Hetze statt US-Wahlberichterstattung: Diese Medien sind die Pest!

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(Symbolbild:Imago/Manngold)

Ob nun – wonach alles aussieht – Biden das Rennen macht oder doch Trump (sei es im letzteren Fall durch ein eher unwahrscheinliches Stimmergebnis in den noch nicht „gecallten“ offenen Restbundesstaaten heute oder durch Urteil des Supreme Court, den er im Falle der Niederlage auf jeden Fall anrufen wird): Es bleibt in jedem Falle festzuhalten, dass dieser Wahlkampf den absoluten Tiefpunkt der medialen Berichterstattung und vor allem des Journalismus markiert – und der Demoskopie gleich mit dazu.

Vor allem in Deutschland, wo man zunehmend den Eindruck bekam, die Präsidentschaft würde sich hierzulande entscheiden, (und sei eigentlich gar nicht Sache der Amerikaner, die sicher ausgerechnet von uns Deutschen Nachhilfe in Sachen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit brauchen) war die Zumutung nicht nur der öffentlich-rechtlichen Sender, sondern auch des fast kompletten Privatfernsehens so groß, dass von Nachrichten- oder Informationsvermittlung praktisch gar keine Rede mehr sein konnte. In ihrem Bestreben, Trump zugleich zu dämonisieren und der Lächerlichkeit preiszugeben, übertrafen sich die Studioleiter, Ansager und Kommentatoren gegenseitig.

Die Lieblingsphrase, Trump habe „die USA gespalten“, fände – so ist hier einhellig zu hören und lesen – ihren Niederschlag in diesem Wahlergebnis, das – so ZDF-US-Korrespondent und -Kampagnero Elmar Theveßen – die „Zerrissenheit“ des Landes nach vier Jahren Trump zeige. Welch ein hirnerweichender Unsinn! Dass sich zwei starke Lager fast gleichstark gegenüberstehen, ist noch kein Ausdruck für „Spaltung“, sondern von gelebter Demokratie – und vor allem in Staaten mit Mehrheitswahlrecht der absolut natürliche, lebenswichtige Zustand einer Republik.

Kanzler-Gefolgsleute in Merkeldeutschland, wo eine Groko zunehmend selbstherrlicher regiert und es außer der AfD neben einem faktischen Einparteienblock keinerlei Realopposition mehr gibt, müssen dies als verstörend empfinden – deshalb belegen sie den kompetetiven Normalzustand mit der Schmähvokabel „Spaltung“. Eine Spaltung gibt es in Amerika tatsächlich, so wie auch in Deutschland – doch die manifestiert sich in der zunehmenden Intoleranz und moralischen Überheblichkeit einer Seite, die durch Political Correctness, Cancel-Culture und Ausgrenzung jeglicher missliebiger Ansichten als „rechtspopulistisch“ ihr Gift in die Gesellschaft träufelt.

Politische Fundamentaldebatte als „Spaltung“ angefeindet 

Mehr Kampagne, Hetze und Voreingenommenheit war nie. Und wenn Biden jetzt – denkbar knapp – zum Sieg gelangt, werden sie sich nicht entblöden, auf die Richtigkeit der eigenen Prognosen zu verweisen – obwohl sie diesmal damit fast so schlimm danebenlagen wie vor vier Jahren bei ihrer Prognose von Hillary Clintons „Triumph“: Von den 7 oder 8 Prozent Vorsprung Biden war hier nichts mehr zu erblicken, von einem „Landslide Victory“ ganz zu schweigen. Im Gegenteil, es spricht etliches dafür, als verdankt der demokratische Gegenkandidat seinen „path to the White House“ nur einer mehr als fragwürdigen und mutmaßlich betrügerisch nachgeschobenen Stimmenflut der nicht ohne Grund von Trump beargwöhnten Briefwahlen.

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Alle Meinungsumfragen und in ihrem Gefolge die Medien verkündeten einen Vorsprung, den es faktisch nie gab. Und wie um die eigenen Vorhersagen nachträglich zu bestätigen, brachte die ARD gestern eine Trend-Umfrage in Deutschland, demzufolge 75 Prozent Joe Biden die Führung eines Staates wie den USA zutrauten, Trump hingegen nur 9 Prozent. Schwarz auf weiß präsentierten die öffentlich-rechtlichen Mindsetter damit, wie fulminant die eigene Propaganda der letzten Jahre gewirkt hat.

Dass selbst die Biden-freundlichen Polls in den Staaten eine ganz andere Sprache sprechen (wiewohl auch diese sich in der Wahlprognostik beeindruckend geirrt hatten) und dass Trump von der Hälfte seiner Landsleute völlig anders wahrgenommen wird – das ist hier natürliche keine Silbe im Äther wert: Tatsächlich hat Trump, das räumen sogar viele seiner Gegner ein, mehr Wahlversprechen gehalten als seine letzten drei Vorgänger zusammen – und er hat „geliefert“, wofür er ins Amt gewählt wurde. Hat einer der gebührenfinanzierten Klugscheißer bei ARD, ZDF, Phönix und so weiter einmal daran gedacht, wie diese Wahl eigentlich ausgegangen wäre, hätte es Corona nicht gegeben? Trump hätte einen Erdrutschsieg errungen.

