Die Corona-Wertschöpfungskette: Maskieren, testen, nachverfolgen, wegsperren, beatmen, impfen

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(Foto/Symbolbild:Imago/Limbach)

Ein regelrechter „Neuer Markt 2.0“ hat sich da rund um Corona entsponnen, mit dem Staat als Hauptnachfrager und einer ganzen Kette nachgeordneter Profiteure und Krisengewinnler, die in dieser „Pandemie für die Ewigkeit“ eine wahre Goldgräberstimmung erleben. Nicht nur Privatunternehmen und Ärzte, auch institutionelle, zum „wirtschaftlichen“ Haushalten gezwungene Einrichtungen des Gesundheitswesens, vor allem aber der öffentliche Dienst. Sie alle wollen ihr Stück vom Kuchen abhaben.

Diese Woche verkündete das Bundeswirtschaftsministerium, ganz im Trend der neuen Zeit, den Start eines Infoportals für „Schutzausrüstung gegen Corona“: Unter dem Stichwort „MAPS“ können Anbieter auf der Webseite des Ministeriums Angebote für Masken listen, die den EU-Standards für Medizinprodukte entsprechen – inklusive Preis, Maskenart und Hauptproduktionsort, wie „dts Nachrichtenagentur“ unter Berufung auf die Funke-Mediengruppe berichtete.

Ziel sei es, dass Unternehmen und öffentliche oder andere Einrichtungen sich informieren könnten, wo sie zertifizierte Masken beziehen können. Zunächst geht die Plattform mit 24 Angeboten an den Start, es soll aber erweitert werden. Das Wirtschaftsministerium fördert den Ausbau der Maskenproduktion in Deutschland mit insgesamt 60 Millionen Euro. Dadurch sollen zehn Milliarden Masken pro Jahr zusätzlich produziert werden. Ein Riesenmarkt – mit dem Staat bzw. den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen als Key-Accounter.

Doch hier soll es gar nicht nur um die üblichen, in der Pandemie nachgefragten Massenartikel wie Hygieneprodukte, Desinfektionsmittel und vor allem Masken gehen; dass durch Corina neue Milliarden-, wenn nicht gar Billionenmärkte geschaffen würden, stand bereits im Frühjahr fest. Die noch größere Hausse erleben all die „Player“ und Einrichtungen des Gesundheitssystems im weitesten Sinne, die mit zunehmendem Infektionsgeschehen, wachsenden Fallzahlen, mehr „schweren Verlaufsfällen“ (ob realen oder behaupteten), vor allem aber: mehr medialer Panikmache immer mehr Aufträge erhalten – und denen sich so auch immer mehr Gewinnmöglichkeiten erschließen.

Das Giga-Geschäft mit der Angst

Diese Woche warfen die Folgetests des wieder einmal medienwirksam in Quarantäne gesteckten Bundesaußenministers Heiko Maas die Frage auf, wieviele PCR-Tests eigentlich pro Person veranschlagt werden müssen, bis dann irgendwann Spuren oder Trümmer eines Virus gefunden und eine „Infektion“ vermeldet werden kann, die wenig über eine reale Infektion zum Zeitpunkt des Tests besagt, wird gar nicht gestellt – obwohl das schiere Volumen (mittlerweile rund 1,6 Millionen Tests) einen Milliardenmarkt geschaffen hat, der seine eigene Dynamik, seine eigenen kommerziellen Motive geschaffen hat. Doch nicht nur dass mehrfach dieselben Personen getestet werden, wahlweise bis sie endlich positiv oder dann irgendwann endlich wieder negativ sind, führt zur derzeitigen Aus- oder gar Überlastung der deutschen Labore.

Neben Behörden, Großfirmen und systemrelevanten Berufsgruppen des Bildungsbereichs und des Gesundheitswesens sorgen Ärzte und Kliniken selbst für die Aufrechterhaltung der Massentests, und daran wird wohl auch die vom RKI diese Woche angekündigte veränderte Teststrategie wenig ändern. Wer sich schon länger darüber wundert, wie der nicht enden wollende Nachschub an Testpersonen eigentlich zustande kommt, der vergegenwärtige sich, dass jeder niedergelassene Arzt 15 Euro pro Abstrich bekommt – oder auch nur dafür, dass er einen Patienten an ein Corona-Testzentrum überweist.

