Zeit-Ableger „ze.tt“ erklärt uns die Welt: Muslime Wiens sind die eigentlichen Opfer

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Kopftuch-Muslimas (Foto:Shutterstock)

Mit Klauen und Zähnen verteidigt die linke Journaille ihr durch die jüngsten dschihadistischen Terroranschläge zunehmend ins Wanken geratende islamophiles Weltbild. Ein besonders prachtvolles Beispiel für soziologische Gegenpropaganda brachte der „Zeit“-Online-Ableger für die „U35“-Klientel, „ze.tt“ – das sich nicht etwa um die zunehmende Gefährdung von Freiheit und Sicherheit der Österreicher und Europäer insgesamt sorgte, sondern natürlich in erster Linie um die wachsende „Rassismus“-Gefahr für hier lebende Muslime.

Am Beispiel einiger mit Bedacht ausgewählter Vertreter der Generation „jung-fortschrittlich-muslimisch“, wie sie in den Gehirnen messermenschlicher deutscher Nachwuchsjournalist*Innen existieren, präsentiert „ze.tt“ vier Wiener Muslimas – zwei davon interessanterweise mit Kopftuch, was wohl dem Anteil der konservativ-fundamentalistischen Glaubensvertreter der Altwelt-Umma unfreiwillig recht nahe kommen dürfte. Statt einer entschiedenen Distanzierung vom Wiener Attentäter, IS-Terror und Islamismus ist eine befürchtete Zunahme von „Rassismus“ gegen Muslime deren einziges Problem.

Wie „edle Wilde“, moralisch überhöhte Brahmanen und besonders wertvolle Vertreter der neuen Diversitätskultur, werden die vier interviewten mohammedanischen Damen in Szene gesetzt und dürfen dann wohlfeile Versatzstücke aus dem Betroffenheits-Ikebana „Muslime in der Opferrolle“ zum Besten geben: „Ich habe gelernt, mit rassistischen Vorfällen umzugehen. Ich wünsche mir aber, dass niemand mehr lernen muss, das auszuhalten„, sagt Nour Khelifi. Sie sei „mit den antimuslimischen und rassistischen Slogans von der FPÖ und Heinz-Christian Strache in Wien aufgewachsen„. Wie schrecklich. Ein Wunder, dass sie überhaupt das Erwachsenenalter erreichte!

Und die „Community-Managerin“ und Studentin Munira Mohamed, die unter ihrem Hidschab ein wenig aussieht wie die bei Israel- und US-Flaggenverbrennungen in Bangladesh oder Islamabad gerne in Szene gesetzten Witwen, sorgt sich: „Wir, die jüngere muslimische Generation, können uns vielleicht verbal verteidigen. Aber was ist mit unseren Eltern und Großeltern?“ Es kommen einem die Tränen. „Verbale Verteidigung“ hatte den vor einer Woche vom IS-Anhänger Kujtim Fejzulai erschossenen drei Opfern übrigens nichts genutzt…

Phrasendrescherei der progressiven Gut-Betuchten

„ze.tt“ hätte beispielsweise ja auch einmal fragen können, welche Gedanken sich die Hinterbliebenen der Wien-Opfer so machen. Oder was mit deutschen „Eltern und Großeltern“ ist, die zum Beispiel in Dresden bei einer Tagesreise von einem Islamisten abgestochen werden… oder die in Kirchen beten und zunehmende Angst haben müssen, dabei à la Nizza einer erneuten Rachetat für Paris zum Opfer zu fallen. Oder welche Sorgen die Hinterbliebenen des Breitscheidtplatz-Anschlages bzw. all der anderen unzähligen islamistischen Attacken der letzten Jahre so beschäftigen. Doch divers-multikulturell-toleranzbesoffene Aktivismusredakteure gehen lieber auf die Befindlichkeiten einer ein, die künftig Europa beherrschen und vielerorts bereits die Mehrheit stellen; insofern ist die journalistische Hinwendung der „Zeit“ zum Import-Islam ebenso pragmatisch wie konsequent.

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Und obwohl Nichtmuslimen durch Muslime inzwischen ein Himalaya an Sonderrechtsforderungen, Drohungen und Alltagsrisiken zugemutet wird, dem ein Maulfwurfshüglein tatsächlicher „rassistischer“ und „islamophober“ Übergriffe gegenübersteht, wird die kognitive Verzerrung in Medien und Öffentlichkeit unbeirrt weiter auf die Spitze getrieben. Als akademisches Testimonial für diese Inversion der realen Gefährdungslage in Europa lässt „ze.tt“ dann noch Rami Ali zu Wort kommen, der „als Politologe und Islamwissenschaftler in Wien arbeitet“. Viele Muslime hätten „Angst, jetzt noch mehr Hetze und Diskriminierung zu erfahren„.

Und in allerschönstem Victim-Blaming führt Ali aus: „Nach den Terroranschlägen 9/11 in den USA, dem Anschlag in London, dem Angriff auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt“ seien „die Angriffe auf Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen gestiegen.“ Deshalb sei „die Angst vor rassistischen Ressentiments ist total berechtigt„. Für Vertreter des politischen Islam mag diese Perversion von Kausalität – die Anprangerung von Reaktionen bei gleichzeitigem Ignorieren der vorausgegangenen Aktion – zum täglichen Infokampf gehören. Dass sich deutsche Polit-Magazine vor diesen Karren spannen lassen, ist nur noch erschreckend. (DM)

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