Wie kann das sein? Intensivmediziner behauptet, Aufnahme von Patienten aus Ausland noch möglich

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Foto: Shutterstock (1351902701)

Seit Wochen läuten wieder die Alarmglocken. Spätestens seit Beginn der alljährlichen Grippesaison heißt es: Die Intensivbetten werden knapp, es fehlt an medizinischen – und Pflegepersonal, bald müssen auch in Deutschland Massengräber ausgehoben werden.

Und jetzt das:

Solange es noch Krankenhäuser und Bezirke mit einer geringen Patientenausauslastung gibt, kann Deutschland dem Intensivmediziner Stefan Kluge zufolge weiterhin Covid-19-Patienten aus dem Ausland aufnehmen. „Man muss ja wissen, dass es durchaus Länder gibt in Europa auch Nachbarländer, wo Patienten sterben momentan, weil es kein Intensivbett, weil es kein Beatmungsgerät gibt“, sagte der Leiter der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der RTL/n-tv-Redaktion. Angesichts steigender Zahlen von Covid-19-Patienten auf Intensivstationen sei die Aufnahme von Patienten aus dem Ausland eine schwierige Frage, die man kontrovers diskutieren könnte.

„Ich persönlich denke aber, wenn wir Krankenhäuser haben und Bezirke, wo wir sehr wenig Krankenhaus- und Intensivpatienten haben, dann können wir uns das momentan noch leisten“, so Kluge. Krankenhäuser, Politik und Behörden müssten dazu eng vernetzt zusammenarbeiten. Klar sei aber: „Allzu viele Patienten können wir nicht aufnehmen: dafür reichen irgendwann wahrscheinlich auch nicht bei uns.“

Und wenn es dann eng werden sollte? Werden die ausländischen Patienten dann wieder abgeschoben, um für kranke Deutsche Platz zu machen, oder müssen dann die Einheimischen einfach warten, bis wieder mal ein Bett frei wird? (Mit Material von dts)

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