Lockdown bis zur Impf-Erlösung?

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Foto: Von Tatevosian Yana/Shutterstock

Ein ganz wesentlicher Hintergrund zum Verständnis dessen, was sich derzeit in Deutschland (und übrigens weltweit) abspielt, ist die weiterhin von fast allen westlichen Regierungen unbeirrt betriebene Schaffung einer regelrechten Infrastruktur zur Massenverabreichung des kommenden Corona-Impfstoffs. Nichts drohte dieses Jahrtausendprojekt von Pharmaindustrie und schein-philanthropischen Strippenziehern wie Bill Gates mehr zu gefährden als die nachlassenden Fallzahlen im Sommer. Doch man wusste sich bekanntlich zu helfen.

Und tatsächlich folgt die derzeit aufbrausende „zweite Welle“ scheinbar einer unheimlichen Choreographie, als deren Folge nun endlich wieder die Situation erreicht ist, in der die Menschen früher oder später nach einem Impfstoff geradezu betteln, um ihre Normalität zurückzugewinnen. Und diese vollzog sich in mehreren Akten: Zuerst gezieltes Testen von Reiserückkehrern; willkürliche Festlegung von „Corona-Ampeln“ mit an absoluten, nicht relativen Zahlen geknüpften Grenzwerten; dann die massenhafte Ausweitung von Testkapazitäten und ein Umschwenken auf gänzlich anlasslose Tests – wodurch früher oder später zwingen die Grenzwerte überall gerissen werden; und dann wieder schrittweises Anziehen der Zügel – bis hin zum neuen Lockdown, den wir jetzt glücklich erleben dürfen, obwohl ein ebensolcher doch gerade noch vor zwei Monaten für unnötig und wirkungslos erklärt wurde.

So erklärt sich dann auch, warum dieser Lockdown diesmal die Menschen fast nur dort trifft, wo die Lebensfreude leidet: Keine Freizeit, kein Sport, keine Parties, keine Familienfeiern, keine Gastronomien. Es muss weh tun, und Linderung darf nur die Impfung bringen. Egal wie riskant und möglicherweise sie sein wird. Auf dieses Pferd hat man gesetzt, hat Milliarden investiert, hat sich beteiligt an Biotech-Firmen, hat Vorverträge und Abnahmeverpflichtungen unterzeichnet. Nur ein ermüdetes, verängstigtes Volk schreit nach Erlösung, denn Skepsis und mögliche Impfzurückhaltung auf eine Vakzine lassen sich durch einen möglichst lange aufrechterhaltenen Lockdown natürlich wirksam senken.

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So ist denn auch die gestrige Einigung von Bund und Ländern auf ein „einheitliches Vorgehen beim Impfen gegen das Coronavirus“ zu sehen: Der Bund soll die Beschaffung des Impfstoffes finanzieren und die Länder eigenständig Impfzentren einrichten, heißt es in der Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz laut „dts Nachrichtenagentur“. Und je nach Bedarf sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen den Ländern unter die Arme greifen, während sich der Bund an den Kosten der Impfzentren zusätzlich über die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen wird.

Konzertiertes Vorgehen zwischen Regierungen und Lobbyisten

Welche Bevölkerungsgruppen wann ihre Impfungen bekommen können, soll bundeseinheitlich geregelt werden. „Nach Zulassung eines Impfstoffes ist zunächst von einer begrenzten Anzahl verfügbarer Impfdosen auszugehen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Wichtig ist trotzdem – obwohl (oder gerade weil) der „Stoff“ anfangs knapp ist, dass ein Run auf den „goldenen Schuss“ einsetzt und nach Möglichkeit auch der letzte Bürger zum nächstgelegenen Impfzentrum hinkriecht.

Die Länder wollen sich darauf verpflichten, dass sie alle die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission anwenden und überwachen werden, welche Personengruppen zuerst geimpft werden sollen. Sogar die Terminvergabe wird den Plänen von Bund und Ländern zufolge nach einheitlichen Standards in allen Impfzentren gleich ablaufen. Einzige Ausnahme: Pflegeheimbewohner, die ja zur Risikogruppe gehören und voraussichtlich bevorzugt geimpft werden, werden nicht in die Zentren kommen müssen; diese sollen von den Ärzten besucht werden. Auch Transport und Lagerung des Impfstoffes sollen während der Pandemie nach strengen Regeln erfolgen. Bundesweit wird der begehrte Impfstoff demnach an 60 Standorte geliefert werden.

„Die Standorte werden dem Bund bis zum 10. November abschließend benannt“, heißt es in der Beschlussvorlage. Geliefert werden darf der Impfstoff entweder durch die Bundeswehr oder durch die produzierenden Firmen. Bezahlen soll das ganze Theater – vom Impfstoff bis zur Logistik -, wer sonst, natürlich der Steuerzahler. Die Gewinne für die Präparate, wie auch die Folgeverwertung der Patente, werden den Firmen als eigentlichen Corona-Krisengewinnlern zugute kommen, die ihre Staatskontrakte politischen Lobbyisten wie WHO, Gavi und Oxford  verdanken. (DM)

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