Italiener und Spanier protestieren massiv gegen erneute Corona-Einschränkungen

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screenshot YouTube

In Italien gibt es in mehreren Städten Proteste gegen einen erneuten Lockdown. In Turin versammelten sich mehrere tausend Bürger, Rauchbomben und Flaschen flogen, Feuerwerkskörper explodierten. Ein Journalist erlitt durch einen Flaschenwurf eine Schnittwunde am Kopf. Offenbar versammeln sich bei den Protesten gegen erneute Freiheitsbeschränkungen sowohl Linke als auch Rechte.

Mit massiven Einschränkungen geht die italienische Regierung unter Ministerpräsident Giuseppe Conte gegen die steigende Zahl positiv Getesteter vor. Bis zum 24. November müssen Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Ski-Resorts und Konzerthallen geschlossen bleiben, Restaurants und Bars müssen ab 18 Uhr den Laden dicht machen. Doch viele Italiener sehen das nicht mehr ein und wehren sich.

Für das Propaganda-Sprachrohr Tagessschau mit seinem schlichten Weltbild, steht fest, wer da auf die Straße geht – egal ob Taxifahrer, Fitnessstudio- oder Restaurantbesitzer: alles Nazis! Hier ein Auszug aus dem linksradikalen Hetzartikel:

„In der Hauptstadt Rom hatten neben Restaurant- und Barbesitzern rechtsextreme Gruppen wie Forza Nuova mobilisiert. Sie zündeten Feuerwerkskörper und griffen Polizisten an.“

Und wie immer gibt es dazu einen Experten aus der selben linken Ecke:

„Der Soziologe Lorenzo Zamponi, Dozent an der Eliteuniversität SNS in Florenz, sagt: „Es gibt einen sehr starken Versuch von Gruppen der extremen Rechten, auf den Zug des verbreiteten Unmuts aufzuspringen und sich in gewisser Weise zu Repräsentanten dieser Proteste zu machen.“

Damit ist mal wieder die Verortung abgeschlossen.

In Turin erschallten in der Nacht „Freiheit, Freiheit“-Rufe und Banner mit Aufschrift „Keine Ausgangssperre“ wurden gezeigt. Es gab keinen Mangel an Gesängen gegen die Polizei, die das Gebiet bewachte.

Bei den Zusammenstößen wurde ein Fotojournalist durch eine von der Menge geworfene Flasche am Kopf verletzt. Der Mann, dessen persönliche Daten noch unbekannt sind, erlitt einen Kopfschnitt und wurde von einem Krankenwagen in die Notaufnahme gebracht. Zwei Polizisten wurden ebenfalls verletzt. Bei dem Protest wurden laut Free West Media einige Schaufenster mit Steinen zertrümmert, die von einer nahe gelegenen Baustelle stammen sollen und Mülltonnen. Es soll auch zu Plünderungen gekommen sein. Ein Dutzend Menschen wurden festgenommen.

Die Polizei wurde mit dem „Volksprotest“ gegen „Diktatur, Ausgangssperre und Sperrung“ in maximale Alarmbereitschaft versetzt. Auf den Straßen gab es Berichte über die Anwesenheit von linken Anarchisten sowie Mitgliedern der Rechten.

Ebenfalls aufstehen wollen nun Restaurants, Barkeeper und Pub-Manager: „Um 18 Uhr müssen wir schließen, aber eine Zukunft zu haben, ist unser Recht.“ Dies war die Botschaft des Plakats, das Hunderte von Mitgliedern von Fiepet, dem Verband der Confesercenti, in ihren Fenstern postierten.

In der Zwischenzeit gingen Taxifahrer auf die Straße, weil auch sie unter den von der Regierung verhängten Einschränkungen zu leiden haben. Laut einer gemeinsamen Stellungnahme ihrer Gewerkschaften hängt „unsere Arbeit direkt davon ab, ob Aktivitäten erlaubt sind oder nicht.“

In Mailand gingen Händler am Montag auf die Straße. Damit stellten sie sich gegen den Aufrufs des Präsidenten des Confcommercio Historical Business Club, Alfredo Zini, der forderte, dass die Händler drei Wochen lang ihre Läden schließen sollen, um die Ausbreitung des Corona-Virus und die Infiltration der Mafia in Unternehmen einzudämmen.

Aber am Abend eskalierte die Situation. Molotow-Cocktails wurden auf Strafverfolgungsbehörden geschleudert und der Verkehr im Corso Buenos Aires blockiert, wo etwa hundert Menschen, hauptsächlich junge Menschen und Angehörige der Rechten, mit dem Ruf „Freiheit, Freiheit“ gegen die am 24. Oktober verhängten Beschränkungen und gegen den Premierminister Conte demonstrierten.

Die Demonstranten zerstörten Fenster einer Straßenbahn, Feuerwerkskörper explodierten. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, heißt es.

In Rom protestierten am Dienstag vor der Abgeordnetenkammer Gastronomen und Barkeepern, Straßenhändlern, Messe- und Jahrmarktsarbeitern. Sie verlangen finanzielle Hilfen vom Staat.

Heute wollen Betreiber von Schwimmbädern und Fitnessstudios  vor dem Palazzo Montecitorio, der italienischen Abgeordnetenkammer,  unter dem Motto „Lasst uns nicht aufgeben, Sport ist Gesundheit“ demonstrieren.

In Sizilien probten Migranten in einem Aufnahmezentrum den Aufstand, als Reaktion auf die ihnen auferlegte Ausgangssperren. Carabinieri und die Polizei der Guardia di Finanza mussten einschreiten, um die Gewalt zu unterdrücken und zu verhindern, dass infizierte Bewohner aus der Quarantäne ausbrechen.

Lega-Führer Matteo Salvini twitterte ein Foto des überfüllten Transports in Rom: „Foto von heute Morgen, U-Bahn C in Rom, Haltestelle San Giovanni. Eine Absurdität. Sie schließen sichere und kontrollierte Orte wie Turnhallen, Schwimmbäder, Kinos und Theater, aber weiterhin drängen sich Menschen in der U-Bahn und in Bussen. “

screenshot Twitter

 

Facebook blockiert laut  Armstrong Economics jetzt Videos, die Italiener posten und die den massiven Aufstand gegen die Freiheitsbeschränkungen zeigen. Laut Armstrong Economics soll es von Seiten der Regierung bereits Überlegungen geben, den Begriff „Terrorismus“ neu zu definieren, um den Einsatz des Militärs gegen das Volk zu rechtfertigen. (MS)

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