Coronasaufen vor der Sperrstunde

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Zur Not wird online gefeiert und gesoffen (Foto: Von Girts Ragelis/Shutterstock)

Es ist so weit. Das Nachtleben ist abgeschafft. Clubs, Kneipen und Bars veröden, Gastwirte müssen Hartz IV beantragen, wenn sie jetzt nicht reagieren.

Prost Angela.

Aber diese neuen Maßnahmen sind an Dämlichkeit wirklich nicht zu übertreffen, als ob Weinkenner und Bierbäuche sich durch eine blöde Sperrstunde davon abhalten lassen, zu saufen.

Und auch für die Brauer und Schnapsbrenner gibt es trotz Prohibitionsterror noch eine Chance zum Überleben:

Wir müssen alle nur früher anfangen, uns die Kante zu geben. Am besten noch vor Sonnenuntergang. Noch besser: gleich bei Sonnenaufgang, zum Frühstück, am besten: als Frühstück.

Die Prohibition kann uns mal. Wenn’s notwendig ist, wird die Flasche in eine Tüte gepackt und auf dem Weg zur Arbeit – wenn es denn überhaupt noch eine gibt – mit dem Strohhalm leer gemacht.

Die Atemschutzmaske könnte dann natürlich vollgekotzt werden, aber dann darf man sie wenigstens abnehmen. Bürger am eigenen Magensaft ersticken lassen, steht noch nicht auf Merkels Agenda.

Für die vielen afrikanischen Dealer eröffnet sich hier ebenfalls ein neuer Absatzmarkt. Ein Rucksack voller Dosenbier und Flachmänner, rauf aufs Rad und ab durch die Mitte. So kommt die Kneipe zu Dir und kein Türsteher oder misslauniger Wirt steht mehr zwischen Dir und dem Stoff.

Tagsüber saufen hat noch einen anderen Vorteil. Man kann zum Beispiel in der Nähe von Schulen dem Nachwuchs die Zukunft vorspielen, sozusagen das menschliche Elend der Pandemie vor Augen führen.

Es wird einen Ansturm auf Getränkemärkte und Tankstellen geben, vor Umsatzeinbrüchen müssten diese Drogen-Dealer keine Angst haben.

Wirte und Barmänner könnten natürlich ebenfalls früher aufstehen und ihre Tore öffnen, zum Beispiel, wenn draußen der Schnaps einfriert. Das Nachtleben wird zum Tagleben oder wir feiern alle draußen an der frischen Luft mit 1,50 Abstand und in kleinen Gruppen.

Zur Not geht’s natürlich auch online, mit Zoom zum Beispiel.

Klar, sie werden, wenn wir uns tagsüber dicht machen, die Sperrstunde immer wieder vorverlegen wollen, bis dann rund um die Uhr Feierabend ohne Feierabend ist.

Dann hätten wir die totale Prohibition. Und dann möchte ich mal wissen, was hier los ist.

Ich glaube, das würde keine Regierung heil überstehen.

Man kann es natürlich auch wie die Kollegen aus den anderen Religionskreisen machen: Gar nicht saufen, nur an der Pfeife nuckeln. Anstecken tut man sich so oder so.

 

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