Deutschland wird zu Tode getestet

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Corona-Test (Foto: Von zstock/Shutterstock)

Zwei Auswege gäbe es theoretisch, um diese Pandemie über die PCR-Tests sofort zu beenden: Die eine wäre, sofort aufhören zu testen. Die andere, alle positiv Getesteten einfach ein- oder zweimal nachzutesten – solange, bis dann früher oder später das gewünschte Negativergebnis herauskommt. Denn die Testungenauigkeit ist so offenkundig und gravierend, dass es ein schieres Ding der Unmöglichkeit ist, welche weitreichenden Einschnitte und politischen Extremmaßnahmen alleine auf ihrer Grundlage getroffen werden.

Nach den ohne jede Konsequenzen gebliebenen ungeheuerlichen Widersprüchen alleine bei Testergebnissen prominenter Fälle wie etwa Mitte Oktober bei diversen Fußballspielern treten immer neue Ungereimtheiten auf, die das PCR-Verfahren als ungenaues Hokuspokus erscheinen lassen: Mittwoch ließ sich Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk viermal an einem Tag auf Corona testen – mit dem irren Ergebnis, dass er zweimal positiv und zweimal negativ war. Es ist schwer zu glauben, dass ein derart ungenaues Verfahren zum Gradmesser für die schwerwiegendsten Einschränkungen von Grundrechten werden konnte; für Maßnahmen, die schädlicher als alle durch sie bezweckten Effekte sind. Anfang der Woche räumte sogar das Land Berlin ein, dass ihm die Ungenauigkeit der PCR-Tests wohlbekannt ist.

Laut Senat der Hauptstadt kann ein PCR-Test nicht belegen, dass Erreger vermehrungsfähig oder übertragbar sind – und damit überhaupt von den „Infizierten“, die auf Grundlage der Resultate in behördliche strafbewehrte Quarantäne geschickt werden, eine Ansteckungsgefahr ausgeht. Genau dies wäre jedoch, so „reitschuster.de„, die Erreger-Definition im Infektionsschutzgesetz, mit dem bekanntlich alle Maßnahmen begründet werden. „Auf Nachfrage dazu duckt sich die Regierung weg“, so Reitschuster. Man kann davon ausgehen, dass die verwaschene und und unpräzise Aussagekraft der Tests in Wahrheit Methode hat: Nur so sind diese geeignet, die Krise wunschgemäß zu verlängern, zu verschlimmern und damit die sublime politische Agenda erst verwirklichen zu können. 

Dass die Zahlen weiter „explodieren“, obwohl nun bereits „Halbzeit“ des eigentlich ja nur für November befristeten Lockdowns ist und sich jeder jetzt „Infizierte“ erst nach dessen Inkrafttreten angesteckt haben kann, lässt nur den Schluss zu, dass es sich bei dieser „zweiten Welle“ letztlich um ein Teil des völlig banalen alljährlichen Erkältungsgeschehens der saisonalen Grippe handelt, das in diesem Jahr eben einfach „Corona“ zugeordnet wird. Deshalb bringt der Lockdown höchstwahrscheinlich nicht das Geringste – wie ja auch in den Ländern mit noch schärferen Zwangsmaßnahmen der ganze Humbug nichts gebracht hat.

Dass die PCR-Tests eben sehr wohl auch auf andere Coronaviren als Sars-CoV2 ansprechen und selbige schon immer an der saisonalen Grippe Anteil hatten, erklärt nicht nur das annähernde „Verschwinden“ im Sommer, sondern auch den jetzigen Anstieg – und zwar ganz unabhängig von allen staatlichen Maßnahmen. Auf der Südhalbkugel, mustergültig zu erkennen am Wellenverlauf in Australien, war die Inzidenzverteilung genau umgekehrt: Dort folgte auf eine Riesenwelle im Sommer (entsprechend dem dortigen Winter inklusive Grippewelle) jetzt ein massiver Rückgang der Zahlen. Dazu passt, dass die Influenza in diesem Jahr praktisch verschwunden ist (jouwatch berichtete).

Man testet also auf Teufel komm raus etwas herbei, was völlig unabhängig von politischen Repressionen und Selbstkasteiungen durch Maske und Kontaktsperren abläuft und schon immer abgelaufen ist. Doch statt diesem Gedanken zumindest näherzutreten und die bloße Möglichkeit einzuräumen, dass hier offenkundig ein Fehler der Messmethode vorliegt, legt die Bundesregierung noch eine Schippe drauf: CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer fordert nun, die Kapazitäten für Coronatests noch massiv zu vergrößern.

Geisterfahrt der Testausweitungen

„Das Testen ist grundsätzlich weiter entscheidend, um Infektionen zu identifizieren. Deswegen müssen wir die Kapazitäten erhöhen“, so Seehofer zum „Spiegel“. Dies sei bisher nicht in ausreichendem Maße geschehen. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in der kalten Jahreszeit bis zu drei Millionen Tests pro Woche „notwendig“ sein könnten; machbar sind nach Institutsangaben derzeit aber nur maximal 1,96 Millionen. Die „Testproblematik“ wurde zuletzt im Corona-Kabinett beraten, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Teilnehmer.

Wenn das einzige Problem der Regierung mit den Tests darin besteht, dass nicht noch mehr als unfassbare zwei Millionen beliebig und immer noch oftmals völlig anlasslos durchgeführte Abstrichuntersuchungen wöchentlich durchgeführt werden können, fragt man sich, um was es hier eigentlich geht: Einen neuen Milliardenmarkt für Ärzte, Labore und Testhersteller sowie die für den PCR-Test verantwortlichen Virologen (etwa Christian Drosten) zu sichern? Und darüberhinaus durch Hochtreiben der absoluten Tests und damit „Fallzahlen“ die Pandemie als immer schlimmer zu illustrieren?

Gesteigert wird der Testwahn künftig noch durch die Antigentests, die nach der neuen „Teststrategie“ von CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn für mehr Sicherheit in Kliniken und Altenheimen sorgen sollen. Dafür hat sich das Ministerium bis Jahresende 26,5 Millionen solcher Tests vertraglich gesichert, die aber nach Einschätzung der Regierung nicht ausreichen werden. CDU-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier soll im Kabinett gewarnt haben, dass die „Kapazitätsgrenze bei den Schnelltests bald erreicht“ sei.

Deshalb soll nun, welch ein Wahnsinn, ein 200-Millionen-Euro-Programm die Produktion im Inland ankurbeln. Auf diese Weise werden die Zahlen nie heruntergehen. Denn nimmt man – selbst wenn man der Verheißung Glauben schenkt, ein positiver PCR-Test sei eine echte Infektion – die riesige Dunkelziffer an Infektionen an, die sich aus der schon jetzt inpraktikablen Nachverfolgbarkeit von Kontaktketten ergibt, dann gibt es einfach immer mehr Infizierte, je mehr getestet wird. Und wenn die Tests Kerngesunde als Positive nachweisen, ist das Phänomen noch ausgeprägter: Dann wird uns Corona nämlich nie mehr verlassen, selbst wenn hypothetisch jeder dagegen geimpft wäre oder es schon hatte. (DM)

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