Unterwegs nach Deutschland? Jeder zweite in Griechenland gemeldete Asylbewerber wird „vermisst“

0
Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute (über dts Nachrichtenagentur)

Während sich Deutschland um virtuell hochgeblasene „Infektionszahlen“ sorgt und einen noch schärferen Lockdown erwartet, vollziehen sich unbemerkt von der Öffentlichkeit tagtäglich Ungeheuerlichkeiten in Europa, die keinen mehr zu interessieren scheinen: Die „Flüchtlingskrise“ wird auch durch die schlimmste Pandemie nicht unterbrochen: Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird nicht weniger als die Hälfte aller Flüchtlinge, die in Griechenland einen Antrag auf Asyl gestellt haben, „vermisst“.

Da es sich bei den dort noch offenen Asylanträgen um laut dem griechischen Migrationsminister Panagiotis Mitarakis nicht weniger als 84.000 Personen handelt, zu denen noch weitere 32.574 abgelehnte, aber nicht abgeschobene Asylbewerber in Griechenland kommen, bedeutet dies, dass knapp 116.000 Menschen abgetaucht sind – und dreimal darf geraten werden, wohin es diese wohl zieht: Nach Deutschland, wo sie als einer von mehreren Hauptströmen illegaler EU-„Binnenflüchtlinge“ täglich die (meist grüne) Grenze  überschreiten.

Wie das Portal „griechenland.net“ berichtet, könnte ein Grund für das Abtauchen die Tatsache sein, dass bis spätestens 15. Januar 2021 die Vergabe elektronisch lesbarer Identitätspapiere für Asylbewerber abgeschlossen sein soll – eine Maßnahme, die eine auf die Sicherheit ihrer Bürger bedachte EU bereits 2015, gleich nach der von Angela Merkel losgetretenen Flüchtlingskrise, als allererstes umgesetzt hätte. Wenn die Identitätsfeststellung fortan erleichtert wird, ergibt sich ein viel klareres Bild, wer von ihnen sich tatsächlich in Griechenland aufhält – oder wer eben als eigentlich in Griechenland gemeldeter Flüchtling rechtswidrig in anderen EU-Staaten herumgeistert.

Der Weg des Geldes

Zwar geht Griechenland auch von der Möglichkeit aus, dass von den Abgetauchten immer noch eine gewisse Zahl „illegal in Griechenland lebt“, doch der Großteil dürfte „auf illegalem Wege in andere EU-Staaten weitergereist“ sein – vor dem Hintergrund, dass dass die Türkei seit dem 10. März keine abgelehnten Asylbewerber mehr zurücknehmen wird, was der Vertragsabsprache zwischen Ankara und Brüssel entspricht – eine der wirtschaftlichen Schwäche der Türkei (mit einhergehender dortiger schwindender Akzeptanz für Flüchtlinge) geschuldete Regelung, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie  noch verstärkt wird.

Dass die Migranten keine Lust auf Asyl in Griechenland haben und lieber nach Deutschland weiterziehen, ist keine Überraschung – und ein weiterer Beweis für die haarsträubende Fehlannahme, eine „solidarische“ Kontingentierungen von Flüchtlingen über alle EU-Staaten hinweg würde so etwas wie gerechte Lastenverteilung bewirken: Tatsächlich handelt es sich um Wirtschaftsmigranten – die das für sie bestmögliche und lukrativste Sozialsystem für sich (aus)nutzen möchten – und das ist nun einmal, was sonst, jenes in Deutschland. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram