Chebli einig mit Yücel: Der Islamismus gehört zur Demokratie

0
Foto: Von Yuriy Seleznev/Shutterstock

Nachdem sich der umstrittene türkischstämmige Autor Deniz Yücel in einem Debattenbeitrag für die „Welt“ zu der steilen These verstiegen hatte, auch der Islamismus könne zur Demokratie gehören, rannte er damit – kaum überraschend – ausgerechnet bei der wohl begabtesten Staatssekretärin überhaupt, Sawsan Chebli, offene Türen ein. Chebli, die wandelnde Stilblüte und Vorzeigemigrantin der SPD, empfand Yücels Handreichung an geistige Terroristen als „Brücken bauend“.

Obwohl sich Deniz Yücel ja eigentlich während seiner politischen Willkürhaft im türkischen Knast von der demokratischen Rechtsstaatlichkeit eines dem „politischen Islam“ ergebenen Regimes am eigenen Leib hatte überzeugen können (wobei die Erdogan-Türkei hierbei noch ein moderaterer Vertreter islamistischer Herrschaft darstellt), verteidigt er eben diesen politischen Islam gegen Versuche freiheitlicher westlicher Staaten zu seiner Eindämmung: Dass nach Frankreich nun auch Österreich plant, den Islam mit politischer Agenda unter Strafe zu stellen, bezeichnet Yücel als „rechtsstaatlich fragwürdig„, als „sachlich falsch“ und als, „Ablenkung und Vorlage zugleich„. Denn: „Auch der Islamismus kann zur Demokratie gehören. Die Fokussierung darauf ist zu weit – und zu eng“.

Da wurde es Sawsan Chebli, die sich stets betont glaubenstolerant gibt, in Wahrheit jedoch virtuos die Klaviatur der muslimischen Opfer-Selbststilisierung beherrscht, gleich ganz warm ums Herz:

(Screenshot:Twitter)

Aufschlussreich hierbei, was Chebli als „hasserfüllt“ bezeichnet: Nicht den Terror, sondern die darauffolgende Debatte, die sich wohlgemerkt nach bestialischen Gewaltakten im Namen Allahs entzündet hatte (über welche sich auch unter den „gemäßigten“, vorgeblich doch unpolitischen europäischen Muslimen weit weniger empört hatten als über die anschließenden staatlichen Gegenmaßnahmen der erneut vom Terror betroffenen Ländern). Lieber blutgetränkte Diskussionen statt hasserfüllte Debatten?

Es sagt alles über Cheblis Bildung und Charakter aus, dass sie eine Apologie für Islamofaschismus, wie sie Yücel in bester Appeasement-Manier in der „Welt“ vertritt, ausgerechnet am 5. Jahrestag des barbarischen Bataclan-Anschlags in Paris mit 130 Toten postet – statt über die Opfer eines Terrorismus zu twittern, der derselben Geisteshaltung entspringt, die Yücel als „zur Demokratie gehörend“ preist.

(Screenshot:Twitter)

Auch war bei Chebli, die vom „Brückenbauen“, vom „wohltuend sachlichen“ Dialog mit Terrorverstehern und -sympathisanten träumt, nichts über ein anderen aktuelles Ereignis zu lesen, das ihr als (wie sich doch selbst gerne sieht) emanzipierte Frau und Muslima eigentlich nicht egal sein dürfte: Im Iran verurteilte jetzt das  Mullah-Regime (quasi die vollendete Verwirklichung des „politischen Islam“) die Frauenrechtlerin Yasaman Aryani zu 16 Jahren Gefängnis – für ihren Protest für Gleichberechtigung; unter anderem hatte Aryani das Tragen des Kopftuchs in der Öffentlichkeit (das Chebli und andere hierzulande als Symbol für Selbstbestimmung und Weltoffenheit feiern) verweigert:

Diese Beispiele für die Realität des Islam (und Islamismus, mit all seinen fließenden Übergängen) tauchen offensichtlich weder in der Gedankenwelt einer Sawsan Chebli als auch in den Köpfen der meisten deutschen Mainstream-Journalisten auf. In einem unlustigen und präpotent, wenn nicht gar minderbemittelt zu nennenden Tweet der „ZDF heute-show“ wurde einmal wieder das Märchen bemüht, letztlich seien wir als Deutsche schuld, wenn Muslime nicht ihren fundamentalistischen Wurzeln abschwören:

(Screenshot:Twitter)
Sind also deutsche Vermieter und Personalchefs schuld daran, dass immer wieder Bomben hochgehen, Menschen abgeknallt oder geköpft werden? Der Tenor ist klar: Schuld sind im Zweifel immer wir selbst. Auf die naheliegende Idee wollen diese praktisch nicht lernfähigen unverbesserlichen Multikulti-Besessenen einfach nicht kommen, nämlich dass die Mitglieder der Parallelgesellschaften überhaupt kein Interesse an „Integration“ haben und es darum völlig schnuppe ist, wie viele rote Teppiche wir ihnen noch ausrollen und wie viele Arme entgegenstrecken. „Islamisten sind keine passiven, perspektivlosen, von Diskriminierungbetroffenen Versager! Das passt vielleicht in die Apologetik, stimmt aber nicht ! Sie sind ideologisch unterwegs, Mit & ohne Migration, auch bildungsnahe erfolgreiche Menschen. In Europa und in Nahost„, antwortet Islamkritiker Ahmad Mansour den ZDF-Komikern. Doch sie werden es wohl nicht begreifen; die Verblendung ist zu weit fortgeschritten. (DM)
Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram