Umfrageergebnisse wie in der DDR: Deutsche von der Corona-Politik mehrheitlich begeistert

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Merkel & Söder - den erlauchten Krisenmanagern liegt Deutschland zu Füßen Foto:Imago/Bayerische Staatskanzlei)

Wieder so ein angebliches Stimmungsbild der Bevölkerung, das an die Wirklichkeitsklitterung durch die DDR-Medien in der Endphase vor Zusammenbruch des Arbeiter- und Bauernparadieses erinnert: Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar/Emnid sollen fast zwei Drittel mit dem „Pandemie-Management“ der Bundesregierung zufrieden sein. Alleine der Begriff „Management“ ist sportlich gewählt – für die Stümpereien und Zumutungen, die die Deutschen ertragen müssen. Diesem Volk geht es anscheinend noch bei Weitem zu gut.

Wie „dts Nachrichtenagentur“ berichtet, ergab dies eine heute von „Bild am Sonntag“ veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Springer-Zeitung. Demnach beurteilen 68 Prozent der Befragten das Coronakrisenmanagement der Bundesregierung als „eher gut„.
Für 27 Prozent ist es „eher schlecht„. Vier Prozent antworteten mit „weiß nicht„. Auffallend an den Resultaten: Zur Zeit des ersten „Lockdowns“ hatten die Befragten ganz ähnlich votiert; am 25. März stimmten ebenfalls 68 Prozent für „eher gut“ und 26 Prozent für „eher schlecht„, sechs Prozent antworteten „weiß nicht„.

Entweder hat unter den Deutschen seither kein Lerneffekt eingesetzt – oder die für die Umfrage kontaktierten 500 „repräsentativen“ Personen wurden vom Kanzleramt vorgecastet. Andernfalls kann man sich – wollte man am Geisteszustand dieses Volkes nicht gänzlich (ver)zweifeln – diese Zahlen nicht erklären. Auch dass die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen „nicht konsequent Abstand gehalten werden kann“, von sagenhaften 89 Prozent der Befragten für „richtig“ gehalten wird und nur von zehn Prozent für falsch (ein Prozent antwortete „weiß nicht“), ist schwer zu glauben.

Breite Zustimmung für unsinnige Verbote?

Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch, das mag stimmen, doch dass die Sperrstunde in der Gastronomie mitsamt einem generellen Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten von 70 Prozent gutgeheißen wird, derweil nur 27 Prozent diese Maßnahmen ablehnen (drei Prozent sind unentschlossen), macht nachdenklich, wenn man dies denn ernst nähme.

Denn speziell die Sperrstundenregelung in Kombination mit Alkoholverbot ist gänzlich unlogisch und sinnfrei – verbietet sie doch den Aufenthalt gerade ab dem Zeitpunkt, wo die Menschen nüchtern und kontrolliert beisammen sitzen, während sie zuvor stundenlang gemeinsam feiern und trinken dürfen. Wer so etwas befürwortet, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank – abgesehen davon, dass ihm das wirtschaftliche Los der Gastronomie offenbar völlig schnuppe ist… (DM)

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