazu sein dürften, sich erfolgreich gegen heranstürmende, feindselige Männerhorden zu verteidigen oder die solchen gar zu besiegen, scheinen Feministinnen unter hohem Verdrängungsaufwand zu ignorieren. Auch die Feministin lebt in der uralten Gewißheit, daß es letzten Endes immer Männer sein würden, die auch das Leben der Feministin mit ihrem eigenen verteidigen. Den Patriarchen, den sie losgeworden sind, haben sie einfach ersetzt durch einen anderen, den Staat nämlich. Und sie bilden sich ernsthaft ein, dadurch, daß sie sich in Staatsabhängigkeit begeben haben, hätten sie irgendetwas gewonnen. Es gibt Bücher zuhauf, die sich mit der feministisch verkrüppelten Selbstgewißheit von Frauen beschäftigen. Georg Friedenbergers „Narrenfreiheit für das weibliche Geschlecht“ z.B., oder Bernhard Lassahns „Frau ohne Welt“, Warren Farrells „Mythos Männermacht“ oder das phantastische „Medusa schenkt man keine Rosen“ von Michail Savvakis – und viele mehr.

Zum Schieflachen sind daher Frauen, die mit irgendeinem Gegenstand nicht zurecht kommen, sein Funktionsprinzip nicht durchschauen, und dann wutentbrannt zetern: „Das hat doch bestimmt wieder ein Mann erfunden!“. So verpeilt sind sie, daß ihnen nicht einmal mehr geläufig ist, daß Männer praktisch alles erfunden haben – und ihre Schwestern praktisch gar nichts. Weswegen sie ja auch so unglaublich stolz auf Herta Heuwer sind. Die hat 1949 immerhin die Currywurst erfunden. Ich will das hier nicht weiter ausführen, weil ich sonst stundenlang an kein Ende käme.

Nur so viel noch: Dietrich Schwanitz hat die Frauen einmal als die eigentlich treibende Kraft der westlichen Zivilisation beschrieben. Ihr Genörgel sei derartig gefürchtet bei Männern, daß Männer alles unternommen hätten, um die östrogenalen Nervensägen zufrieden zu stellen, indem sie deren materielle Begehrlichkeiten in Realität übersetzt hätten, so daß auf diese Weise quasi nebenher eine hochentwickelte Zivilisation entstanden sei. Schwanitz hat also im wesentlichen das Märchen vom Fischer und seiner Frau nacherzählt. Bloß das Ende des Märchens hat er unterschlagen.

Freiheit ist auch Verschonung vor Feminismus

Feminismuskritische Literaturtipps finden sich übrigens in Hülle und Fülle bei Wikimannia.org. Jede Wette, daß diese umfangreichste Enzyklopädie für feminismusfreies Wissen den meisten Westweltlern unbekannt ist. Das wäre auch kein Wunder. Ich kenne die unglaublich fleißigen Helden hinter diesem Projekt, das da in den vergangenen zwei Jahrzehnten entstanden ist, und ich weiß auch, was bereits alles unternommen wurde, um diese sagenhafte Enzyklopädie möglichst unsichtbar bleiben zu lassen.

„Männerhass ist eine befreiende Form von Feindseligkeit“ – ein unfaßbar blöder Satz in der „Zeit“, der eigentlich nur Friedenbergers Buchtitel bestätigt: Narrenfreiheit für das weibliche Geschlecht.

Es ist nämlich so: Würde eine traditionell antifeministische Gruppe archaischer Männer aus einem anderen Kulturkreis die Redaktionsräume der „Zeit“ oder der „Emma“ stürmen, dann würde meinereiner däumchendrehend dabei zusehen und den Feministinnen mitten im Gemetzel zurufen: „Das sind Männer! Ihr müßt sie feindseliger hassen, um euch zu befreien!“. Jede Wette, daß die Weiber gewinnen würden. Nicht.

Die sog. Geschlechtersolidarität ist keine Einbahnstraße. An einer Feministin als Anhalterin würde ich sogar im Schneesturm vorbeifahren. Soll erfrieren oder sonstwas. Mir völlig wurscht. Feminismus ist die Pestilenz des Geistes. Und mit der Seuchenbekämpfung haben wir´s ja allerweil. Der Gleichheitsfeminismus deutscher Prägung ist das widerlichste, dümmste und verleumderischste marxistische Derivat von allen. Es gibt keine männliche Solidarität mit Feministinnen, die etwas anderes wäre, als abgrundtiefe Blödheit.

Candace Owens, konservative Aktivistin und bekannte Kommentatorin

Nicht minder übel als die feministischen Zumutungen für Geist, Anstand und Verstand sind jene verpudelten Schwänzchenwedler, die beifallsheischend ihre geschlechtlich progressive Ungeisteshaltung ausstellen. Eines dieser Männchen scheint der Schauspieler Harry Styles zu sein. Für das Titelbild der „Vogue“ hat er sich in einem Frauenkleid ablichten lassen. Wos a Progressivität!

Der bekannten konservativen Mediengröße Candace Owens gefällt das nicht, wie sie bei Twitter kundtat. „Als ich sagte, bringt die männlichen Männer zurück, meinte ich genau das: Bringt männliche Männer zurück!„. Ein Shitstorm brach über sie herein. Sie sei wohl fünfzig Jahre hinter der Zeit, mutmaßten nicht wenige. Iggy Pop, David Bowie, Kurt Cobain und andere hätten sich zum Teil schon in den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Frauenkleidern ablichten lassen. Die Antwort von Candace Owens: Fünfzig Bilder von Männern in Frauenkleidern im Internet auszugraben sei auch nicht geeignet für sie, um Männer in Frauenkleidern attraktiv zu finden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, fügte Owens noch an, man bräuchte nur zu warten, bis die Shitstormer herausfänden, daß sie außerdem der Ansicht sei, Frauen sollten feminin wirken – und daß es ihr gefällt, für ihren Mann zu kochen und sich um ihn zu sorgen. Und weiter: Es gibt keine Gesellschaft, die ohne starke Männer überlebensfähig ist. Da hat sie wohl recht.

