Über 14.000 Neuinfektionen am Freitag – Krankenhäuser sehen sich vorbereitet – Linke pochen auf Lockdown

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Foto: Shutterstock (1351902701)

Berlin – Die Zahl der wohl in betrügerischer Absicht als Neuinfektionen gezählten positiven Tests hat am Freitag in Deutschland den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand erreicht. Laut direkten Abfragen bei den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen, die seit Anfang März täglich um 20 Uhr von der dts Nachrichtenagentur ausgewertet werden, wurden binnen 24 Stunden 14.015 „Neuinfektionen“ von den Gesundheitsämtern registriert. Bundesweit liegt die 7-Tage-Inzidenz damit bei 72,9 Infektionen je 100.000 Einwohner.

Am Wochenende ist aufgrund des bekannten „Wochentagseffekts“ mit geringeren veröffentlichten Zahlen zu rechnen, die nächste Woche wird dann zeigen, ob die bereits ergriffenen Maßnahmen der Länder erste Wirkung zeigen. Tun sie dies nicht, wären bei gleichbleibendem Anstieg bereits nächsten Freitag in Deutschland 25.000 bis 30.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden keine Überraschung.

Und dann käme der nächste Lockdown, das ist so sicher wie das Amen in der leeren Kirche. Aber die Kliniken scheinen gut gerüstet zu sein:

Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, bezeichnet die aktuelle Corona-Situation trotz steigender Infektionszahlen als beherrschbar. „Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein“, sagte Baum dem „Mannheimer Morgen“ (Samstagausgabe). Zurzeit gebe es mehr als 8.000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben von nicht notwendigen Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten.

„Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden.“ Laut Baum werden derzeit 6.000 Patienten in Krankenhäusern wegen Covid-19 behandelt, etwa 1.000 davon liegen auf der Intensivstation. „Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird.“

Damit die Lage in den nächsten Wochen und Monaten aber nicht außer Kontrolle gerate, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und Einsatzbereitschaft gefordert. Jeder müsse selbst vorbeugend tätig sein und das machen, was Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sage, und nicht notwendige Kontakte vermeiden. Insgesamt sieht Baum Deutschland gut für die zweite Corona-Welle gerüstet.

„Unser Gesundheitssystem schneidet bei der Bewältigung der Pandemie weltweit mit am besten ab“, so der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Trotzdem sind es wieder mal die Linken, die von einem zweiten Lockdown träumen:

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) hält es aufgrund der Infektionslage in Deutschland für notwendig, dass die Ministerpräsidenten auf ihrer Konferenz am kommenden Freitag bereits über Verschärfungen der beim Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besprochenen Abwehrmaßnahmen gegen das Coronavirus sprechen. „Ich sehe den Anstieg der Zahlen mit Sorge. Es ist gut, dass wir die Corona-Ampel eingeführt haben, wir müssen aber nächste Woche bei der Konferenz der Ministerpräsidenten beraten, ob weitere Schritte erforderlich sind“, sagte sie der „Bild“ (Samstagausgabe).

Was für „weitere Schritte“ könnte es da schon geben!!!

Auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) kündigte Gesprächsbedarf in der Ministerpräsidentenkonferenz an. Hans will aber zugleich abwarten, wie sich die Infektionslage entwickelt. „Das Saarland hat die Beschlüsse zügig umgesetzt und bereits am vergangenen Wochenende mit einer landesweiten Verschärfung der Maßnahmen auf das steigende Infektionsgeschehen reagiert. Ob diese ausreichen, wird sich in den kommenden zehn bis vierzehn Tagen zeigen“, sagte er der „Bild“. Diese Zeit sollte man abwarten, bevor man weitere Schritte einleite. „Wir werden darüber auch in der kommenden Woche bei der Ministerpräsidentenkonferenz sprechen, die wegen Corona jetzt digital stattfindet. Klar ist auch: Die Regeln können nur dann Erfolg haben, wenn die Menschen sich daran halten, sonst drohen uns noch härtere Einschränkungen“, sagte Hans der „Bild“. Man kämpfe gegen einen „unsichtbaren Gegner“, und diesen Kampf könne man nur gemeinsam gewinnen. „Es liegt in unserer Hand, wie gut wir durch die Coronakrise kommen“, so der saarländische Ministerpräsident. (Mit Material von dts)

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