Erdogans Mehrfrontenkrieg: Hitler am Bosporus

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Erdogan (Foto:Von Drop of Light/shutterstock)

Der frei drehende Westen hat ein Problem mit sich selbst. Jahrzehntelange linksideologische Hegemonie hat ihre Spuren hinterlassen, färbt jeden Diskurs, meist einseitig. Der gefährlichste Mann der Welt? Von ARD bis taz und tief in etliche Parteien hinein dürfte die Antwort, kurz vor den Wahlen in den USA, lauten: Donald Trump.

Von Hans S. Mundi

Die Linken haben nie ihren Frieden mit „den Amis“ machen können, haben doch die amerikanischen Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs ff. aktiv verhindert, dass der Kommunismus über den Ostblock hinaus die gesamte Welt beherrschen konnte. Doch die Linke ist wie ein mutierter Virus, sie wandelt sich und kehrt immer wieder. Und sie will es nicht erkennen: Der politisch sendungsbewußte und missionierende Islam, sowie Erdogan, als ein Kopf der großen Hydra, sie sind es, die die größten Gefahren für unsere westlichen Gesellschaften mitsamt ihrer Freizügigkeit und Offenheit darstellen.

In der frühen Phase seiner Amtszeit verfolgte er eine konservative Politik, die der Ausrichtung seiner im religiös-konservativen Milieu verhafteten Wählerschaft entsprach. So wird seit seiner Amtszeit in städtischen Lokalen kein Alkohol mehr ausgeschenkt…. In seiner Zeit als Bürgermeister fällt eine viel zitierte Aussage Erdoğans bei einer Pressekonferenz: Laizistisch und gleichzeitig ein Moslem zu sein, sei nicht möglich („Hem laik hem Müslüman olunmaz“). In einem Interview mit der Zeitung Milliyet bezeichnete er sich als Anhänger der Scharia. In einem Sonntagsgespräch mit Nilgün Cerrahoğlu erwiderte er auf die Frage, wie es mit der Demokratieverbundenheit der Wohlfahrtspartei aussehe: „Perfekt. Aber ist Demokratie der Zweck oder das Mittel? […] Wir meinen, dass Demokratie nicht der Zweck, sondern das Mittel ist.““

Es war immer offensichtlich, wer Edogan ist bzw. war, wofür er einsteht und was er anstrebt. Der islamische Wolf im Schafspelz schaffte es tatsächlich, den Westen einzulullen und selbst einen Donald Trump relativ ruhig zu stellen. Selbst sein Teilzeit-Kooperationspartner Putin hält den russischen Säbel verdächtig ruhig – warten alle auf den Knall und wollen den Schuß möglichst nicht hören? Stellen sich alle blind und taub weil es bequemer ist…? In Frankreich ist die Ruhe zerstört, die islamistische Einheitsfront greift kontinuierlich Land und Leute und Satirezeitschriften an, es brennen die Kirchen der Christen in unheimlicher Serie, es werden Menschen in Kirchen mit Messern attackiert und unschuldigen Opfern auch sonstwo die Kehlen durchgeschnitten. Das Märchen vom „psychisch gestörten Einzeltäter, der nichts mit dem Islam zu tun“ habe, kann vorerst nur noch in Deutschland nach jedem Allahu-Akbar-Attentat erzählt werden – in Frankreich glaubt diesen feigen politischen Unsinn keiner mehr. Deshalb schäumt Erdogan als nunmehr wilder Wolf und reiht die Franzosen in seine Angriffskriege ein.

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Ein Mann in osmanischer Tracht, ergänzt durch einen sonderbaren Hut und eine  gigantische Türkei-Flagge, spaziert durch die Reihen und lässt sich bereitwillig fotografieren. Er symbolisiert, was Erdoğan später ausspricht: „Wir sind alle die Enkel von Sultan Süleyman“, wird der Ministerpräsident sagen, „und die Enkel von Kara Mustafa“. Sultan Süleyman der Prächtige war jener Sultan, der die Erste Türkenbelagerung Wiens 1529 zu verantworten hatte. Kara Mustafa war Oberbefehlshaber während der Zweiten Türkenbelagerung 1683.“

Wie kann man so naiv, dumm, feige und blind sein, wie es EU und USA, wie es teilweise Russland und andere Länder, lange waren? Erdogan posiert sogar in Wien als Eroberer, als Osmane, als islamischer Feldherr, als Angriffskrieger, als Verächtlichmacher jener „ungläubigen Hunde“ auf welcher muslimische Krieger seit Jahrhunderten Jagd machen. Wie konnte man das Unheil nicht kommen sehen, welches inzwischen unglaubliche Parallelen zu jenem Adolf Hitler aufweist, der ebenfalls über freie Wahlen an die Macht gelangte, das Land sukzessive gleichschaltete und darauf Barbarei und Diktatur aufzubauen…?!

Erdoğans dreieinhalb Kriege

Die Türkei ist rings ums Mittelmeer militärisch aktiv. Dahinter steckt eine neue außenpolitische Doktrin, die auch die Europäer provoziert … Die Türkei führt in Libyen und im Nahen Osten Kriege, die sie beschönigend „grenzüberschreitende Operationen“ nennt. Es geht ihr um Einfluss, um militärische Vorherrschaft, um Energievorkommen und um eigenmächtig abgesteckte Seegrenzen. Ankara ist zu einem bestimmenden Akteur in Libyen geworden und zu einer Kriegsmacht am Mittelmeer und im Nahen Osten, an der keiner mehr so leicht vorbeikommt … Dass die Türkei ihre Hegemonialansprüche derzeit so aggressiv verfolgt, hat nicht nur Konsequenzen für die Staaten am Mittelmeer und ihre Nachbarn im Nahen Osten. Es geht auch die Nato etwas an, deren Mitglied die Türkei seit bald 70 Jahren ist, und die Europäische Union. Mit ihr laufen formal Beitrittsgespräche, doch die EU und die Türkei werden zunehmend zu Konkurrenten und Gegnern. Ob beim Flüchtlingsthema, in Energiefragen oder bei der Befriedung der europäischen Nachbarschaft – die türkische Regierung vertritt Standpunkte, die mit den europäischen unvereinbar sind.“

Erdogan bekämpft in Syrien die Bekämpfer des „Islamischen Staates“, die Kurden. Reaktion der USA: Rückzug. Erdogan greift die verhassten Armenier an, welche man innerhalb des osmanischen Türkenreiches seinerzeit schon einmal grauenvoll massakrierte. Russland ist der Schirmherr in Berg-Karabach. Reaktion: Keine. Erdogan bedrängt pausenlos das teils bereits okkupierte Zypern und den Nachbarn Griechenland. Reaktion der EU und der NATO: Appeasement. Auch Hitler führte am Schluss einen Mehrfrontenkrieg, Kampf bis in den Untergang ist irgendwann der letzte Impuls in Diktatorenköpfen. Erdogan wird eben nicht aufhören, genau wie Hitler. Wie die Geschichte damals geendet hat, ist bekannt.

 

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