Gevatter Tod ist ein Mitglied der Bundesregierung

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Seniorin in der "Besuchszelle" eines Altersheims (Foto:Imago/Schmidt)
Vorgeblich soll die Corona-Politik ja primär dem Schutz der Risikogruppen dienen – also vor allem den Hochbetagten und Vorerkrankten (wobei die Senioren die Masse derer stellen, die von einer auf die Spitze getriebenen, erzwungenen „Generationensolidarität“ profitieren sollen. Ausgerechnet das Leben der Alten jedoch ist dem Staat herzlich schnuppe: Von Pflege bis Impfung werden diese in der Pandemie absichtlich tödlichen Risiko ausgesetzt – und zwar von denselben Politikern, die sich als ihre Beschützer aufspielen.
Verwundert rieb sich so mancher diese Woche die Augen und glaubte wohl, auf Fake-News oder eine Ente hereingefallen zu sein – doch was da über Bundesgesundheitsminister Jens Spahn berichtet wurde, hatte er tatsächlich ernstgemeint: Wenn Not am Mann sein sollte und die Engpässe in der Pflege und Intensivmedizin zu groß werden sollten, dann sollten eben bedarfsweise auch infizierte Mitarbeiter aus der Quarantäne geholt und zur Arbeit eingeteilt werden. Zwar sei es natürlich „der  beste Weg„, wenn Infizierte und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne blieben; notfalls aber müssten „auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen“ arbeiten.
Aufschlussreich ist hierbei, dass Spahn hier selbst plötzlich die ansonsten vermiedene Unterscheidung zwischen „positiv Getesteten“ und „Infizierten“ vornimmt, und so unterschwellig wohl genau das suggerieren will, was die Kritiker der von ihm verantworteten allwöchentlichen Testorgien seit langem betonen: Dass ein positives Testergebnis nämlich keinesfalls besagt, dass der Betreffende akut infiziert geschweige denn ansteckend ist. Sonst wird diese Unterscheidung stets bestritten, es wird bei den „Fallzahlen“ und „Inzidenzen“ jeder „Positive“ automatisch als „aktiver Corona-Patient“ geführt; nur so können Lockdown, Risikogebietsfestlegung und Ausnahmezustand ja aufrechterhalten werden.
Zur Rechtfertigung einer – nach eigener Logik der Regierung ja hochgradig fahrlässigen – Zwangsrekrutierung von positiv getesteten Mitarbeitern des Pflege- und Gesundheitswesens geht es dann aber plötzlich voll in Ordnung, wenn der „Infizierte“ zum „positiv Getesteten“ verharmlost wird. Damit räumt Spahn allerdings unfreiwillig ein, dass von den mehrheitlich symptomfreien „Neuinfizierten“ (mit deren täglich steigenden Zahlen die „bedrohliche Lage“ ja begründet wird) überhaupt keine große Gefahr ausgeht – und dann bräuchte man auch keinen Lockdown und keine massenhaften Quarantäneverfügungen. Oder er lässt diese Infizierten sehenden Auges auf die Patienten in Kliniken und Heimen los – die damit erst recht einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt werden.
Verräterische Begriffwahl Spahns
Im letzteren Fall hieße dies – wiederum nach den eigenen Definitionen und Risikobewertungen der politischen „Pandemiker“ – nichts anderes als dies: Alte, schwache, pflegebedürftige und immunsuprizierte Klinikpatienten und Heiminsassen können eher krepieren, als dass die Personaldecke des Gesundheitssystems zu sehr ausgedünnt wird. Indes: Wenn die aus der Quarantäne geholten „Positiven“ genügend Alte und Kranke angesteckt haben, steigen bald die Todeszahlen und damit die „Mortalität“ von Corons ganz im Sinne der Hysteriker – und das Problem der Risikogruppen erledigt sich ganz von selbst.

Was für Arbeitnehmer gilt, muss für alle Bürger gelten. Wenn die Staatsregierung massiv in die Grundrechte eingreift und eine Maskenpflicht in vielen Bereichen verhängt, müssen die gesundheitlichen Gefährdungen endlich berücksichtigt werden, sagte der AfD-Politiker Thomas Prantl. Die Regierung müsse endlich nachbessern und Erholungszeiten ohne Maske nach längerem Tragen verbindlich einführen – für alle. Da dies nicht geschieht, lässt man also die Alten augenscheinlich vorsätzlich ins Verderben laufen – und setzt sie durch fragwürdige Alltagsutensilien, die sie angeblich doch schützen sollen, erst recht neuen Gesundheitsgefahren aus.

