RKI widerspricht der Corona-Chefin: Gaststätten sind keine Pandemie-Treiber

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Foto: Von Rick Menapace/Shutterstock

Das Robert-Koch-Institut (RKI) soll laut Bild-Zeitung bei einer vertraulichen Video-Schalte mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer eine für Merkel brisante Einschätzung der Corona-Gefahr durch die Gastronomie abgegeben haben. Gaststätten seien NICHT die Treiber der Pandemie, erklärte das RKI und damit den „Lockdown light“ für überflüssig. Merkels Plan: Einzelhandel, Schulen und Kitas sollen weitgehend offen bleiben, Restaurants und Kneipen sollen komplett dicht machen!

Deutschlands oberste Gesundheitsbehörde habe KEINE Anhaltspunkte dafür, dass die Gastronomie das Infektionsgeschehen anheize. Die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in Restaurants und Bars würde mehrheitlich erfolgreich funktionieren.

Auf Anfrage der Bild-Zeitung weigerte sich eine RKI-Sprecherin, den „Inhalt vertraulicher Gespräche“ zu kommentieren und verwies auf vor Wochen veröffentlichtes RKI-Papier, in dem das Institut bei der Auswertung von Infektionsherden zu dem Schluss kam, dass Gaststätten „sicher auch bedingt durch die massiven Gegenmaßnahmen vergleichsweise deutlich seltener“ vorkamen als in anderen Bereichen.

Dennoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel am morgigen Mittwoch dem Land einen „Lockdown light“ verpassen. Diese würde sich vor allem gegen Gastronomie und Veranstaltungen richten. Gegen diese möchte Merkel laut Bild „hart“ vorgehen – sprich Restaurants und Bars schließen, Veranstaltungen verbieten. Auf gut Deutsch: Vernichten. (SB)

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