Typisch: Eliten ignorieren eigene Corona-Regeln, Bürger werden kriminalisiert und abkassiert

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Merkel (Foto:Imago/Minkoff)

Die geballte Faust in den Taschen wird fester – selbst bei denen, die sich weiterhin nicht aus der Deckung trauen und auch den neuesten Willkürakt der gestrigen Beschlüsse widerstrebend – aber tapfer – mittragen. Doch man muss kein Hellseher zu sein, um vorherzusagen, dass die Geduld der durch Angst auf Kurs gehaltenen Deutschen endlich ist. Vor allem werden sie sich nicht länger die Unverschämtheit bieten lassen, dass Obrigkeit und Eliten Regeln aufstellen, an die sie sich selbst nicht halten.

Ausgerechnet die Parteibasis der Gottkanzlerin zeigte vorgestern in dreister Nonchalance, wie wenig ernst sie die Empfehlungen Merkels nimmt – und versammelte sich, als hätte es Corona nie gegeben, in Wittmund zum trauten Beisammensein – inklusive vieler Vertreter der älteren Generation und damit „Risikogruppen“ (zu deren Schutz die GroKo mal eben Deutschland ein weiteres Mal in einen Harakiri-Lockdown schickt). Es war die AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar, die den Fall publik machte:

(Screenshot:Twitter)

Immerhin ist damit der Beweis erbracht, dass es sich bei der Absage des CDU-Bundesparteitags wegen „Corona“ tatsächlich nur um einen lausigen Vorwand handelte – denn so nah wie in Wittmund wäre man sich dort, aufgrund bereits ausgearbeiteter Hygienekonzepte, nie gekommen; es ging also tatsächlich nur um die Verhinderung und Sabotierung von Friedrich Merz.

Vermutlich orientierten sie die Provinz-CDU’ler der niedersächsischen Provinz dabei an der Kanzlerin selbst – die sich kurz nach ihrem Appell an die Deutschen, zuhause zu bleiben, „wann immer es geht“ und „keine Leute (zu) treffen“, mitten unter Passanten zum Einkaufsbummel ins KaDeWe aufmachte. Die Symbolwirkung dieser Handlung trug mit Sicherheit zur Gewissenserleichterung der Wittmunder Union bei…

Die Szene ähnelt jedenfalls frappierend jener der von vor genau einem Monat in Köln, als nach der dortigen OB-Stichwahl (notwendig geworden als Folge der verfehlten absoluten Mehrheit bei den NRW-Kommunalwahlen), die dortige SPD zu einer Wahlparty zusammenkam – ohne jede Maske, ohne Abstand. Fälle dieser bemerkenswerten Laxheit seitens der politisch Handelnden, während zugleich Bürger kriminalisiert und mit Rekordbußgeldern belegt werden, mehren sich in letzter Zeit wieder – ein absolutes Unding, und zwar nicht aus infektiologischer Sicht (obwohl dies nach der Logik dieser Heuchler die zuvörderste Gefahr dabei wäre), sondern weil sich hier bestimmte Gruppen Sonderrechte herausnehmen.

Sonderrechte der Eliten

Gerade am Sonntag sorgte das versehentlich und unbemerkt mitgefilmte Ignorieren sämtlicher Abstands-Kontaktregeln (natürlich ohne Maske) bei „Anne Will“ durch die Studiogäste nach der Live-Sendung für Empörung: Vor der Kamera medienwirksam in weit auseinanderplazierten Sesseln diskutieren, doch kaum schaut die Öffentlichkeit (vermeintlich) nicht mehr hin, steht man nahe beieinander, als gäbe es keine Pandemie: Das ist genau die Konsequenz, die sich akut um ihre Existenz gebrachten Bürger und Unternehmer wünschen.

Dass es natürlich immer noch eine Schippe rücksichtsloser geht, bewies in Monaco (wo übrigens praktisch identische Pandemieregelungen wie in Frankreich gelten) am Wochenende seine Durchlaucht Fürst Albert persönlich: Im „Hotel de Paris“ in Monte Carlo feierte er zünftig ein Oktoberfest – mit Schunkeln und vollbesetzten Biertischen wie eh und je. Vielleicht auch noch eine Option für den einen oder anderen Kroko-Politiker, vor allem während des Lockdowns… Die stillgelegten Gastronomen und Vertreter der Veranstaltungsbranche dürften begeistert sein! (DM)

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