Die Pandemie für den Arsch? Erneut bundesweite Hamsterkäufe von WC-Papier dank Söder & Co.

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Ich und mein Klopapier, Vol. II (Foto:Imago/Revierphoto)

Als zuverlässiger Gradmesser für die allgemeine „Zweite Allgemeine Verunsicherung“ der Bevölkerung eignet sich in Deutschland auch jetzt, im Herbst, wieder die Nachfrage nach Klopapier: Ziehen unsichere Zeiten auf, setzt der Run aufs „Weiße Gold“ ein. Haupttreiber der Angst ist diesmal vor allem die Regierung: Mancheiner verspürt schon Druck im Enddarm, wenn er Markus Söder nur sieht.

Damit haben sich Deutschlands führende Hysteriker zu inoffiziellen Aposteln der WC-Papier-Hersteller gemausert, die nach zuerst Desinfektionsmittel-, dann Maskenproduzenten und Pharmakonzernen zu den dritten großen Profiteuren dieser Krise gezählt werden können. Es geht wieder los, und je mehr von Risikogebieten und Abriegelungen die Rede ist, umso größer die Sorge, am Warenregal zu kurz zu kommen. „In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir vereinzelt eine leicht erhöhte Nachfrage in unserem Hygienesortiment“, erklärte diese Woche der Handelsriese Lidl.

Bereits im März hatte die Corona-Pandemie einen regelrechten „Toilettenpapier-Boom“ mit Nachfragezunahmen um über 800 Prozent gegenüber der Vorkrisenzeit ausgelöst. Jetzt steigen die Infektionszahlen wieder – diesmal rein getiggert durch Tests und inklusive der Fehlwahrnehmung, selbige bedeuteten auch diesmal wieder einen dazu proportionalen Anstieg Kranker und Toter (was jedoch gerade nicht der Fall ist!). Und mit den „neuen Fällen“ steigen auch die  Verkäufe des Klopapiers. Zwar wird, wie im Frühjahr, von Seiten der Händler beteuert, für Hamsterkäufe gebe es keinen Anlass – doch offenbar treibt die Panikmache immer mehr Deutsche aufs Scheißhaus.

Wir hätten in diesem Zusammenhang den Vorschlag, zur Bewertung des Pandemiegeschehens vielleicht einen neuen Schwellenwert einzuführen – und eine Klopapier-Ampel zu schalten: Steigt die Menge verkaufter Europaletten an Klopapier innerhalb einer Woche um mehr als 50 pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz), werden die Bundes- und Landesregierung in häusliche Quarantäne gesteckt – und zwar ohne Toilettenpapier. Diese gilt solange, bis sich die Lage wieder normalisiert hat. Wetten, dass sich der Panikmodus dann schnell erledigt hat? (DM)

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