Geliefert wie bestellt: Studie fabuliert über Polizeirassismus gegen „People of Colour“

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Streifenpolizisten im Dienst (Foto:Imago/ZUMAWire)

„Studien“, deren Ergebnisse die Spatzen bereits von den Dächern pfeifen, noch ehe sie begonnen werden: Zum Zweck der pseudowissenschaftlichen Untermauerung von Dogmen des neuen Linksstaats sind hochdotierte akademische Gefälligkeitsgutachten unverzichtbares Instrument. Thesen wie die vom allgegenwärtigen Polizeirassismus oder von Übergriffen durch staatliche Sicherheitskräfte lassen sich dann leicht „belegen“, wenn die Untersuchung auf Hörensagen, einseitige Anschuldigungen, nichtrepräsentative Erhebungen und ausschließliche Berücksichtigung von Be-, nicht Entlastungsmaterial abgestellt wird.

Die so erzielte Unterfütterung plumper Vorurteile liegt offenkundig auch einer nun vorgestellten Studie zum Thema „Körperverletzung im Amt“ vor, die – wohl ganz im Sinne der keineswegs ergebnisoffen „forschenden“ Studienleiter – beweisen soll, dass „Nicht-weiße Menschen“ viel häufiger „Diskriminierungserfahrungen“ machen als Weiße. Die mediale Dauerwurst „Rassismus bei der Polizei“ wird hier abgelöst durch Rassismus in der Wissenschaft – der die untersuchten Gruppen selbst allein nach Hautfarbe und damit rassistischen Kriterien distrahiert.

Federführend für den zweiten Zwischenbericht zum Projekt „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ ist der Kriminologe Tobias Singelnstein von der Ruhr-Uni Bochum. Wie die „Tagesschau“ bewährt-unkritisch berichtet, geht es in seiner „nicht-repräsentativen Online-Befragung“ nicht grundsätzlich um „rassistische Einstellungen in der Polizei“, sondern um „mutmaßlich rechtswidrige Polizeigewalt“. Nun ist zwar Polizeigewalt naturgemäß immer „mutmaßlich rechtswidrig“ aus Sicht dessen, gegen den sie sich richtet, womit die wissenschaftliche Aussagekraft einer Studie, die sich wie diese auf knapp 3400 Personen und 17 Experteninterviews mit Polizeibeamten stützt, gleich Null ist. Doch in einem Staat, dessen Hauptstadtpolizisten sich unter rechtsstaatswidriger Umkehr der Beweislast auf einseitige Vorwürfe der „Diskriminierung“ hin selbst entlasten müssen, wundert einen nichts mehr.

Und wenn schon methodisch und in der Fragestellung Müll dominiert, dann kann auch das Ergebnis nur Müll sein: Im Falle der besagten Studie lautet dieses, dass Menschen mit Migrationshintergrund und „People of Colour“ (PoC) in der Praxis „viel häufiger Diskriminierungserfahrungen“ gemacht haben als weiße Personen – wenigstens bei sogenannten „verdachtsunabhängigen Personenkontrollen“. Dass bei den PoC ist in 28 Prozent der Fälle eine Personenkontrolle der Auslöser für einen Polizeikontakt war und bei Menschen mit Migrationshintergrund 22 Prozent, während es bei Menschen ohne Migrationshintergrund nur 14 Prozent der Fälle sind, dünkt Studienleiter Singelnstein latent rassistisch: „Das heißt, PoC werden häufiger ohne Anlass kontrolliert“.

Rassistische Brille bei den Studienleitern selbst

Welch ein bizarrer Humbug! Dass Jugendliche am Steuer abends häufiger kontrolliert werden als Erwachsene, weil Polizisten bei ihnen eher von Fahranfängern und der Neigung zu Alkoholkonsum ausgehen, ist lebenspraktische Realität – ebenso wie es in Großstädten, wo der Drogenhandel fest in der Hand bestimmter ethnischer Gruppen ist, wahrscheinlicher ist, bei diesen in Kontrollen fündig zu werden als bei deutschen Rentnern in ruhigen Wohnvierteln. Kein Wunder, dass die „Tagesschau“ als Kronzeuge für diese spalterischen, positiv-rassistischen Thesen ausgerechnet auf „Opferanwälte“ (natürlich ebenfalls mit Migrationshintergrund) zurückgreifen muss, die dann über die „Erfahrungen“ ihrer Klienten „von Diskriminierung durch die Polizei“ berichten.

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Die Lösung soll in der noch stärkeren Gängelung von Polizisten im Einsatz durch allgegenwärtigen Generalverdacht und Einsatzkontrolle liegen – zum Beispiel im“bundesweiten Einsatz von Bodycams für Polizisten, um damit aufzuzeichnen, wenn es zu Grundrechtseinschränkungen kommt“, ebenso wie die Pflicht für die Beamten, Namen- oder Dienstnummern offen zu tragen. „Denn viele Fälle von rassistisch motivierter Polizeigewalt würden gar nicht verfolgt, beziehungsweise regelmäßig eingestellt“, weiß die „Tagesschau“.

Wieso erteilt man deutschen Polizisten nicht gleich ein allgemeines Verbot, „People of Colour“ oder Migrationsstämmige überhaupt noch zu kontrollieren, ohne dass der zuständigen „Antirassismus-“ oder Integrationsbeauftragte zuvor sein Einverständnis gegeben hat? Der rechtsfreie Raum für alles, was sich als bunt, divers oder besonders schutzbedürftig in der Opferrolle präsentiert – das scheint es ohnehin zu sein, was die geistigen Brandstifter mit ihren „Rassismus“-Polizeistudien bezwecken. (DM)

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