Kubicki nennt Lockdown in Berchtesgaden „unverantwortlich“

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Foto: Wolfgang Kubicki (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki legt noch mal ne Schippe drauf, um Mister Größenwahn in die Schranken zu weisen. Er hat jetzt bei seiner Kritik an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der bayerischen Corona-Politik nachgelegt. „Markus Söder gibt anderen Ländern regelmäßig Empfehlungen, wie sie sich verhalten sollen, kann aber nicht erklären, warum in Bayern die Infektionszahlen mit am höchsten sind und vor allem die Todeszahlen die höchsten sind, die wir deutschlandweit haben“, sagte Kubicki dem RTL-Magazin „Guten Morgen Deutschland“. Jeder sollte zunächst seinen Job zu Hause richtig machen, fügte der FDP-Politiker hinzu.

Kubicki kritisierte auch den teilweisen Lockdown im Berchtesgadener Land. Das sei ein Fehler und treffe die Falschen, so Kubicki. „Denn wir wissen, dass dort, wo die Hygienekonzepte eingehalten werden – in Hotels und Restaurants beispielsweise, die sich große Mühe gegeben haben – die Infektionszahlen nicht hochgeschnellt sind.“

Man müsse sich auf diejenigen Dinge konzentrieren, wo es wirklich ausbreche und dort Maßnahmen ansetzen und nicht „flächendeckend wieder einen ganzen Kreis lahmlegen“. Kubicki kritisierte auch die Art und Weise, wie der Lockdown vollzogen wurde: „Ich halte es nach wie vor für unverantwortlich, dass man aus einem Hotspot-Gebiet 2.000 Touristen ausreisen lässt, ohne sie vorher zu testen – in dem Wissen, dass möglicherweise einige von ihnen das Virus in Deutschland weiter verbreiten.“ Man hätte sie vorher testen müssen.

Das schreibe das Infektionsschutzgesetz geradezu vor, um sicherzugehen, dass es aus Berchtesgaden heraus keine weitere Verbreitung gebe, so Kubicki.

Das ist natürlich lediglich parteipolitisches Geplänkel, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Ändern tut Herr Kubicki auch nichts, dazu fehlt ihm die Macht. (Mit Material von dts)

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