Wer von euch ohne Maske, der werfe den ersten Stein: Deutsche Bischöfe predigen jetzt nach „RKI-Ritus“

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Bätzing (r.) mit seinem Vorgänger Kardinal Marx (Foto:Imago/UlmerPressebildagentur)

Von konkordatsgeeinten, in Deutschland traditionell auf loyalem Staatskurs getrimmten Katholen ist nichts anderes zu erwarten als blinde Unterwürfigkeit gegenüber der Regierung, und zwar unter allen Fahnen. Kein Wunder, dass jetzt auch die deutsche Bischofskonferenz an der „pandemischen Spaltung“ und Ausgrenzung Andersdenkender mitwirkt, wenn es um die Corona-Maßnahmen geht.

Jene, die eigentlich von Berufs wegen Verständnis haben sollten für Ängste, Nöte und Sorgen der Menschen, predigen neuerdings Verständnislosigkeit: So habe er „kein Verständnis„, erklärt der Limburger Bischof Georg Bätzing, „wenn bei Demonstrationen oder in der Öffentlichkeit bewusst auf das Tragen einer Maske verzichtet wird„. Denn, so der amtierende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dadurch werde „die Gesundheit von Menschen gefährdet„. Hat der liebe Gott Jesus etwa auf die Erde gesandt, damit er Masken verteilt?

Bätzings wohlfeile Sichtweise setzt wissenschaftlich nicht bewiesene Regierungsbehauptungen als wahr voraus – und lässt völlig außer Acht, dass das Maskentragen selbst erhebliche Gesundheitsgefahren birgt. Für einen Gottesmann eine sehr selektive Vorstellung von Mitgefühl und Nächstenliebe. Hingegen wird wird von Bätzing unkritisches Mitläufertum als gottgefällige Wohltat gepriesen: Der „überwiegende Teil der Christen in Deutschland“ trage die Corona-Maßnahmen mit, so der Bischof –  räumte aber ein: „Es gibt sicher auch Christen, die sich ihr eigenes Weltbild zurechtzimmern.“

Kein Wort zu nicht-christlichen Regelbrechern

Vor allem – und dazu schweigt sich dieser angepasste Oberhirte aus – gibt es hierzulande jede Menge Nicht-Christen, die sich an keinerlei Corona-Maßnahmen halten, etwa beim Moscheebesuch, bei der arabischen Trauerfeier oder bei Clan-Zusammenkünften – mit dem Resultat durch die Decke gehender Infektionszahlen, deren Folgen dann wieder die braven Deutschen, insbesondere Bätzings vorbildliche Schäfchen büßen dürfen.

Auch Bätzings sonstige Einlassungen klingen eher so, als trete hier kein Vertreter des Klerus, sondern der Neuen Virologischen Staatskirche namens RKI vor die Gemeinde: „Wir haben weitreichende Maßnahmen ergriffen, damit durch unsere Gottesdienste keine Infektionsketten entstehen, mit Erfolg. Wir können das religiöse Leben aufrechterhalten, auch indem wir die Maßnahmen immer wieder anpassen.“ Im Hinblick auf das kommende Weihnachtsfest sagt Bätzing laut „dts Nachrichtenagentur“: „Weihnachten findet statt, aber anders, als wir es gewohnt sind und uns wünschen. In den Gemeinden gibt es viele kreative Ideen für einen Weihnachtsgottesdienst in Pandemiezeiten, etwa auch im Freien oder zu Hause.“ Weihnachten sei freilich auch ein „Fest der Generationen„, bei dem es gelte, die Risikogruppen besonders zu schützen.

Ohne Verstand und Verständnis

Wir haben einen Gott, der uns Vernunft, Verstand und Geist geschenkt hat, da ist für Verschwörungstheorien kein Platz.“ Als diese Geschenke verteilt wurden, war Bätzing offenbar nicht anwesend – sonst würde er derart plumpe, polemische Allgemeinplätze nicht absondern. Von Seelsorgern im Ornat erwarten auch Gläubige, die – wie einst Jesus – gegen den Strom schwimmen Beistand. Was ist mit Katholiken, die in dieser Krise ihre Existenz, ihre Arbeit verloren? Deren Ehe oder Familie zerbrochen ist? Die Gewissensprobleme haben, ihre Kinder mit der Maske in überfüllte Schulbusse oder eiskalte Schulzimmer zu setzen? Für Bätzing sind auch sie folglich „Verschwörungstheoretiker“, wenn sie die Maßnahmen der Politik nicht mittragen. Laufen diese Gefahr, bei der Beichte nicht bedient oder gar verpetzt zu werden?

Bei solchen unfassbaren Aussagen des christlichen Bodenpersonals braucht man sich nicht nur über weiter steigende Kirchenaustritte zu wunden – wie auch bei der evangelischen Kirche, die buchstäblich dasselbe in Grün absondert; sondern diesen Bischöfen wünscht man wahrlich den nächsten Lockdown inklusive Gottesdienstverbot an den Hals. (DM)

 

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