Necla Kelek siegt in letzter Instanz gegen die Ahmadiyya Muslim Jamaat vor Gericht

0
Necla Kelek (Foto: Imago)

Die Publizistin und Islamkritikerin Necla Kelek wurde von der Ahmadiyya-Gemeinde – von deutschen Medien und Politikern den Bürgern als Vertreter eines „Reform-Islam“ verkauft – unter anderem wegen eines Sektenvorwurfs verklagt. Letztinstanzlich gewann Kelek nun gegen die fundamentalen Muslime. Das Urteil des Bundesgerichtshof stärkte damit die Presse-, die Meinungs- und die Religionsfreiheit. 

„Die Ahmadiyya-Gemeinde ist auf Expansion angelegt, ihr 1989 beschlossener Hundert-Moscheen-Plan, also die Errichtung von einhundert Gotteshäusern in Deutschland, ist in der Umsetzung begriffen. Dies geht am besten mit Unterstützung der Politik. Sich bei der Konferenz als quasi liberale Gruppierung zu zeigen, ist deshalb essenziell.“ So eine der Aussagen der streitbaren, türkischstämmigen Soziologin, Publizistin und Islamkritikerin Necla Kelek in einem Interview mit dem Deutschlandfunk 2017 über die islamische Ahmadiyya Muslim Jamaat- Gemeinde (AMJ).

Dagegen gingen die strammen Ahmadiyya-Muslime gerichtlich vor, starteten einen Feldzug gegen Kelek, verklagten sie, so dass sich die Auseinandersetzung  über drei Instanzen hin. Der Bundesgerichtshof hat nun am 7.10.2020 das Urteil des 16. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 6.2.20 bestätigt, der Kelek das – in einem Rechtsstaat eigentlich selbstverständliche Recht einräumt –  diese Meinung weiterhin öffentlich zu vertreten.

Ahmadiyyas – der islamische Wolf im Schafspelz

Wie bereits mehrfach berichtet, handelt es sich der streng islamische, auf Expansion bedachte Ahmadiyya-Gemeinde um brandgefährliche Vertreter des politischen Islams, deren Endziel die Errichtung eines Kalifats ist.

Die islamische Sondergemeinschaft, die sich in den 1880 Jahren in Indien gründete und nach ihrem Führer Mirza Ghulam Ahmad benannt ist, zählt sich offiziell zur Umma – also zur Gemeinschaft der Muslime- und fühlt sich den islamischen Rechtsquellen – Koran, Sunna und Hadith – fest verbunden. Kritiker stufen die AMJ als eine militante Bewegung ein, die innerhalb von 300 Jahren den Sieg ihres Islams über alle anderen Religionen anstrebt. Durch die weltweite Ausbreitung besitzt die Ahmadiyya Muslim Jamaat nach eigenen Angaben über 200 Millionen Mitglieder und ist in 190 Ländern mit 14.000 Kalifatstützpunkten, genannt Moschee, vertreten.

Das 100-Moscheen-Projekt für Deutschland

1989 – anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Ahmadiyya – wurde für Deutschland das 100-Moscheen-Projekt ausgerufen. Auf Wunsch des Sohnes des Sektengründers sollten innerhalb von 10 Jahren 100 Moscheen in Deutschland errichtet werden. Für Europa wünschte sich der Kalif den Bau von 2.500 bis 1999. Nachdem jedoch erkannt wurde, dass das angestrebte Ziel zeitlich nicht realisierbar sein würde, wurde vereinbart, jährlich fünf Moscheen bis 2010 zu bauen. Zudem verabredete man sich darauf, als weiteres Ziel Hinterhofmoscheen und angemietete Objekte aufzugeben und diese in nach außen hin erkennbare Moscheen umzuwandeln.

Der Realisierung des 100-Moscheen-Projekt mittlerweile erfolgreich nahe gekommen, erreichte der muslimischen Gemeinde der Ahmadiyya-Vereinigung zudem die rechtliche Gleichstellung durch die hessische und hamburger Landesregierung. Seit Mitte Juni 2013 war damit erstmalig in Deutschland eine muslimische Vereinigung als Körperschaft des öffentlichen Rechtes anerkannt und ist seither berechtigt eigene Steuern zu erheben, islamische Friedhöfe und bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht an hessischen Grundschulen zu begleiten oder werden wie in Thüringen vom Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) hofiert.

Politreligion und totalitäre Ideologie

Die 2010 verstorbene Erziehungswissenschaftlerin Dr. Hiltrud Schröter befasste sich erschöpfend mit den Kulturkonflikten zwischen dem Islam und der westlichen Gesellschaft. In ihren Veröffentlichungen, in Interviews und tagesaktuellen Stellungnahmen zum Kopftuchstreit und zur Akzeptanz von Moscheebauten in Deutschland vertrat Hiltrud Schröter eine offensiv formulierte Ablehnung des Islams, den sie als „Politreligion und totalitäre Ideologie“, als „Gesellschaftsideologie mit Überlegenheits- und Herrschaftsanspruch“ und „drittes totalitäres System nach Faschismus und Kommunismus“ charakterisierte.

Laut Schröter bedienen sich die Ahmadiyyas einer Doppelstrategie: Anpassung und Integration einerseits, Machterweiterung der Führung andererseits. Wie Kelek stellte sie fest, dass die muslimische Gemeinde wie eine Sekte wie zum Beispiel Scientology argumentiere. So behauptet die Bewegung, ihre Lehre sei auf dem Stand moderner Wissenschaft und Rationalität und bedient sich bei ihrer Selbstdarstellung der Methoden der Propaganda. Zu ihrer Selbstinszenierung gehört die Behauptung, sie sei der „Reformislam“. Dies führe zur weit verbreitet Fehleinschätzungen, auch weil die Medien die Propaganda unkritisch referieren und Islam verliebte Politiker ihr Glauben schenkten. Wahr ist indes:

Buch Hamed Abdel-Samad - Aus Liebe zu Deutschland - Ein Warnruf
Hamed Abdel-Samad: Aus Liebe zu Deutschland – Ein Warnruf – Kopp Verlag – 20,00 Euro

Die Geschlechterordnung der AMJ folgt islamisch fundamentalistischen Prinzipien:  Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit, – so dürfen zum Beispiel Mädchen nicht gemeinsam mit Jungen am Sportunterricht teilnehmen, Verschleierung der Frauen, Sexualität nur in der Ehe, Monogamie für die Frau und Erlaubnis der Polygamie für den Mann. Ehen werden arrangiert und dürfen nur innerhalb der Ahmadiyya-Gemeinde geschlossen werden.

Eine der AMJ-Strategien ist der schnelle Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wie auch die weltweite Propaganda in den Medien, besonders in MTA, Muslim Television Ahmadiyya, dem eigenen Satellitenfernsehen weltweit. „Deutschland ist die Basis für die Missionierung beziehungsweise Eroberung“, so die streitbare Dr. Hiltrud Schröter. (SB)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram