Gesichtslappen als Fetisch: Wie wir auf den ewigen Maskenzwang eingestimmt werden

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"The new normal": "Trend"-Masken-Auswahl im Schaufenster (Foto:Imago/Peters)

Der grausame und in seinen psychologischen sowie sozialen Folgen noch überhaupt nicht abschätzbare Maskenzwang geht einher mit einer üblen Dauergehirnwäsche, durch die uns dieses Symbol der Unfreiheit propagandistisch als eine Kostbarkeit, ein stylisches Gimmick und hippes neues Alltagsutensil schmackhaft gemacht werden soll. Jenseits ihres vielbeschworenen (und wissenschaftlich gerade nicht belegten) Nutzens soll der Gesichtslappen so zum freiwillig getragenen Modeaccessoire aufgewertet werden.

So selbstverständlich wie eine Kappe, ein Schal oder aus Sicht seiner Befürworter sogar wie eine Unterhose soll uns die „MNB“, ob nun aus Vlies, Stoff, in Schutzklassen oder improvisiert, als stilprägende Begleiterscheinung dieser Pandemie dauerhaft erhalten bleiben und nach Möglichkeit auch ganz losgelöst von ihrem (behaupteten) praktischen Zweck weiterhin getragen werden – das ist jedenfalls der erklärte Wunsch von Modedesignern, Trend- und Zukunftsforschern, welche versuchen, diese Perversion als segensreiche Erfindung zu verkaufen. Das Ziel ist, die Pflicht zur Kür werden zu lassen – und aus Gezwungenen regelrechte Fetischisten zu machen.

Kein Wunder, dass letzte Woche im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDR der Staatsfunk wieder mal begeistert für die Maske trommelte – und „pfiffige“ und „kreative“ Vorschläge anheimstellte, wie sich allen Ernstes ausgerechnet Weihnachtsgefühle durch individuelle Motivmasken erzeugen ließen. Es war nicht das erste mal: Schon im Sommer und Herbst versuchte das „Erste“ wiederholt, die Akzeptanz für das bußgeldbewehrte Unterdrückungsinstrument zu erhöhen – und jetzt, zur nahenden Adventszeit, erneut. Und es sind nicht nur geschäftliche Interessen pfiffiger Hersteller, die hier treibende Kraft sind.

Symbol der Unfreiheit als hippes Accessoire

Fröhliche Menschen, die von der (in der Natur aus gutem Grund nicht vorgesehenen) künstlichen Bedeckung der Atemorgane gar nicht genug bekommen können und es offenbar das normalste der Welt finden, wenn nicht nur Großteile der zwischenmenschlichen Kommunikation – Sprechen, Lachen und Mimik – hinter Stoff und Synthetik verschwinden, sondern auch Gesundheitsrisiken in Kauf genommen werden, die – im Gegensatz zur absurden Annahme eines  Ansteckungsschutzes vor Viren – sehr wohl real sind: Schädliche Bakterien, Krankheitserreger, Pilzsporen, Keime. Fröhliche Weihnachten.

Wäre das Tragen der Maske nur empfohlen, dann könnte sich gerne jeder von Kopf bis Fuß damit behängen und sich gerne 10 Stück übereinander vors Gesicht binden, bis er daran erstickt. Doch hier geht es um ein Zwangssymbol, ein „Textil der Unfreiheit“, das die Menschen wortwörtlich knebelt und ihnen das Bewusstsein eines ewigen Ausnahmezustands dieser Pandemie in Mark und Bein übergehen lässt. Und wie bei jungen Kätzchen die „Tragestarre“ dazu führt, dass sie geduldig alles über sich ergehen lassen, so bedingt auch die „Maskentragestarre“ (nebst der Bestätigung, gemeinsam mit der breiten Masse untertänig-konformistisch das oberste Gebot der gemeinsamen „Regelbefolgung“ zu erfüllen) eine Passivität, die schnell in Unmündigkeit – hier sogar buchstäblich – umschlägt. (DM)

 

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