Auch bei Biden-Sieg: alle Vorhersagen und Einschätzungen haushoch verfehlt 

Dass es sich um die höchste Wahlbeteiligung seit 1908, vielleicht sogar seit 1876 gehandelt hat und Biden soviele Stimmen mobilisieren konnte, dass er – wie seine mediale Gefolgschaft auftrumpfend vermeldet – mit über 70 Millionen die höchste Zahl je für einen Präsidentschaftsbewerber in der US-Geschichte abgegebenen Stimmen errang und in der Popular-Vote führt: All dies verdeutlicht die peinliche Knappheit seines Siegs umso mehr, und beweist, wie gut sich Trump entgegen aller Weissagungen in dieser Wahl schlug. So gut jedenfalls, dass der Journalismus und vor allem die Demoskopie, die beide auf ihre Weise den „social bias“, eine tendenziöse Voreingenommenheit verinnerlicht haben, eigentlich in puncto Glaubwürdigkeit auf Jahre ruiniert sein müsste.

Doch sie machen munter immer so weiter: Selbst die gestern zu reihenweise überschäumenden Schlagzeilen der vereinten globalen Linkspresse führende Pressekonferenz von Trump gestern früh wurde in bösartiger Entstellung des tatsächlich Gesagten sogleich wieder benutzt, um dessen „Demokratieverachtung“ und Charakterlosigkeit zu demonstrieren. Bewusst – oder aus schierer Blödheit – wurde dabei Trumps Forderung, „stop voting„, fehlübersetzt und behauptet, der Präsident habe den Stopp der weiteren Stimmauszählung gefordert. Tatsächlich bezog sich Trump dabei auf die möglicherweise verfälschenden, späten Briefwahlentscheidungen – was in Deutschland eine absolute Selbstverständlichkeit wäre, dass keine nach Schließung der Wahllokale nicht eingegangenen Stimmen mehr Berücksichtigung finden dürfen.

Die Verteufelung Trumps auf allen Ebenen geht folgerichtig einher mit einer geradezu verzückten Positivberichterstattung zugunsten Joe Bidens und vor allem seiner Vizepräsidentin (einer verkappten Kommunistin, auf die das linke Establishment dies- und jenseits des Atlantiks seine eigentlichen Hoffnungen richtet) – und lässt außer Acht, dass Biden nicht nur schon einmal acht Jahre mit Obama die Geschicke dieses Landes leitete und darin so versagte, dass er Trump erst den Weg öffnete; es wird auch vergessen, das er stets „that black guy“ war, das weiß-konservative Feigenblatt an der Seite Obamas, der diesen für das „WASP“-Amerika (white anglo-saxian protestants) wählbar oder zumindest erträglich machen sollte. „Unbesorgt.de“ schreibt: „Es kann keine Rede davon sein, dass er ihm Schwarze Wähler zutreiben sollte – das konnte Obama schon selber. Erste Wähleranalysen zeigen, dass Trump gerade bei den Wählergruppen stark zugelegt hat, deren sich Joe ‚You aint black‘ Biden so sicher war.“.

Deutsche Welterklärer haben Hochkonjunktur

Den Meinungsmachern und -forschern (was heutzutage ja irgendwo ein und dasselbe ist) wird dies gleich sein. Zu Wort lassen sie jene kommen, die ihnen das einflöten, was sie hören wollen: dass Trump jetzt einen „Bürgerkrieg“ anzetteln würde, einen Weltenband – entweder im Fall der Niederlage, und sogar dann, wenn es doch noch zum unwahrscheinlichen Turn-Around käme. Der Kölner Politikwissenschaftler Thomas Jäger verstieg sich im „Deutschlandfunk“ zu der steilen These, Trump könnte „größenwahnsinnig“ aus der Wahl herausgehen, wenn er gewönne. War er das aus deutscher Sicht nicht längst?

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So wie sie schon Zerrbilder berichtet hatten, Trump-Wahlhelfer würden vor Wahlkabinen demokratische Wähler drangsalieren und einschüchtern, so tippen sie jetzt auf Kurzschlusshandlungen des verhassten „Orange Man“, der womöglich putschen oder mit „Privatarmeen“ der Rechten für Anarchie in den Städten sorgen könnte. So etwas können sie sich natürlich gut vorstellen, all die Sympathisanten der „Black-Lives-Matter“-Briganten, Antifa-Terroristen und -Plünderer.

Selbst gestandene deutsche Juristen fallen diesem Framing anheim – und interpretieren Handlungen und Usancen im US-amerikanischen Wahlverfahren sowie Trumps Verhalten, das sich weder bei der Besetzung von Richterstellen noch bei dem Vorbehalt der Anfechtung von knappen Wahlresultaten in irgendeiner Weise von seinen Amtsvorgängern zu allen Zeiten unterscheidet (Kennedy, Reagan, Gore vs. Bush 2000 und viele andere Fälle lassen sich hier aufzählen), als kriminell oder „semiautoritär„, so die Verfassungsrechtlerin Michaela Hailbronner in der „Welt„. Wie bewertet Hailbronner dann eigentlich Merkels Politiker fortgesetzten Rechtsbrüche, gerade was das gegenwärtige Corona-Notstandsregime betrifft – oder ihren Ukas vom Februar, mal eben eine Ministerpräsidentwahl in Thüringen „rückgängig“ zu machen? So kennt man sie inzwischen, die Musterdemokraten diesseits des Teichs, die da meinen, den USA die Leviten lesen zu können. (DM)

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