Stuhlgang, bis der Staat kommt

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Foto: Von Maridav/Shutterstock

Deutschland ist wieder Weltmeister. Im Hamstern. Denn kaum tritt eine Politikerin vor das Mikrophon, um Entwarnung zu geben, läuten bei den Bürgern sämtliche Alarmglocken, verlassen alle ihre Toiletten, stürzen alle aus den Häusern und rennen in den nächsten Supermarkt. Es ist mal wieder Klopapier-Zeit.

Am Sonntag noch hatte Julia Klöckner, Bundesminister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz an die Verbraucher eine ihrer Scheißhausparolen zum Besten gegeben und darum gebeten, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. Sie meinte allen Ernstes: „Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“.

Am Montag ging es dann natürlich gleich rund, wurden die Regale leer gekauft. Das wiederum rief noch einmal die Politiker auf den Plan, die erneut beteuerten, es gäbe keinen Anlass zur Panik, für die rechtzeitige Lieferung von Klopapier aller Art wäre gesorgt, ja man könnte sogar eine Garantie abgeben.

Was natürlich sofort zu neuen Hamsterkäufen führte, schließlich lauert neben Covid-19 auch noch der Magen-Darm-Virus in dieser Jahreszeit an jeder Ecke.

Doch steigt die Verbrauchernachfrage, ist das Angebot nicht weit. Und so konnte „n-tv“ gleich darauf folgende Erfolgsmeldung verbreiten:

„Und nun reagiert auch der Hygienepapier-Hersteller Hakle medienwirksam auf die Befürchtungen seiner Kunden. Das Unternehmen hat auf seinem Firmengelände in Düsseldorf-Reisholz nun den ersten Klopapier-Automaten Deutschlands aufgestellt, an dem man zu jeder Tages- und Nachtzeit Toilettenpapier ziehen kann, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Demnach sind dort zwei Rollen vierlagiges Klopapier für 2 Euro, dreilagig mit Kamillegeruch für 1,50 Euro, zu ziehen. Dass der Preis damit um ein vielfaches höher liegt, als wenn man die Rollen im regulären Handel oder via Online-Shop ersteht, versteht sich fast von selbst. Aber immerhin gibt es daneben auch Hygiene- und Desinfektionstücher im Automaten zu erwerben.“

Klasse, oder? Zwar ist die Anreise zum Beispiel von Berlin oder München etwas weit, aber was tut man nicht alles für ein dreilagiges weiches Klopapier. Und sicherlich werden bald in jeder Stadt diese „Scheiß-Automaten“ den öffentlichen Raum zieren. Vielleicht werden dann gleich nebenan ein paar Dixie-Klos hingestellt, falls es mal wirklich dringend sein sollte.

All diese Nachrichten zeigen: Deutschland ist am Arsch, aber so lange der Schließmuskel funktioniert und Klopapier vorhanden ist, läuft doch zumindest im unteren Bereich der Menschheit alles wie geschmiert (igitt).

Aber wehe, jemand käme auf die Idee, unsere schöne Heimat als „Scheißland“ zu bezeichnen! Den würde man in Klopapier einrollen und über die Grenzen schieben.

Apropos Shithole. Das schmutzigste von allen, das linksversiffte Berlin nämlich, macht seinem Namen alle Ehre:

Der Verlust ist zu verkraften, in Berlin gibt es schließlich die „taz“ mit der man sich den Arsch abwischen kann.

Doch eins steht auf jeden Fall fest: Die Weltwirtschaft wird nach Corona eine andere sein, wenn die Big Three, Hakle, Zewa und Tempo mit ihren Barreserven Amazon, Google und Apple aufkaufen.

 

 

 

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