Dies hat dann praktisch zur Folge, dass selbst solche Patienten, die aus völlig anderen gesundheitlichen Gründen Ärzte aufsuchen, gewohnheitsmäßig zum Abstrich geschickt werden – sobald sich irgendein Bezug zur angenommenen (und nicht zuletzt aus diesem Grund als diffus beschriebenen) „Covid-Symptomatik“ herleiten lässt, die bekanntlich mittlerweile von Nackenschmerzen bis zu Dauererektion reichen kann. Und in Kliniken werden Patienten aus allen Bereichen ohnehin vor Aufnahme getestet. Im Ergebnis führt diese Praxis dazu, dass die PCR-Testmanie für reichen und anhaltenden Nachschub (alleine schon wegen der falschpositiven Varianz) an Patienten sorgt.

Testindustrie als Selbstläufer

Nun kostet ein einzelner Test, wie er vom Bundesamt für Gesundheit (bei entsprechender Indikation) oder von den Krankenkassen übernommen wird, regulär 50,50 Euro, tatsächlich variieren die Kosten von Bundesland zu Bundesland und auch von Labor zu Labor und können auch 80 oder sogar 100 Euro kosten; bei einem angenommenen Schnitt von 60 Euro; bei zwischen 90 und 100 Millionen Euro jede Woche, und das noch auf Jahre hinaus oder gar für immer, wird hier ein völlig neuer Wirtschaftszweig installiert, eine regelrechte Testindustrie. Zählt man anstehende Massenverabreichung kommender Medikamente plus den sehnlichst erwarteten Impfstoff hinzu, so ergibt sich eine komplette Wertschöpfungskette, an der Unzählige mitverdienen wollen.

Und schon rufen die sich gegenseitig hochschaukelnden Kennzahlen und Parameter der herbeigeredeten und immer bedrohlicher ausgemalten Katastrophe, die nun endlich im Winter das bringen soll, was uns im Frühjahr „versprochen“ wurde – überlastete Intensivstationen, Triagen, Massengräber – neue Begehrlichkeiten der zur „Kostenneutralität“ oder gar Gewinnmaximierung gezwungenen Krankenhäuser auf den Plan, die schon wieder auf Belegungspauschalen und Bundesmittel für komplett leergeräumte und freigehaltene Kliniken schielen – und dafür den Regelbetrieb entsprechend herunterfahren und sonstige Eingriffe und Operationen verschieben wollen.

Kein Wunder, dass nun immer mehr Funktionäre, Klinikchefärzte und -Manager in die Kassandrarufe einstimmen. Jeder will von der Hysterie maximal profitieren. Solange, bis dann der Intensivstationen-Hype durch den Impf-Hype abgelöst wird – und damit nach Masken- und Desinfektionsmittelherstellen, Laboren, Kliniken die nächsten Absahner antreten, Kasse zu machen: die Biotech- und Pharmaindustrie und ihre „Wohltäter“ der Impfallianzen.

Corona bald die geringste Sorge

Bei alledem ist noch nicht einmal der gigantische Wirtschaftsbetrug der „Scimmer“ und „Absauger“ eingerechnet, die Gelder abzweigen, die in nie dagewesenem Ausmaß von Regierungen lockergemacht werden – vom Betrug bei den Soforthilfen, erschlichenen Förderkrediten oder der erwartbaren Abschöpfung von milliardenschweren EU-Transferleistungen durch mafiöse Strukturen in Südeuropa.

Und all diese Mittel fließen auf Pump – in einem astronomischen Ausmaß, gegenfinanziert durch die soziale und wirtschaftliche Zukunft ganzer Generationen, die mit Steuern und Beiträgen die Zeche zahlen sollen – was ebendiese Zukunft, angesichts Rezession und drohender Inflation, mehr als düster aussehen lässt. So düster, dass die Pandemie selbst – selbst dann, wenn sie wirklich so gefährlich wäre wie von seinen schwarzseherischen Promotoren dargestellt – bald unser geringstes Problem sein wird.

Doch solange Corona noch das alles beherrschende Oligopol markiert, bewirkt diese Krise eine nie dagewesene Vermögensverschiebung hin zu (bzw. Konzentration bei) einigen wenigen Krisengewinnlern und Systemsparten, bei gleichzeitiger Verarmung von Mittelstand und Unterschicht (die politisch und ökonomisch immer abhängiger und unselbständiger werden). Und während sich einige auf dem sinkenden Schiff die Tasche voll machen, wartet China als der große globale Profiteur darauf, die Konkursmasse zu übernehmen. Es fällt zunehmend schwer zu glauben, dass all dies keinem größeren Plan folgen soll. (DM)

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