Allein die Hoffnung stirbt zuletzt

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Hoffnung (Bild: Von Jorm S, shutterstock.com)

In linken Kreisen scheint sich der Wind zu drehen. Die bestialischen Morde der letzten Tage, begangen von Muslimen an französischen Bürgern, nicht zu vergessen der Tourist, der einem muslimischen Unmenschen in Dresden zum Opfer fiel, haben in der „Bonne Camaraderie“ ein Umdenken bewirkt.

Es gewinnt die Erkenntnis Raum, dass muslimisches Selbstverständnis und die daraus logisch resultierenden gesellschaftlichen Veränderungen innerhalb Europas niemals im Interesse der Linken liegen können. Doch wie viel Bedeutung kann dem neuentdeckten Sinn für die Realität beigemessen werden?

Tatsache ist – die Erkenntnis, religiöse Fanatismen könnten linken, oder auch linksliberalen Zielen abträglich sein und der Massenimport von Muslimen nach Europa könnte irgendwann ein muslimisch geprägtes Europa zur Folge haben, in dem linke Gesellschaftsentwürfe, Frauenpower, Gender/Quer-Ideologie, samt inhärenter freier Geschlechterwahl kaum Platz finden werden, hat sich in linken Kreisen bei Weitem noch nicht durchgesetzt. Das dumme Gewäsch völlig gewissenloser linker Medienvertreter über eine „wachsende Gefahr von Rechts“, nur wenige Tage nachdem die 60 Jahre alte Nadine Devillers von einem sogenannten „Flüchtling“ in einer Kirche enthauptet, der Sakristan Vincent Loques (54) und die aus Brasilien stammende dreifache Mutter Simone Barreto (44) abgeschlachtet wurden, und die nur als schäbig zu bezeichnende „Kritik“ aus deutschen Regierungskreisen an den längst überfälligen Maßnahmen Frankreichs gegen den real existierenden Islam, dokumentiert die in Stahlbeton gegossene Charakterlosigkeit in den Kreisen der „Anständigen“, die den Weg zu Wahrheit und Realitätssinn und damit zu wirklichen Problemlösungen wohl wirksam verbaut.

Klar! Menschen können sich ändern, doch doktrinäre Linke nur sehr schwer! Das hat einerseits, wie bereits angemerkt, charakterliche Gründe. Ein Besserwisser bleibt eben gern ein Besserwisser und je evidenter die Position des Gegners, desto energischer hält der Besserwisser an seiner Version der Wahrheit fest, zumal es bei linken Gedankenspielen und Überzeugungen ja stets um höhere Dinge, zumindest aber um die Rettung der Welt oder die Herstellung universeller Gerechtigkeit geht. Welcher Linke legt also freiwillig Robin Hoods Strumpfhosen ab und widmet sich fortan schnöden weltlichen Angelegenheiten?

Andererseits ist die intellektuelle Totenstarre der Linken auch wahrhaft ideologisch, ja sogar literarisch bedingt. Jean-Jacques Rousseau, der berühmte schweizerische Philosoph, Schriftsteller und Tausendsassa der Aufklärung, war nicht der erste Denker, der den „Edlen Wilden“ postulierte, sozusagen als moralisch höherstehenden Gegenentwurf zur verderbten westlichen Zivilisation. Schon Campanella, Denis Vairasse, Gerrard Winstanley und viele weitere Utopisten taten dies. Die Idee ist einfach! Irgendwo in weiter Ferne, am besten auf einer schlecht erreichbaren Insel, gibt es eine Zivilisation, in der Gerechtigkeit und Glückseligkeit Alltag sind. Warum? Na weil dort so ziemlich alles anders gemacht wird, als in Europa! Das Anderssein ist der Schlüssel zu Elysium all jener, die der Moderne fliehen möchten, weil sie sich dem hiesigen Leistungsdruck nicht gewachsen fühlen.

