Ewiger 24/7-Maskenzwang – demnächst auch zuhause und nachts?

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Demnächst die Standardausrüstung für jedermann? (Foto:Imago/M.Müller)

Das sich zunehmend zur Ersatzreligion und Obsession steigernde Bekenntnis zur Maske als neuem Allheilmittel und Alltagsattribut – ohne das man möglichst niemand anderem mehr unter die Augen treten darf – zeigt ganze Wirkung: Immer öfter sieht man inzwischen in den Städten Menschen im Freien, sogar völlig alleine, mit Gesichtslappen – selbst da, wo dies noch gar nicht Pflicht ist. Ein noch vor kurzem für unvorstellbar gehaltener Wahnsinn greift um sich, die wachgerufene und -gehaltene Urangst gebiert eine Irrationalität, wie es sie seit dem Mittelalter nicht mehr gab.

Wissenschaftliche Fakten zählen nichts mehr. Da können Experten mit noch so viel Fingerspitzengefühl und zaghafter diplomatischer Verklausulierung versuchen, zu einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise zurückzufinden und vorsichtig Fragen nach nicht nur fehlendem Nutzen, sondern womöglich gar gravierenden Folgeschäden zu formulieren: Der Furor der Coronazis, der Eiferer und Rechtgläubigen trifft sie unerbittlich. Seinem Karriereende und Rücktritt (wie von Karl Lauterbach sogleich medienwirksam gefordert) entging der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt nur deshalb, weil er öffentlich „widerrief“ und seine kritischen Bemerkungen zur Maske vorgestern Abend bei „Markus Lanz“ zurücknahm (neudeutsch nennt sich dies „zurückrudern“ oder „missverstanden“ worden zu sein).

Lanz selbst hatte in seiner Sendung unfreiwillig den Beweis geliefert, wie totalitär und dogmatisch der Kult ums Maskentragen inzwischen ist, und war Reinhardt mit folgendem denkwürdigen Satz über den Mund gefahren: „Ich finde halt, das ist ein Punkt, über den man nicht mehr diskutieren sollte!“. Wer sich hier an die Klimadebatte erinnert fühlt, die ebenfalls für abgeschlossen und nicht mehr hinterfragungswürdig erklärt wird, liegt nicht falsch. Und wo etwas für unfehlbar erklärt wird, erübrigen sich dann auch Untersuchungen über mögliche schädliche Nebenwirkungen.
Der Journalist Boris Reitschuster erkundigte sich am Mittwoch in der Bundespressekonferenz bei einem Sprecher des Gesundheitsministeriums, ob es wissenschaftliche Studien zur Auswirkung von dauerhaftem Maskentragen bei Kindern gibt. Die unfassbare Antwort: Dem Ministerium seien „solche Studien nicht bekannt“; und ob sie geplant sind, blieb unklar. Das muss man sich vergegenwärtigen: Eine potentiell gesundheitsschädigende oder gar lebensgefährliche Zwangsmaßnahme, die gerade bei Kindern an Körperverletzung grenzt, wird nicht einmal wissenschaftlich überwacht und begleitet – und das in einem Land, in dem wegen Feinstaubbelastung Fahrverbote verhängt werden und alle erdenklichen Grenzwerte an Umweltbelastungen kontrolliert werden.
BMG  zu Nebenwirkungen: ebenso desinteressiert wie planlos
Wenn man liest, dass die zu Risikogebieten erklärten Kommunen in den mit Maskenpflicht belegten Bereichen ihrer Innenstädte nicht einmal Rauchern vor Gaststätten das Abstreifen der Maske gestatten, und dass Gäste von To-Go-Gastronomie und Imbissbuden (etwa in Heidelberg, aber auch andernorts) nicht im Freien Essen dürfen, weil sie dazu ja die Maske herunterziehen müssten: Dann ahnt man, dass hier nichts mehr zu retten ist, der Verblödungs- und Vergaloppierungsgrad ist schon zu weit fortgeschritten. Erstaunlich ist, dass im Fernsehen noch immer Filme und Werbung aus der „alten Zeit“ laufen, von vor Corona. Vermutlich werden demnächst auch in Serien, Hollywoodfilmen und TV-Spots nur noch Darsteller mit Maske zu sehen sein.

Passend dazu nehmen Zensur und Denunzierung von Gegenmeinungen zu. Sogar neue Studien, die die unzweifelhafte Gültigkeit der vor Corona weltweit unbestrittenen Erkenntnis belegen, dass Schutzmasken gegen Virusausbreitung praktisch nichts bringen, werden totgeschwiegen; so haben etwa gerade aktuell Forscher der TU Wien haben das bisherige Modell der Tröpfchenausbreitung nochmals untersucht und kommen zu dem eindeutigen Fazit: „Masken und Distanz bieten keinen garantierten Schutz“. Für die meisten Menschen gelten die auf dem wissenschaftlichen Niveau von Bauernregeln und Volksheilkunde – wenn nicht gar Aberglaube – anzusiedelnde Pseudoweisheiten, die zwar leicht eingängig sind, aber eben jedes Nachweises entbehren: „Die Maske schützt nicht den Träger, aber alle anderen“, oder „Die Maske hält die Tropfen beim Niesen und Husten zurück.“

