Alterssturheit oder Rückgrat: Heino will weiter vom lustigen Zigeunerleben singen

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Heino (Bild: Michael Movchin; siehe Link; CC BY-SA 3.0)

Der Kult in blond mit Sonnenbrille, das menschgewordene deutsche Liedgut Heino, zeigt sich – just zur Veröffentlichung seines neuen Albums „Teure Heimat“ – politisch unkorrekt. Wenn er nicht gerade dabei ist, die AfD verbieten zu wollen, wird der demnächst 82-Jährige weiterhin vom lustigen Zigeunerleben singen.

Heino, der Saubermann der deutschen Musik, bekräftigte gegenüber der Bild, die Tradition alter deutscher Volkslieder bewahren zu wollen, auch wenn diese nicht mehr dem sprachlichen Zeitgeist entsprechen. Er werde auch weiterhin Lieder wie „Lustig ist das Zigeunerleben“ singen. Oder solle er jetzt „Lustig ist das Paprikaleben ungarischer Art“ singen? Will man die berühmte Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss jetzt in „Der Sinti und Roma Baron“ umbenennen?, so die Entrüstung just zur Veröffentlichung seines neuen Albums „Teure Heimat“.

Zudem verstehe er nicht, warum man Zigeunersauce plötzlich nicht mehr so nennen dürfe und fragt laut nach, ob Deutschland keine anderen Probleme hätte.

Eine Antwort darauf, woher dieser galoppierende Wahnsinn, diese Bevormundung einer angeblich freien, mündigen Gesellschaft durch links-grüne Ideologen kommt, könnte Heino bei der AfD finden. Bei einer Partei, die der blonde Barde 2014 noch verbieten lassen wollte, wird der Merkel-Fan jedoch – an dieser Stelle dann politisch korrekt – nicht nachfragen. (SB)

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