Apropos Gesundheitsgefahren: Dieselbe Fahrlässigkeit nimmt die Bundesregierung auch bei der bevorstehenden Massenimpfung der Bevölkerung mit einem als Allheil- und Wundermittel gepriesenen Covid-Impfstoff auf sich, der ja expressis verbis – neben den „systemrelevanten“ Mitarbeitern des Gesundheitswesens – vorrangig und zuerst den Risikogruppen zugute kommen soll. Weil es sich jedoch um einen im Schnellverfahren entwickelte, immer noch als Experimentalimpfstoff zu bezeichnende Vakzine handelt, ist völlig unklar, wie diese auf die Impfung reagieren. Aus ethischen Gründen werden in den Studien zur Wirksamkeit keine Schwerkranken oder Hochbetagten als „Versuchskaninchen“ eingesetzt.

Niemand kann daher sicherstellen, wie sie auf den fertigen Impfstoff reagieren – und ob sich die als „Symptome eines mittleren bis schweren Katers“ bis „Erkältungsreaktion“ beschriebenen Nebenwirkungen der Impfung gerade bei den Hochrisikogruppen nicht als potentiell lebensgefährlich erweisen könnten. Mit der Ankündigung einer eigenen App zur Biontech-Impfung (sobald diese in den ersten Monaten des neuen Jahres planmäßig zum Einsatz kommen sollte), in der die „glücklichen“ Impflinge Nebenwirkungen und Abwehrreaktionen dokumentieren sollen, räumen die Gesundheitsbehörden ja indirekt ein, dass sie die eigenen Bürger als Laborratten betrachten, die im Selbsttest die Wirksamkeit (oder Unwirksamkeit) des neuen Präparats herausfinden dürfen. Auch dies zeugt von wenig (Für-)Sorge zugunsten der ach so schützenswerten Alten.

Alte als Laborratten

Zu guter Letzt erbringen dann auch noch Ignoranz und ein unerklärliches Desinteresse der Regierenden an den Auswirkungen ihrer eigenen politischen Maßnahmen den ultimativen Beweis, dass die Maxime des unbedingten „Lebensschutzes“ ein reiner Vorwand dafür ist, eine autoritäre Transformationspolitik weiter aufrechtzuerhalten. „Über den Erfolg der Pandemie-Bekämpfung entscheidet nicht die Anzahl der Corona-Infizierten und auch nicht die Anzahl der Corona-Toten; es kommt drauf an, wie viele Menschen insgesamt in Deutschland sterben – am Virus UND wegen der harten Maßnahmen„, schrieb „Bild“ gestern in ungewohnter Schärfe.

Und weiter: „Seit April ist bekannt, dass die Zahl der Herzinfarkt-Patienten in deutschen Krankenhäusern dramatisch eingebrochen war. Dennoch hat die Politik NICHTS unternommen, um herauszufinden, wie viele dieser Menschen gestorben sind… Während die Politik uns seit Monaten täglich über jede Corona-Ansteckung informiert, erfahren wir nun mit monatelanger Verspätung von Ärzten über die tödlichen Folgen der Corona-Angst. Uns stehen noch Jahre der Pandemie und womöglich etliche Lockdowns bevor. Wir dürfen nicht länger nur auf Corona starren und alle anderen Krankheiten und Todesursachen ausblenden.“ Genau dies jedoch passiert: Bis heute werden uns keine Zahlen über die im Frühjahr in Pflegeheimen einsam wegen der Maßnahmen krepierten Hochbetagten genannt – und es steht zu befürchten, dass die nächste Isolationsrunde in Pflegeheimen bevorsteht und somit die Fehler vom Frühjahr wiederholt werden.

Es hat tatsächlich den Anschein, als wären vor allem die Alten einmal mehr Kanonenfutter einer zynischen Politik, die das Schicksal der Senioren und deren Corona-Vulnerabilität nur als Vorwand für immer weitere Grundrechtsaushebelungen und eine schleichende Machtergreifung thematisiert. In Wahrheit interessiert es die Regierung anscheinend gar nicht, ob sie sterben, wieviele sterben – und letztlich auch woran sie sterben. (DM)

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