Dieser rein mechanische Schutz gilt natürlich nur dann, wenn man sich auf nächster Nähe ohne jede Distanz anhustet oder anniest (und wer tut dies schon, erst recht in dieser Pandemie) UND wenn, was auf Sars-CoV2 eben gerade nicht zutrifft, weil das Virus nur in wässrigem Substrat (Tropfen), nicht jedoch an der freien Luft überlebt. Die Logik des Abstandhaltens ist ja gerade die, dass Trägeraerosole, etwa im „Mikrospeichel“ beim Sprechen, durch die Schwerkraft auf 1,5 Meter Entfernung auf jeden Fall absinken.

Jedes Gerücht bewahrheitete sich

Nachdem jedoch schon früh der Nachweis erbracht war, dass Sars-CoV2 auch frei an der Luft überlebt – wodurch ja unter anderem die Notwendigkeit regelmäßiger Luftwechsel und damit beispielsweise die Lüftungen in Schulen begründet werden – sind alle Masken unterhalb der Klassen FFP2 und 3 völlig wirkungslos; da Coronaviren rund 900-1000 Mal kleiner sind als Bakterien (und selbst die werden durch Stoffmasken schon nicht aufgehalten), ist der Barriereeffekt tatsächlich geringer als der eines Maschendrahtzauns gegen eine Stubenfliege. Und ein solcher Hokuspokus wird uns als überlebenswichtige, „einfache und wirksame“ Maßnahme verklickert.

Und es wird schlimmer: Nicht mehr nur in bestimmten Innenraum-Situationen, für die die Maske anfangs galt (beim Einkaufen, in Bus und Bahn, in Flugzeugen, in Wartezimmern, wo diese Maßnahme im Prinzip ebenfalls schon alleine der psychologischen Selbstbeschwichtigung diente), sondern nach und nach in immer weiteren Alltagsbereichen hält sie nun Einzug. Dabei fällt auf: Alles, was von Kritikern zu Beginn halb ernstgemeint, halb ironisch prophezeit wurde (und wofür sie dann auch prompt als Schwarzseher und Gerüchteschleudern lächerlich gemacht wurden) ist früher oder später Wirklichkeit geworden: Maskenzwang selbst für kleine Kinder; Maske in der Schule. Maske im Büro. Und jetzt, auch allen Ernstes: Maske im Freien.

Dass das Ende der Fahnenstange dieses Irrsinns noch lange nicht erreicht ist, dafür stand heute ausgerechnet Weltärztepräsident Frank-Walter Montgomery Pate: Angeblich nur als hypothetisches Gedankenspiel gemeint, dachte dieser laut nach über die Möglichkeit, das Virus final zu besiegen, indem die ganze Bevölkerung rund um die Uhr Masken trage (gemeint waren hier die Aktivschutzmasken FFP2): „Würden wir alle immer sechs Wochen lang, Tag und Nacht diese Masken tragen, dann wäre die Infektion in Deutschland ziemlich schnell komplett gebannt.“

FFP2-Masken auch nachts im Bett

Abgesehen davon, dass die Schimäre vom Stuss einer Komplettaustrockung durch Totallockdown oder eben Schutzmaske nur in einem Staat wie Nordkorea funktionieren würde, der seine Grenzen komplett abschottet und dann auch für alle Zukunft dicht hält (und Deutschland ist hierfür bekanntlich das extreme Gegenbeispiel!): Es ist in dieser Krise ja noch keine Schnapsidee zu idiotisch gewesen, als dass sie nicht doch früher oder später ernsthaft diskutiert und dann Wirklichkeit wurde. Man denke nur an die brüske Reaktion der Regierung auf erste Gerüchte, es drohten auch in Deutschland Geschäftsschließungen: diese seien Fake-News, haltloser Unsinn im Netz und unverantwortliche Panikmache. Keine 72 Stunden später war dann der Lockdown da.

Deshalb kann keineswegs ausgeschlossen werden, was im Moment noch ins Reich der Mythen, Räuberpistolen oder Paranoia geschoben wird: Dass wir eines Tages gar nicht mehr ohne Maske sein dürfen. Auch nicht zuhause, nicht einmal im Bett und unter der Dusche – bei jederzeit möglichen unangemeldeten Kontrollen zuhause durch Ordnungs- und Gesundheitsbehörden, und dies nicht mehr nur zur Überwachung von Isolation oder Quarantäne, sondern dann der Infektions-Präventionsmaßnahmen. Alles, was es dazu noch bedarf, ist ein hinreichender Hysterisierungsgrad – und eine weitere Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes.

Vielleicht sollten wir uns aber einfach alle gleich Mund und Nase zunähen lassen oder noch besser eine Plastiktüte über den Kopf ziehen. Dann ersticken wir zwar alle, aber Corona ist endlich besiegt. (DM)

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