Femanzipation immer absurder: Quoten für Karrierefrauen

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Symbolfoto: Von Monkey Business Images

Man kennt diese Kampagnen nun schon seit Jahren, aber sie wirken immer sinnentleerter, seltsam entrückt und vor allem wenig am echten Gemeinwohl orientiert. So kam einem in diesen Tagen, wo Lehrer von Muslimen (mal wieder) enthauptet und andere Mitbürger abgestochen wurden, Schlagzeilen besonderer Art entgegen: „Einflussreiche Frauen fordern Quote für Vorstände“ (Mittelbadische Presse).

Von Hans S. Mundi

In diesen Tagen muslimischer Attentate samt Enthauptungen fordern diese Frauen keine gleichen Rechte und Verbot des Kopftuchzwangs für Frauen aus islamischen Kulturkreisen. Nein, sie fordern – mehr für sich – schicke Spitzenplätze in der Wirtschaft, hoch dotierte Jobs in Vorständen. Wegen besserer Leistungen? Nein! Wegen Geschlecht. Quote!

Starke Frauen, schwache Familien

„Starke Frauen: Maria Furtwängler, Janina Kugel, Katja Kraus, Nora Bossong und Jutta Allmendinger in Berlin. Ein Bündnis einflussreicher Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Sport fordert gemeinsam eine Quote für Frauen in Spitzenpositionen, in Unternehmensvorständen, aber auch mehr Präsenz in Wissenschaft und Kultur. „Die Selbstverpflichtung funktioniert nicht“, sagte die frühere Siemens-Personalchefin Janina Kugel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Kampagne „#ichwill“ in Berlin.“

Die Allianz der GutmenschInnen aus der Upper Class

Um diese durchsichtigen ideologischen Wichtigtuereien vollends zu begreifen, muss man sich mal ansehen, wer hier großmäulig antritt. Allesamt Karrierefrauen mit den besten Beziehungen zu einflussreichen Männern, wichtigen gesellschaftlichen Kreisen und relevanten Entscheider-Ebenen. Die Allianz der Gutmenschen aus der Upper Class ist das Kuriosum dieser Tage, ein vollkommen aus dem Ruder laufender Zeitgeist, der das Bürgertum an ein Ende bringt.

Geprügelt werden die Väter, verachtet die Mütter

Geradezu absurd, wenn die „frühere Siemens-Personalchefin“ Janina Kugel auf vermeintliche „Unterdrückung“ durch Karriere-Männer anspielt. Es geht ihnen gut, soll es ihnen noch besser gehen…? Leider steckt hinter all dem eine seit langer Zeit schon agierende Doktrin der Selbstauflösung kultureller Identitäten und der Zerstörung von Gesellschaft und Gemeinschaft in Eigenverantwortung.

Eine eiskalte Gesellschaft verliert ihre humane Basis

Die jüngste Mütter-Debatte hält sich schon seit fast einem Jahr. Im schnellen Meinungs-Eldorado Twitter trägt sie den schicken Hashtag #regrettingmotherhood. Es geht dabei um eine Mutter, die bisher keiner auf der Rechnung hatte: Die Mutter, die eigentlich keine sein will – und keine wäre, wenn sie noch mal zurück auf Los gehen könnte … Vier Bücher sind bei uns seit Dezember zu dem Thema erschienen, Wörter wie „Reue“, „Lüge“, „falsche Wahl“ finden sich in den Titeln und sicherheitshalber noch das Debatten-Logo #regrettingmotherhood. Kurzzeitig hatte man den Eindruck, jede zweite Mutter, die auf dem Spielplatz im Regen an der Rutsche steht oder im Supermarkt ihr quengelndes Kind zur Kasse schleift, würde nur eines denken: Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, ein Kind haben zu wollen? Und: Kann ich das wieder rückgängig machen?“

Lieber quengelnde Kinder als quengelnde Karrierefrauen

Es geht um die Aufösung der Familien als staatsunabhängiger Einheit, die sich selbst als Maßstab hat, die Kinder zu unabhängigen und freien Individuen und gegen „Vermassung“ erzieht, wo Frauen noch treu sorgende Mütter und Männer noch verantwortungsbewusste Väter sind bzw. sein konnten. Es bedeutet am Ende die Verstaatlichung der Familie und deren Einteignung ihres eigenen Nachwuchses. Mutter ist den Upper-Class-Karrieristinnen ein Schimpfwort. Von Mutterliebe haben sie scheinbar noch nie etwas gehört. Sie sind eiskalt wie die kranke Ideologie, welche sie eitel unters Volk streuen. Quotenfrauen bei der Müllabfuhr, in KFZ-Werkstätten oder beim Straßenbau? Nein. Es geht doch um die Plätze an der Sonne. Ohne störende Kinder und Verantwortung. Einfach im Vorstand wichtig gucken und sich wichtig fühlen – mit dickem Bankkonto. Femanzentum anno 2020.

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