Das Lockdown-Regime läutet die neue faschistische Ära ein

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Der nächste Lockdown steht vor der Tür (Foto:Imago/Gudath)

Was undenkbar schien, steht uns nun tatsächlich abermals bevor: Der nächste Lockdown, wie immer man diesen auch begrifflich verniedlichen mag – ob als „Light“-Variante oder als „maßgeschneidert“ beschönigt. Damit tritt ein, was ganz offen von Bundesgesundheitsminister Spahn vor weniger als zwei Monaten noch rückschauend als Fehler bezeichnet worden war, den man mit dem seither erworbenen Wissen zu Corona nicht wiederholen würde. Genau das passiert nun.

Weshalb es nun – im Angesicht „explodierender“ Fallzahlen bei einem trotzdem völlig unauffälligem, saisonal typischen Krankheitsgeschehen – plötzlich doch wieder irgendetwas bringen sollte, die damals begonnene volkswirtschaftliche Selbstverbrennung nun perfekt zu machen: Dazu schweigt sich die Regierung aus. Aus purem Aktionismus postuliert sie Maßnahmen, deren Nutzen von den eigenen Gesundheitsbehörden verneint wird – inzwischen sogar vom Robert-Koch-Institut, das die von Merkel ausgeheckte Stilllegung der Gastronomie.

Es geht allein um Aktionismus – bei der planlosen Bundesregierung, erst recht aber bei ruchlosen Corona-Wichtigtuern wie Markus Söder, die sich unbedingt geschichtlich verewigen wollen als Lotsen oder Steuermänner, welche in der schicksalsschweren Stunde das Schiff durch die Untiefen und Klippen der Pandemie steuern. Um irgendetwas zu tun, greift man sich die vermeintlich unbedeutendsten, verfechtbarsten Branchen heraus – wie die Kultur- und Veranstaltungssparte, vor allem jedoch die Gastronomie, bei der sich nun das Fehlen einer mächtigen politische Lobby und die Zahnlosigkeit ihres Verbands Dehoga rächt. Diese opfert man in einem perversen Ablasshandel auf dem Altar der „Selbstbeschränkung“ und „Rücksichtnahme“ – in der Hoffnung, dass die „Zahlen“ wieder fallen.

Lockdowns auf Wunsch – für immer

Was nun aber, wenn sie nie mehr fallen – schon deshalb nicht, weil womöglich Testungenauigkeiten oder falsch-positive Ergebnisse zwangsläufig immer in einem solchen Maß auftreten werden – und zwar selbst auch noch nach einem hypothetische Impfstoff -, dass Corona nie verschwindet? Oder, laut gedacht, wenn vielleicht das Fallen der Zahlen von interessierter Stelle gar nicht gewünscht ist, und zwar global – sondern deren bemerkenswerte Volatilität als Stellschraube für immer weitere „Lockdowns auf Bedarf“ dienen soll?

Auf Twitter schreibt hier Markus Franz: „Die Zukunft wird der PopUp-Lockdown sein: Wenn’s politisch opportun ist und ‚die Zahlen so hoch sind‘, sperrt man schnell mal zu, wenn die Leute angefressen werden, sperrt man dann wieder auf – bis ‚die Zahlen so hoch sind‘, dann gehts wieder von vorn los.“ Bei alldem wird das Problem stets nur aufgeschoben – bis dann, vielleicht, irgendwann zwar ein Impfstoff gegen SarsCov2 da ist, bis dahin jedoch wahlweise das nächste Virus da ist oder die existierenden wieder weitermutiert sind. So wird der allfällige „Lockdown für immer“ zur beherrschenden Parole: Der Staat reguliert alles von oben, Dirigismus und Totalkontrolle halten Einzug – und Demokratie und Parlamentarismus werden zur Farce. Das ist die direkte Marschroute in den Faschismus, ermöglicht durch eine permanent geschürte irrationale Dauerangst einer Weltbevölkerung, die an das Märchen glaubt, es handele sich um eine vorübergehende Krise namens „Pandemie“.

Wichtig in diesem Kontext ist, sich stets zu vergegenwärtigen, dass weltweit durch, in und wegen dieser Krise politische Giga-Umwälzungen und Fundamentalprojekte auf den Weg gebracht wurden – von der Klima- und Energiewende über die Beseitigung nationalstaatlicher Souveränitäten zugunsten autoritärer supranationaler Entscheider über „Gemeinschaftshaftung“ von Schulden bis zur globalen Neuordnung von Migration im Sinne des UN-Migrationspaktes. Die Aufrechterhaltung als Dauernotstand ist also womöglich taktisch alternativlos. Das Resultat ist eine drohende Wiederauferstehung des Faschismus 2.0, digitalisiert und globalisiert.

