Der Wahnsinn galoppiert: Infektiologe sinniert schon über Ausgangssperren

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Bald wieder Ausgangssperren? Der zweite Lockdown leitet wohl dazu über... (Foto:Imago)

Die Gewöhnung an das Ungeheuerliche hat inzwischen Methode: Erst Totalkontrolle, erneute Kontaktbeschränkungen und Schließung ganzer Branchen, dann wird die Unverletzlichkeit der Wohnung in Frage gestellt – und jetzt fordert der erste führende Infektiologe, Gerd Fätkenheuer (Leiter der Infektiologie des Uniklinikums Köln und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie) gar eine komplette Ausgangssperre – wenn die Maßnahmen nicht wirken.

Zunächst sind dies nur Gedankenspiele, und wie Lauterbach mit seinen Gestapo-Visionen rudern diejenigen, die sie anstellen, gerne schnell wieder zurück – doch das einmal Gesagte ist in der Welt, es arbeitet in den Hirnen der Besessenen, und irgendwann wird es Wirklichkeit. So ist es in dieser Krise noch mit den aberwitzigsten Unkenrufen passiert – als Beispiel sei auf das Maskentragen im Freien verwiesen, oder auch einen neuen Lockdown.

Ich hoffe, wir können das vermeiden. Und ich bin optimistisch. Aber ganz ausschließen kann man eine solche Maßnahme nicht, wenn die Zahl der Neufälle nicht sinkt„, sagte der Kölner Chefarzt Fätkenheuer der „Rheinischen Post„. Was heißt hier „optimistisch“? Selbst wenn der Lockdown die Zahlen in den Keller treibt, so gibt nichts Anlass zu der Erwartung, dass das Spiel danach genau wieder von vorne losgeht. Der Irrsinn einer Fehlfokussierung auf die schieren Resultate von Testlawinen, die mit einer für diese Jahreszeit völlig unauffälligen Erkrankungsdynamik überhaupt nicht korrelieren, wird nun also schon von Fachmedizinern repetiert – obwohl nach wie vor kein Mensch weiß, wie hoch der Anteil falsch-positiver Tests eigentlich ist, und worauf diese Tests dort, wo sie wirklich korrekt sind, dann eigentlich angeschlagen sind – auf eine tatsächlich bestehende Neuinfektion, oder auf Virustrümmer als Hinterlassenschaft einer längst überstandenen „stummen“ Infektion?

Vor allem jedoch ist – wie die Politik selbst einräumt – bei 75 Prozent all dieser „Infektionen“ gänzlich unbekannt, wo sich die betreffenden überhaupt infiziert haben sollen. Aber auf Verdacht werden einfach einmal wieder ganze Wirtschaftszweige lahmgelegt, ausnahmslos die im Freizeitsektor – während im Arbeitsleben alles seinen gewohnten Gang gehen soll, inklusive Ansteckungsgefahren auf dem Weg zur Arbeit in Bus und Bahn, im Büro, in der Schule oder an der Werkbank, und dort das Virus offenbar dann weniger ansteckend sein soll.

Tunnelblickfixierte ihres Fachs

Es sind die Tunnelblickfixierten ihres Faches, die – wie alle Spezialisten – die Welt nur in ihren Maßstäben und Kategorien wahrnehmen. Dass diese über den eigenen Tellerrand hinausblicken können, ist von ihnen nicht zu erwarten. Das wäre die Aufgabe der Politik und nötigenfalls der sie kontrollierenden Medien. Doch seit Beginn dieser Pandemie hat nur eine Sorte Fachleute die ultimative Dominanz – die Virologen, zu denen sich nach und nach auch noch Infektiologen und Hygieniker gesellten. Gegen deren Votum hatten all jene, die die übrigen von Staat in seinen Entscheidungen zu berücksichtigenden Lebensbereiche und Maßnahmenfolgen auf dem Schirm haben – Wirtschaft, Bildung, Sozial- und Kulturleben, aber auch alle übrigen Bereiche des Gesundheits- und Pflegwesens – von Beginn an das Nachsehen. Mit den zu beobachtenden gravierenden Schadfolgen.

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Fätkenheuers vorsorgliche Verschärfung des Tons durch Antizipation gleich der nächsten Hammerschläge gegen Freiheit und Lebensnormalität der Bürger fällt nicht zufällig mit dem zunehmend Alarmismus zusammen, den die üblichen Verdächtigen schon wieder genussvoll zelebrieren. Nicht zufällig sind es dieselben Politiker, die sich schon im Frühjahr als Hardliner und besonders kompromisslose „Coronazis“ hervorgetan hatten – allen voran natürlich wieder einmal Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder, der den „Katastrophenfall“ auszurufen gedenkt, und sein saarländischer CDU-Amtskollege Tobias Hans, der bereits laut über eine Verlängerung des November-Lockdown nachdenkt.

Wenn, so Fätkenheuer, „in zehn bis 14 Tagen“ keine Wende erkennbar sei – „das ist die Probe aufs Exempel“ -, dann „müssen wir noch nachlegen, so hart es auch für viele ist„. Söder und Hans können es sicher kaum erwarten. Der Wahn muss, koste es was es wolle, auf die nächste Ebene gehievt werden. (DM)

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