Nach landesweiten Protesten: Argentinien beendet Schritt für Schritt den Lockdown

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screenshot Youtube

Die Argentinier haben sich durchgesetzt: Für sie ist der Lockdown beendet. Zu Tausenden gingen sie auf die Straße und zwangen ihre Regierung, die Freiheitsbeschränkungen aufzuheben.

Ob in Buenos Aires, in Mar del Plata, Corrientes, Salta oder Cordoba – in Massen gingen die Argentinier zu den landesweiten Protestmärschen, um ihrer Wut über den monatelangen und ökonomisch verheerenden Corona-Lockdown Ausdruck zu verleihen. Sie sangen die Nationalhymne, schwangen die weiß-blaue Fahne des Landes, trafen sich zu Autokarawanen und verabredeten sich zu zivilem Ungehorsam, berichtet die Welt. Mit Erfolg: Nun knickt die linke Regierung unter Alberto Fernandez ein – trotz steigender Positv-Test-Zahlen.

Vor einigen Wochen wurden nach sieben Monaten bereits die ersten Einkaufscenter wieder geöffnet. Ab Freitag sind die Grenzen zu Brasilien und den anderen Ländern wieder offen. Touristen aus den Nachbarländern dürfen wieder ins Land einreisen.

Seit März litten die Argentinier unter den härtesten Einschränkungen Lateinamerikas. Der monatelange Lockdown hatte keinen Einfluss auf die positiven Testzahlen und ließ die Armutsrate in die Höhe wachsen.

„Ich bin sehr zufrieden, so viele Menschen mit den argentinischen Fahnen gesehen zu haben, die ihr Geschäft verteidigen wollen. Die wollen, dass Argentinien ein Land des Fortschritts ist. All diese Fahnen repräsentieren die Freiheit und die Republik“, erklärte die ehemalige Sicherheitsministerin und Vorsitzende der konservativen Oppositionspartei PRO Patricia Bullrich, die zu den Protesten aufgerufen hatte. (MS)

 

 

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