Nur: In westlichen Gesellschaften – und das dürfte auch Candace Owen bemerkt haben – geht es schon seit mindestens zwei Jahrzehnten nicht mehr darum, wer recht hat, sondern darum, wer „schöner denken“ kann. Zweifellos: Schön kann man das finden, daß alle „die Menschen“ gleich sind, sich ihr Geschlecht und die Realität selber konstruieren und überhaupt von allen „überkommenen Zwängen“ befreit wurden. Also, wenn man doof ist, kann man das „schön“ finden. Der Realist allerdings sortiert seine Gedanken nicht nach „schön“ und „unschön“, sondern nach „Realität“ und „Utopie“. Realität ist, ob einem das gefällt oder nicht: Gewalt kann sich immer durchsetzen, ganz egal, ob sie recht hat. Weswegen man selbst ein Gewaltpotential vorhalten muß, das geeignet wäre, die „unrechte Gewalt“ zu besiegen. Wie war das? Feministinnen vor, noch ein Tor!? – Die Gleichstellung der Geschlechter ist nichts weiter als die Utopie von linken Zerebralphimotikern, die lieber in Wolkenkuckucksheim leben, als in der Wirklichkeit.

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Und das ist es wohl auch, was Candace Owens dazu bewogen hat, sich mit den Geschlechtsprogressisten anzulegen: Sie sagt zwar, „Gesellschaften“ seien ohne „männliche Männer“ nicht überlebensfähig. Das ist zwar nicht falsch, aber das Hauptaugenmerk sollte man vielleicht dennoch auf Frau Owens legen. Zweifellos ist es nämlich so, daß eine rein „stark männliche Gesellschaft“ zumindest eine Generation lang auch ohne Frauen so lange überleben könnte, bis sie so alt und schwach geworden ist, daß sie sich nicht mehr gegen eine juvenile Übermacht anderer Männer erfolgreich durchsetzen könnte. Eine rein weibliche Gesellschaft hingegen hätte nicht einmal für fünf Minuten eine Überlebenschance gegen die virilen und juvenilen Wüstlinge. Weswegen Candace Owens auch nicht „Gesellschaft“ gemeint haben kann, als sie „Gesellschaft“ schrieb.

Candace Owens ist es, die in einer Gesellschaft nicht überleben kann, die keine starken Männer hat. So gesehen wäre auch Candace Owens´ Statement wieder nicht mehr gewesen, als weiblich-selbstbezüglich. Ich umarme sie trotzdem. Es ist ja gerade das Schöne an der Zweigeschlechtlichkeit – oder es war das Schöne -, daß es eine Art Urvertrauen zwischen den Geschlechtern gegeben hat, bei dem man davon ausgehen durfte, daß das eine Geschlecht dem anderen keinesfalls etwas Böses will – und daß das schon ausreicht, um miteinander glücklich zu werden. Jeder tut halt, was er kann.

Gewalt ist natürlicher Bestandteil der Welt, sie ist oft häßlich und ungerecht – und wer sie im Zaum halten will, der braucht ein Gewaltpotenzial, welches er der Gewalt notfalls entgegensetzen könnte, um Frieden zu schaffen. Gewalt fragt nicht danach, wer recht hat. Sie fragt immer nur danach, ob sie gewinnen kann. Wenn sie nicht gewinnen kann, dann bleibt sie aus. Keine westlich-feminisierte Gesellschaft hat einer virilen und gewaltbereiten Gesellschaft junger Männer etwas entgegenzusetzen. Zumal dann nicht, wenn diese jungen Männer ihren eigenen „Märtyrertod“ nicht scheuen, um ihrem Kollektiv zum Sieg zu verhelfen. Nicht umsonst liegen Frauen bei Selbstmordversuchen statistisch weit vor den Männern. Lediglich bei den tatsächlich vollzogenen Suiziden liegen sie genau so weit hinter den Männern. Was sagt uns das? Frauen verlassen sich darauf, Hilfe zu bekommen. Feministinnen sollten keine mehr erhalten.

„Mit entschiedener Stärke gegen den Terrorismus. Wir stellen unsere freiheitliche Grundordnung dagegen.“ – so Frau Angela Merkel. Klar stellt sie die „freiheitliche Grundordnung“ dagegen, was auch sonst? Ihre persönliche Kampfkraft wird es wohl nicht sein. Diejenige von weiblichen Polizisten und Soldaten auch nicht. Nicht die von Annalena Baerbock, nicht die von Anne Will oder die von Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch Feministinnen leben von Voraussetzungen, die sie selbst weder schaffen noch erhalten können. Richtig betrachtet sind Feministinnen für die gesamte Gesellschaft in etwa das, was Misteln für den Baum sind. Langfristig tödlich. Schluß mit dem Quatsch! Und Schluß mit einer Journaille, die sich nicht entblödet, bei allem politkorrekten Gewese um die ach-so-böse „Haßsprache“ ein bitterböses Weib zu interviewen, welches saudumm von der „befreienden Feindseligkeit des Männerhasses“ daherschwandroniert.

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