Denn sie wissen nicht, was sie tun: Unlogische Lockdowns, falsche Tests und Fehlprognosen

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Die Politik im Blindflug - oder ist es absichtliche Irreführung? (Foto: Imago)

Zwei fundamentale logische Irrtümer haften der gesamten Corona-Maßnahmenpalette an, mit der Politiker in Bund und Ländern das Land malträtieren – und es ist schlichtweg nicht mehr zu glauben, dass sich angesichts deren Offensichtlichkeit kein breiterer Widerstand der Bevölkerung, vor allem der wissenschaftlich und medizinisch bewanderten Einflussgruppen regt. Der eine Denkfehler betrifft die Bemessungsgrundlage der „Risiko“- und damit Krisenlage; der andere die Tests, anhand derer die Fälle überhaupt ermittelt werden.

Der Lockdown-Denkfehler, den bislang keiner entdeckte“, so überschrieb die „Achse des Guten“ gestern etwas reißerisch einen lesenswerten Beitrag ihres Autors Robert von Löwenstern, der auf einen ebenso verblüffenden wie simplen Widerspruch hinwies: In keiner einzigen Studie, nicht einmal in Verlautbarungen der Politik selbst wird postuliert oder gar der Anspruch erhoben, dass die selbst auf pro Woche mittlerweile 1,6 Millionen und mehr hochgetriebenen PCR-Tests ALLE Fälle erfassten; dies wäre – zumal bei anlaßlosen Testungen – überhaupt nicht möglich. Niemand bestreitet, dass es eine erhebliche Dunkelziffer an Infektionen gibt – und diese wird, je nach Studie, irgendwo zwischen einem Faktor 4 bis 10 gesehen.

Nun wird jedoch der Lockdown ausschließlich damit begründet, dass die „explodierenden“ Fallzahlen soweit heruntergedrückt werden müssten, bis den Gesundheitsämtern wieder die Nachverfolgung von Infektionsketten möglich sei (was derzeit angesichts der Fülle an positiv Getesteten nicht mehr der Fall ist). Wenn jedoch außer Frage steht (und selbst von Virologen und politischen Hardlinern nicht in Abrede gestellt wird), dass es zu jedem Zeitpunkt eine erhebliche Dunkelziffer oberhalb des „getesteten“ Infektionsgeschehens gibt, dann ist diese Nachverfolgung zu keinem Zeitpunkt je umfassend je möglich gewesen.

Die Fakten besagen – und das ist der erste Teil der Auflösung in unserem kleinen Ratespiel –, die vielbeschworene „Kontrolle“ des Infektionsgeschehens bestand zu keinem Zeitpunkt. Wenn im Sommer das Infektionsgeschehen auf niedrigem Niveau stabil war, ist dies jedenfalls nicht einer angeblich umfassenden Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter zuzuschreiben. Mehr noch: „Eine vollständige (oder annähernd vollständige) Kontaktnachverfolgung fand niemals statt… Was den Gesundheitsämtern an Positiv-Testungen mitgeteilt wurde, war immer nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Infektionen“, so Loewenstern.

Die Dunkelziffer als Kern aller widersprüchlichen Begründungen

Weil Corona eine „Epidemie light“ sei und Covid-19 eine relativ geringe Sterblichkeitsrate aufweist, die irgendwo zwischen unter 0,2 und einem Prozent der Infizierten liege, so die „Achse“, verlaufen die Infektionen laut RKI in rund 80 Prozent der Fälle mit nur leichten Symptomen oder völlig asymptomatisch. Wer nichts oder kaum etwas von seiner Infektion spürt, geht auch nicht zum Arzt. „Daher ist das Dunkelfeld unerkannter Infektionen hoch, solange nicht die gesamte Bevölkerung regelmäßig durchgetestet wird.“ Genau dies ist der Schlüssel: die gesamte deutsche Politik tut so – sowohl beim Postulat der Kontaktnachverfolgung als auch bei der Festlegung der „7-Tages-Inzidenzen“ von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern – als ob jeden Tag jeder Bundesbürger getestet würde. Nur dann, wenn das der Fall wäre, würden die Maßnahmen jedoch Sinn ergeben.

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Hinzu kommt nun noch das weiterhin hanebüchene Problem der Testunzuverlässigkeiten. Nur wenige Erlauchte oder besonders „Wichtige“ kommen in den Genuss oder können es sich erlauben, ihre Testergebnisse ein zweites, drittes oder viertes Mal wiederholen zu lassen. Dort jedoch, wo dies geschieht – bei Leistungssportlern, Profifussballern und Politikern – kam es in einer beunruhigend hohen Zahl an Fällen zu widersprüchlichen Ergebnissen. Am Wochenende sorgte die Bekanntmachung von „Tesla“-Gründer Elon Musk für Aufsehen, er habe sich an einem Tag viermal testen lassen, und zwei der Ergebnisse seien positiv, zwei negativ ausgefallen.

„Was für ein Schwindel läuft hier ab?“, fragte der sichtlich irritierte und anscheinend vom Glauben abgefallene Multimilliardär anschließend. Anscheinend halten es die im globalen pandemischen Panikmodus gleichtickenden Regierungen des Planeten weiterhin nicht für erforderlich, diesen verstörenden Ungenauigkeiten bei Tests endlich auf den Grund zu gehen, von denen so viel abhängig gemacht wird – und man fragt sich zunehmend: Warum nicht? (DM)

 

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