Aus der Vermutung im Anderssein Erlösung zu finden, erwächst der Irrglaube, das oder der Fremde könnte der Erlöser und die Adaption seiner Ansichten und seines Lebensentwurfes der Ausweg aus persönlicher Drangsal sein. Dies führt sehr schnell zur Glorifizierung alles Fremden, zur allumfänglichen Akzeptanz jedes Einwanderers und zur beinahe reflexartigen Ignoranz aller damit verbundenen Schattenseiten. Die Katastrophen, welche die Masseneinwanderung aus völlig konträren Kulturen nach Europa bereits auslöste und noch ungleich mehr auslösen wird, werden in den Kreisen linker „Kulturkritiker“, wenn überhaupt, als zu tolerierende „Verwerfungen“ wahrgenommen – eine vorübergehende Schieflage schlimmstenfalls, die sich, dank intensivster Sozialarbeit unter der dauergrinsenden Maske unerschütterlicher Sanftmut, bald innerhalb eines bunten, lustigen multikulturellen Straßentheaters in Wohlgefallen auflösen wird.

Um die Linken – die eingefleischten ebenso wie die Mitläufer – zu begreifen, muss man sich vergegenwärtigen, dass die Utopie an sich nicht bloß Inhalt, sondern Wesen und Selbstzweck ihres Denkens ist. Längst haben sie die argumentative Ebene verlassen und flüchten sich in kindische Phrasen wie: „Wer eine Meinung hat, braucht keine Fakten!“; „Das Unmögliche möglich machen!“; „Träume wahr werden lassen!“ …

Um dieses Terrain, das sie als Teil ihrer „Freiheit“ verstehen, mit Zähnen und Klauen vor der Realität zu schützen, werden sie hysterisch und greifen, wenn man ihnen die Macht dazu gibt, zur Daumenschraube und kriminalisieren, verleumden, bedrohen, zensieren und sanktionieren all jene, die ihre Träume nicht mitträumen mögen und diese mit dem Anführen von Fakten zu zerstören drohen. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Wissenschaftler oder ein Techniker „das Unmögliche“ möglich machen möchte, oder ein Linker! Der Techniker macht nur das vermeintlich Unmögliche möglich und hat am Ende Erfolg, weil er Fakten beachtet und die Realität nicht missachtet hat. Der Linke kommt nie zu seinem erwünschten Himmelreich, weil er das tatsächlich Unmögliche anstrebt, Fakten hartnäckig ignoriert und ein bestenfalls angespanntes Verhältnis zur Realität unterhält.

Von Linken also nun zu erwarten, dass sie eine Drehung um 180 Grad vollführen und von ihrer Lebenslüge lassen, die in ihrem Wesen nichts anderes besagt, als „Alles ist besser, als das Eigene“, auch wenn das heutige Europa, zumindest bis vor einigen Jahren, für alle sicht- und spürbar das freieste Europa aller Zeiten darstellt, ist ebenso utopisch, wie der Sonnenstaat Campanellas. Sie würden sich damit nämlich nicht nur ihr Perpetuum Mobile, die Revolution in Permanenz, ihre Gelegenheit des ewigen Herummäkelns an bürgerlichen Gepflogenheiten und der westlichen Industriegesellschaft an sich selbst nehmen, sondern kündigten damit auch ihre vermeintliche Allianz, bestehend aus einheimischen Linken und eingewanderten „Proletariern“, von denen sie hoffen, diese würden ihnen helfen, den Klassenkampf gegen das verhasste Besitzbürgertum zu intensivieren und diesen Kampf bis zum Endsieg zu führen – gegen ein Bürgertum, das sich beharrlich weigert, seine Reichtümer noch großzügiger in bodenlosen Fässern zu versenken.

Ich wage zu bezweifeln, dass es den Linken in nennenswerter Zahl gelingen wird, den Salto rückwärts zu meistern. Ich glaube nicht, dass sich bei den Linken Europas die Erkenntnis durchsetzt, dass muslimische Einwanderer nur selten und Dschihadisten in keinem Fall ihren Kampf, den Kampf der Linken führen, sondern einen ganz eigenen. Ich wage nicht anzunehmen, dass die Mehrheit der Linken erwacht und begreift, dass religiöse Fanatiker niemals ihre Verbündeten und erst recht nicht ihre Brüder sein können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Linke in Massen den schmalen Grat zwischen legitimer Kritik an der Moderne und der Ablehnung schädlicher fremder Einflüsse beschreiten, denn dazu müssten sie zumindest punktuell mit Liberalen, Libertären und konservativ-Bürgerlichen zusammenarbeiten. Die Hoffnung, dass dies geschieht, ist blass und schwach – doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Euer Alp Mar

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