Patient Doppel-Null: Jens Spahns Corona-Infektion macht alle Maßnahmen zur Farce

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Masken-Mann Jens Spahn (Foto:Imago/Schicke)

Heute gibt es endlich auch einmal etwas Positives vom Bundesgesundheitsminister zu berichten – und zwar seinen Corona-Test. Für die deutsche Politik im Bann des Virus gerät diese peinliche Meldung, die am frühen Abend alle News-Ticker zum Glühen brachte, zum unbequemen Lackmustest nicht nur der Gefahreneinschätzung, sondern auch der Wirksamkeit der Maßnahmen.

Denn wenn (wovon mal als nüchterner und realistisch eingestellter Beobachter ohnehin ausgeht) auch diese Infektion glimpflich verläuft, liefert die Berliner Spitzenpolitik ein erneutes eindrucksvolles Testimonial über die Unbedenklichkeit dieses Virus für nicht vorerkrankte oder hochbetagte Menschen – und damit für die ohnehin mehr als evidente Tatsache, dass sich Corona von zahllosen sonstigen Erregern und Gesundheitsrisiken praktisch nicht unterscheidet oder jedenfalls nicht so, dass dies je die Ausrufung einer „Pandemie“ oder „nationalen Notlage“ rechtfertigt hätte.

Sollte Spahn, der pflichtschuldigst-hüstelnd von „leichten Erkältungssymptomen“ berichtete, jedoch einen der seltenen Verläufe entwickeln und am Ende als Märtyrer seiner eigenen Politik ins Gras beißen: Dann hätte er damit zwar den ultimativen Beweis erbracht, dass es sich um keine Panikmache handelte und sein Alarmismus gerechtfertigt war – doch er hätte dafür den höchsten Preis gezahlt. Vor allem hätte er damit Katastrophen-Maniac Karl Lauterbach zur Rückgewinnung von Glaubwürdigkeit verholfen, der dann nach zwei „Nieten“ (die Quarantänen von Wirtschaftsminister Peter Altmeier und Außenminister Heiko Maas verliefen ja ergebnislos-negativ im Sande) endlich den Beweis hätte, dass die Regierung selbst nicht vor dem „wütenden Virus“ gefeit ist.

Spahn als Märtyrer der Seuche?

Unverdrossen nutzte Lauterbach – wie nicht anders zu erwarten – Spahns positiven Corona-Test trotzdem soglich schon einmal für seinen kompromisslosen Test-Disziplinierungskurs, und forderte „mehr regelmäßige Tests bei allen Mitgliedern der Bundesregierung„. Es sei „an der Zeit, dass die Kabinettsmitglieder regelmäßig auf Corona getestet werden„, so der wirre Gesundheitsexperte  gegenüber der „Rheinischen Post„, und unter dem Wort „regelmäßig“ verstehe er hier eine Testung „möglichst alle zwei bis drei Tage„, so Lauterbach. Die inflationären Massentests Gesunder (nach dem Motto: solange den PCR-Test durchführen, bis er endlich das gewünschte Ergebnis liefert) würden damit bei denen ankommen, die der Bevölkerung die Resultate dieser leider global angewandten Praxis als „zweite Welle“ verkaufen – allein auf Basis laborbestätigter, nicht jedoch erkrankter oder gar hospitalisierter (geschweige denn intensivmedizinischer) Fälle, versteht sich.

Witzigerweise hält es Lauterbach für „nicht erforderlich„, die übrigen Kabinettsmitglieder in Quarantäne zu schicken. Weil: „Die strengen Schutzvorkehrungen werden ja gewahrt. Und: Die Leute sind systemrelevant.“ Ungeachtet der steilen These, bei auch nur einem einzigen der Berliner Knallchargen, die uns seit Monaten mit ihrer erratischen Politik beglücken, sei so etwas wie Systemrelevanz gegeben: Wo bleiben hier die Logik und Verhältnismäßigkeit? Man steckt wegen einer positiv getesteten Person ganze Schulklassen und manchmal die komplette Schule für 14 Tage in Quarantäne, die auch trotz negativer Nachtests dann nicht unterbrochen werden darf – doch beim Bundeskabinett ist das offensichtlich nicht notwendig, obwohl Spahn selbst heute noch an der Regierungssitzung teilgenommen hatte!

Eine Quarantäne wäre hier das beste für alle Beteiligten – und zwar nach Möglichkeit für immer und ewig (auch wenn sie in den anderen Fällen nicht ganz so luxuriös verlaufen dürfte wie bei Spahn, der sich in seine Dahlemer Luxusvillas zur Isolation zurückziehen kann).

Führten Regelverstöße zur „Spahn’schen Grippe“?

Ob diese „strengen Schutzvorkehrungen“ im Falle Spahns tatsächlich gewahrt worden sind, ist allerdings mehr als fragwürdig: Wie konnte er sich dann infizieren? Wenn sich jetzt sogar die das Virus einfangen, die dem Volk bußgeld- und strafbewehrte Kontakt- und Verhaltensregeln bis hin zu gravierenden Grundrechtsbeschränkungen zumuten, die die Menschen unter die Maske zwingen, dann gibt es dafür nur zwei mögliche Erklärungen: Entweder Spahn hat sich selbst nicht an die Regeln gehalten. Oder: Die Regeln taugen schlichtweg nichts. „Wenn selbst jene, die sich die Maßnahmen ausdenken, gegen die Maßnahmen verstoßen – und das muss hier so sein, denn wer die Maßnahmen treubrav umsetzt, ist außer Gefahr, wie uns die Maßnahmenerfinder stets sagen – was taugen dann die Maßnahmen? Oder die Maßnahmenerfinder?“, kommentiert Roger Letsch süffisant.

Insbesondere ist die Ansteckung des Gesundheitsministers der bislang eindrucksvollste Beweis für die gänzliche Unwirksamkeit der Masken – denn wenn irgendeiner mit fast schon missionarischem Eifer voranging und die Gesichtsfetzen propagierte (für deren überteuerte Beschaffung er selbst vor einem halben Jahr Milliarden Steuergelder eingesetzt hatte), dann war dies Jens Spahn. (DM)

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