Aus Influenza mach‘ Corona: Sag mir, wo die Grippe ist…

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Influenza-(Grippe-)Schutzimpfung (Foto:Imago/Ukrinform)

Nicht nur Laien fragen sich seit langem, wie es sein kann, dass ausgerechnet in dem Jahr, da eine neue Pandemie die Menschheit in ihren Bann schlägt und anscheinend alle sonstigen Infektionskrankheiten in die Schranken der Bedeutungslosigkeit verwiesen hat, die alljährlich schlimmste Gesundheitsplage so gut wie verschwunden scheint: Die Rede ist von der Grippe. Die „Achse des Guten“ veröffentlichte dazu hochbrisante Hintergrundinformationen – die auch ein neues Licht auf die derzeit in den Intensivstationen behandelten Covid-Fälle werfen…

Die offizielle WHO-Seite „WHO FluMart“, die die weltweiten Influenza-Erhebungen bezüglich der Grippehäufigkeit aufzeigt, lässt keinen Zweifel zu: Offensichtlich ist die Influenza ab Frühjahr dieses Jahres einfach verschwunden – etwas, das noch in keinem bisherigen Jahr der Fall war. Normalerweise überlebt die Influenza auf niedrigem Niveau im Sommer, um dann meist im Herbst wieder anzusteigen. Das ist ganz genau das, was in diesem Jahr mit Corona passiert – und wer hier an Zufall glaubt, dem sei der höchst lesenswerte Beitrag von Gunter Frank, Mediziner und Wissenschaftsjournalist, auf der „Achse des Guten“ anempfohlen.

Frank widmet sich darin der Frage, welche plausible Erklärung es dafür geben könnte, dass nur im Jahr 2020 die Grippe ab der Kalenderwoche 17 – kurz nach dem weltweiten Ausbruch der Pandemie – global verschwunden ist? „Die großen Medien stellen diese Frage meinem Überblick nach gar nicht erst“, so der Autor; sie warnten lieber alarmistisch vor der nächsten Grippewelle – zumeist mit Bildern aus 2018, als es in Deutschland zuletzt eine reale Übersterblichkeit gab; übrigens war damals auch genau der Zustand eingetreten, vor dem heute stets als Horrorszenario gewarnt wird – die Überbelegung der Intensivstationen nämlich; all das freilich ohne irgendein öffentliches Interesse, ohne Lockdown und ohne selbstzerstörerischen Dauerpanikmodus.

Statistisch eindeutiger Rückgang

In Deutschland erfasst das Robert-Koch-Institut im extra dafür entwickelten Projekt GrippeWeb die Situation. Dort werden Stichproben erfasst, um dann eine belastbare Vorstellung des aktuellen Grippeverlauf des jeweiligen Jahres zu bekommen. Wie die „Achse“ schreibt, ist dort im Wochenbericht KW 43 folgendes nachzulesen:

„Die geschätzte Rate der die für die Bevölkerung in Deutschland neu aufgetretenen, akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist in der 43. Kalenderwoche (KW) (19.10. – 25.10.2020) gesunken. Die Rate der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI, definiert als ARE mit Fieber) ist im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls gesunken. Alle Proben werden am RKI auf 21 verschiedene Atemwegserreger, darunter Influenzaviren und SARS-CoV-2, untersucht. Bisher sind 299 Probenpaare am RKI eingegangen (Datenstand: 26.10.2020). In keiner Probe wurden bisher Influenzaviren nachgewiesen.“

Dieser Bericht spricht dafür, dass die Schutzmaßnahmen die Ausbreitung von Krankheitserregern relevant eindämmen. Influenza ist nicht gefunden worden, so Frank. In den Sentinelberichten entwickeln sich die aktuellen SARI- und ARE-Fälle so:

„Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 44. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit stabil geblieben. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt mehr Arztbesuche wegen ARE registriert, die Werte befinden sich insgesamt über den Werten der Vorsaisons. Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI) lagen validierte Daten bis zur 43. KW 2020 vor. Die Gesamtzahl stationär behandelter Fälle mit akuten respiratorischen Infektionen (SARI-Fälle) ist stark angestiegen. Dabei ist der Anteil an COVID-19-Erkrankungen bei SARI-Fällen weiter deutlich angestiegen und lag in der 43. KW 2020 bei 32%.“

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Frank führt hierzu aus, dass dieser Bericht nun gerade nicht dafür spricht, dass die Schutzmaßnahmen die Ausbreitung von infektiösen Atemwegserkrankungen relevant eindämmen. Und bezüglich der Influenza steht im Sentinel-Wochenbericht zu lesen:

„Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 44. KW 2020 in insgesamt 21 (51%) der 41 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter 19 (46%) Proben mit Rhinoviren und zwei (5%) Proben mit SARS-CoV-2. Influenzaviren wurden nicht nachgewiesen.“ Fazit demnach: Die Influenza-Aktivität ist in Deutschland derzeit sehr niedrig.

Wie niedrig, das räumen inzwischen sogar schon die corona-alarmistischen Mainstream-Medien ein: Die „Mitteldeutsche Zeitung“ etwa berichtet heute, dass seit Ende August, m Zählturnus der neuen Grippesaison 2020/21 also, bis heute (in zweieinhalb Monaten!), ganze zwei (!) Influenzafälle in Sachsen-Anhalt aufgetreten sind – ein Bruchteil dessen, was im Vorjahreszeitraum erfasst war. Selbst in „schwachen“ Grippejahren gab es so etwas nicht.

Covid statt Influenza?

Frank hat eine einfache Erklärung für diese mehr als „bescheidene“ Grippeinzidenz, vor allem mit Blick auf die zugleich überschießenden angeblichen Covid-Fälle; er hält es nämlich für ausgeschlossen, dass die Influenza seit der KW 17 komplett verschwunden ist. Tatsächlich sei es eher so, dass virale Atemwegserkrankungen klinisch kaum voneinander zu unterscheiden sind. Alles, was zu Covid geschrieben wird, lässt sich auch auf Influenza übertragen, von den Symptomen wie zu den Langzeiteffekten. Die Diagnose Covid-19 ist definitiv nicht über den Test zu stellen, sondern klinisch zunächst über Symptome einer schweren Atemwegsinfektion, und dann anhand des einzigen wohl typischen Befundes: typische Infiltrate der Lunge, erkennbar nur im Rahmen eines CTs. Ein Herzinfarktpatient oder ein Unfallopfer ohne Lungenentzündung liegen definitiv nicht wegen Covid im Krankenhaus. Frank stellt klar: „Es ist grob irreführend, diese nur aufgrund eines positiven Tests als Covid-Patient zu listen.“

Zusammenfassend stellt der „Achse“-Autor fest: Die Annahme erscheine absolut logisch, dass weltweit sehr viele als Covid-Patienten gezählte Erkrankte, sogar dann, wenn sie eine Lungenentzündung haben und/oder einen positiven SARS-CoV-2 Test aufweisen, kein Covid-19 haben, sondern „aufgrund von Influenza symptomatisch“ wurden. Vereinzelt wird dies auch für Deutschland gelten. Und sein Fazit ist ebenso ernüchternd wie beruhigend: „In keiner Weise, ganz egal unter welchen Maßnahmen auch immer, liegt in Deutschland medizinisch 2020 eine außergewöhnliche Situation vor.“  (DM)

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