Herrscher im Weißkittel: Virologen, Immunologen, Infektiologen, Hygieniker machen uns den Alltag zur Hölle

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(Symbolbild:Imago/westend61)

Seit März haben in Deutschland nur noch die Sachverständigen und Experten in der Politik maßgebliches Mitspracherecht, die vermeintlich oder tatsächlich näher an der „großen Unbekannten“ des Corona-Virus sind als der Rest der Bevölkerung. So wie in Krisenzeiten bei Naturvölkern nur die Schamanen, Medizinmänner oder Geisterbeschwörer gefragt waren, so sind heute Virologen, Infektiologen, Immunologen, Epidemiologen und Hygieniker die bestimmenden Kräfte, auf die die Politik seit Beginn an hört – und das hat sich bis jetzt nicht geändert.

Mit verheerenden Folgen: Die Politik muss, neben dem ausschnittartigen Fixieren auf Corona (und damit nur auf eine einzige Facette von unzählig vielen Gesundheitsrisiken), eigentlich die Gesamtbetrachtung des Gemeinwesens gewährleisten, muss die Folgen ihrer Entscheidungen für ALLE Lebensbereiche eruieren. Diese Grundregel ist seit März in Deutschland außer Kraft gesetzt. Nur Vertreter der genannten Spezialdisziplinen rund ums Virus bestimmen noch unser Leben – und dabei wird gerne übersehen, dass auch sie alle im Aufrag von bestimmten Interessengruppen tätig sind. Die einen sind Karrieristen, die anderen genießen ihre als Aufklärungsmission Medienpräsenz und räumen Preise ab, andere sind an patentierten Testverfahren beteiligt oder führen gemeinsam mit der Industrie Studien durch.

Und weil Trommeln zum Handwerk gehört, ist die politisch erwünschte Prise Panikmache zur Begründung des permanenten Ausnahmezustands heute Trumpf, wenn man sich nicht ins Abseits schießen will. So warnt denn jetzt auch der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, vor einer „verschärften Situation“ in der Weihnachtszeit. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Feiertage ein „Kick-Starter für die Influenza-Ausbreitung“ waren, sagte der Infektiologe, der am Uniklinikum Regensburg schwere Corona-Fälle behandelt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Nur damit wir das richtig verstehen: Das Ausbreitungsverhalten von Influenza, das sonst aus Sicht der Alarmisten ja unter gar keinen Umständen mit Corona verglichen werden darf, soll jetzt plötzlich das abschreckenden Beispiel liefern, was dieses Jahr mit Corona geschieht? Wie erklärt sich dieser Fachmann, dass die Influenza in diesem Jahr praktisch gänzlich verschwunden ist, in demselben Maße, wie nun plötzlich Corona anstelle der saisonalen Erkältungswelle im Spätherbst tritt?

Virologen und Infektiologen als Schamanen unserer Zeit

Die Leute reisen durch das ganze Bundesgebiet, mischen sich überall, man trifft in der Kneipe seine alten Klassenkameraden. Wenn wir Pech haben, könnte das mit Corona ähnlich sein“, so Salzberger laut „dts Nachrichtenagentur“. Gleichzeitig bremste er die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität: „Wir werden im Dezember kein normales Leben haben. Das kann nicht sein und wäre nicht vernünftig.“ Dass sich Infektiologen nun sogar schon zu Fragen der Lebensnormalität und des Sozialen Miteinanders äußern, während Humanmediziner, Wissenschaftler anderer Disziplinen, Soziologen, Psychologen und Wirtschaftsfachkräfte weiterhin Sendepause haben, zeigt, auf welchem Holzweg dieses Land ist.

Worum es hier geht, folgt bei Salzberger gleich im nächsten Satz: Er blicke „optimistisch in das kommende Jahr“, denn „jetzt gibt es eine Impfung, das ist der große Durchbruch.“ Der Schuss als Erlösung – das ist ja etwas völlig Neues! Zwar wisse man, so der Infektiologe, noch nicht, „wie gut die Impfung in allen Altersgruppen ist“, doch die Daten seien „sehr gut„. Wenn die Impfung allerdings doch nicht „so gut“ ist, dann trifft dies absehbar allerdings wohl weniger die Jüngeren und Mittelalten, sondern wohl  eher die Altersgruppen, für deren Schutz der gesamte Lockdown doch in Kauf genommen wurde. Anscheinend ist die Impfung als Selbstzweck doch wichtiger als der „Lebensschutz“. (DM)

 

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