Die Potenzierung als nutzlos erwiesener Maßnahmen

Die einzige Rettung, die wir haben, ist, unseren Verstand einzuschalten, sich von propagandistischen Stereotypen freizumachen und endlich jene Fragen laut zu stellen, die uns keiner derer beantworten will und kann, die gerade im Begriff sind dieses Land erneut vor die Wand zu fahren: Wenn keine einzige der Maßnahmen – einschließlich Maskentragen und Lockdown selbst – je irgendeinen nachweisbaren Einfluss auf das Infektionsgeschehen hatten: Wieso werden diese dann jetzt ins ins Extrem getrieben? Was sagt es über das Wesen dieses Virus, der Infektion, vielleicht aber auch über die Testmethodik aus, wenn nun zu Beginn der (schon immer in der Menscheitsgeschichte mit erhöhter Beanspruchung unseres Immunsystems einhergehenden) Erkältungsaison weltweit und überall Fallzahlen in die Höhe schnellen, ganz egal, ob und welche Maßnahmen der jeweilige Staat ergriffen hat?

Man wird in diesen Zusammenhang allerdings nicht umhin kommen – und dies stellt einen erneuten Lockdown dann endgültig in Frage -, die aktuelle Situation in Schweden zu betrachten, das -auch dort trotz eines Anstiegs der Corona-Fallzahlen – seinem Kurs Linie in der Pandemie-Bekämpfung treu bleibt und weiterhin weder Maskenpflicht noch Sperrstunden verhängt, „lediglich an manchen Stellschrauben wird hin und wieder justiert, die Regierung setzt Vertrauen in die Bevölkerung“, wundert sich „n-tv„. Und trotz dieser – aus hiesiger Sicht angeblich „leichtsinnigen“ und „verantwortungslosen“ Politik ist das Infektionsgeschehen in Schweden praktisch identisch mit dem hierzulande.

Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell warnt, anders als die Alarm-Aktionisten hierzulande, entschieden vor landesweiten Corona-Restriktionen. Was die Todeszahlenentwicklung anlangt, steht der skandinavische Nachbar sogar inzwischen deutlich besser da als die meisten anderen Länder; die prophezeite Katastrophe, mit der man uns nun schon wieder hierzulande panisch macht, ist dort schlicht ausgeblieben:

Screenshot: CDC Europe

Doch nicht nur Schweden selbst, auch Japan wird, wie „Sciencefiles.org“ schreibt, nun zum „Gamechanger“ der Pandemie: Eine aktuelle Studie von dort liefert den neuesten Beweis, dass ein Lockdown vollkommen überflüssig ist. Dort waren seit Beginn der Pandemie 96.534 Menschen positiv auf Corona getestet worden, 1.711 Japaner sind daran (bzw. „an und mit“ verstorben – bei  126,5 Millionen Einwohnern eine extrem niedrige 1-Million-Prävalenz. Dort gab es zwar zwei Wellen, eine im Frühjahr und eine im Sommer – letztere, seit Juni, dauert an, wobei in ihr deutlich weniger Menschen sterben. Doch zu keiner Zeit gab es dort je einen Lockdown: Firmen und Arbeitsplätze blieben unangetastet, in keiner Weise wurde das soziale Leben eingeschränkt. Sogar Restaurants, Bars, Fitness-Studios und dergleichen blieben geöffnet. „Das öffentliche Leben hat in diesem Jahr in Japan weitgehend ungestört von SarsCov2 funktioniert“, so Sciencefiles.

Wieso reagiert unsere Politik nicht auf solche Resultate, sondern ist auf dem besten Weg sich erneut zu verrennen? Und: Wo bleiben Experten zum Thema, auch solche, die vielleicht andere Blickwinkel eröffnen könnten und uns einmal erklären, wieso ausgerechnet die Ausweitung der Maßnahmen, trotz deren monatelangen eifrigen Befolgung es zu den derzeitigen Zahlenanstiegen kam, jetzt diesen Anstieg stoppen soll? Da, anders als im Frühjahr, inzwischen auffallend wenige Gesundheitspolitiker und Virologen zu Wort kommen, sondern zunehmend Merkel und die Ministerpräsidenten zu uns sprechen und selbstherrlich entscheiden, drängt sich die Frage auf: Gehen, so wie das RKI beim Thema Sperrstunde, diesmal sogar die Experten auf Distanz zu Politik? Und hört man deswegen so wenig nicht nur von Jens Spahn aus seiner Quarantäne, sondern auch von Christian Drosten? (DM)

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