Corona-Neuinfektionszahlen gehen weiter zurück, Epidemiologe hält Corona-Maßnahmen-Verschärfung für notwendig

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Maskenpflicht; Foto: © jouwatch
Maskenpflicht; Foto: © jouwatch

So lange die Bundesregierung und die Medien auf so genannte „Fachidioten“ hören, die zwar in ihrem Bereich vielleicht was drauf haben, aber die Konsequenzen ihrer Ansagen für Gesellschaft, Wirtschaft und Medizin gar nicht überblicken können, so lange wird Deutschland auch nicht wieder zur Ruhe kommen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist nämlich den dritten Tag in Folge gesunken. Das ergeben direkte Abfragen bei den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen, die seit Anfang März täglich um 20 Uhr von der dts Nachrichtenagentur ausgewertet werden. Demnach wurden am Montag 16.025 Neuinfektionen registriert, 2,3 Prozent weniger als am letzten Montag.

Am Sonntag war die Zahl der Neuinfektionen um 13,6 Prozent gegenüber der Vorwoche gesunken, am Samstag um 1,2 Prozent. Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) weichen oft von den Kommunenabfragen ab, die Tendenz ist aber stets dieselbe. So hatte das RKI am Montagmorgen für den Vortag einen gegenüber der Vorwoche um 19 Prozent niedrigeren Wert gemeldet, am Samstagmorgen für Freitag eine um vier Prozent niedrigere Zahl.

Mit einem Rückgang von 155,1 auf 154,6 Neuinfektionen je Woche und 100.000 Einwohner sind die Zahlen aus der Kommunenabfrage aber noch weit von der Inzidenzzahl 50 entfernt, die von Bund und Ländern als Ziel für eine Lockerung des Lockdowns ausgegeben wurde. Auf den Intensivstationen sind unterdessen weiter Zugänge an Covid-19-Patienten zu verzeichnen, gegenüber dem Vortag legte die Zahl aber nur um 1,6 Prozent auf 3.441 zu, im Vergleich zu den letzten Wochen eine eher niedrigere Steigerungsrate. Die statistische Verdoppelungszeit beträgt damit 44 Tage, zurückblickend verdoppelte sich die Zahl der Corona-Intensivpatienten innerhalb von 18 Tagen.

Doch die Alarmhupen geben weiterhin den Ton an:

Der Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon-Hochschule in Berlin zum Beispiel hält eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen „leider“ immer noch für nötig. „Das exponentielle Wachstum konnte zwar bis Mitte November gebremst werden, die Zahlen sind aber weiterhin hoch. Und das ist gefährlich mit Blick auf die zeitversetzte Zunahme von Krankenhauseinweisungen und Patientenzahlen auf Intensivstationen“, sagte er dem Nachrichtenportal „Watson“.

Schulen und Kitas weiterhin offenzuhalten, hält der Epidemiologe aber für richtig. „Sie sollen nach Möglichkeit nicht geschlossen werden, weil auch unter Corona-Bedingungen Bildung für alle Schülerinnen und Schüler angeboten werden sollte“, sagte er. Aus epidemiologischer Sicht sei es sinnvoll, damit die freigestellten Schüler keine neuen Kontakte außerhalb des Klassenverbandes hätten.

„Bis zu den Weihnachtsferien sollten wir es mit den bereits eingeführten Maßnahmen schaffen, die Schulen offenzuhalten“, sagte er. Eine Selbstisolation auch bei Erkältungssymptome befürwortet Ulrichs. „Wenn es irgendwie machbar ist, könnte eine Selbstisolation schon vor einer Weiterübertragung schützen, gegebenenfalls auch durch Maskentragen zu Hause. Und sinnvoll wäre es allemal. Denn eine Übertragung innerhalb der Haushalte zu reduzieren, würde sehr helfen, das Virus nicht in weitere Gruppen und Bereiche zu tragen“, so Ulrichs.

Das klingt natürlich vernünftig. Eine Maske zu Hause zu tragen, ist sicherlich sinnvoller, als sie auf der Straße aufzusetzen. Schließlich geht es doch in erster Linie darum, die Familie, den Nächsten zu schützen.

Dann aber bitte auch im Ehebett, ja ganz besonders im Ehebett, da hier der nötige Abstand nicht gewahrt werden kann.

Deutschland geht an der Idiotie der Meinungsmacher zu Grunde. (Mit Material von dts)

 

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