Verblendung im Endstadium: CSU feiert die Maske als Symbol der Freiheit

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Foto: Von Ollyy/Shutterstock

„Sag es durch den Blume“ – dann hört es sich noch beknackter an: Das theatralischste Masken-Testimonial der letzten Tage (seit die Politik am Rad dreht und den nächsten Lockdown vorbereitet) stammt ausgerechnet von Markus Söders CSU-Generalsekretär Markus Blume: Der verstieg sich gestern zu regelrechten Jubelgesängen auf den Gesichtsfetzen und vollbrachte das Kunststück, in bester Orwell’scher Manier die Maske ernsthaft als Symbol der Freiheit zu feiern.

Als „Charaktertest für den Westen“ beschreibt Söders Münchner Mann fürs Grobe die Corona-Krise – dabei handelt es sich eher um eine Macht- und Bewährungsprobe zur Profilierung Söders als harter Hund des Krisenmanagements, bei der jeglicher Charakter schon längst auf der Strecke geblieben ist. Bar jeder Verhältnismäßigkeit werden die Menschen planmäßig verrückt gemacht, eingeschüchtert und mit Horrorszenarien gepiesackt, werden Existenzen vernichtet und selbst die Branchen, die gerade dabei waren, sich wieder zu erholen, werden nun wieder in den Ruin getrieben – weil der oberste Pandemie-Aktivist der Republik seinen Masken-Fetischismus auf die Spitze treiben will. Und wer in der CSU noch was werden will, der „södert“ besser willfährig mit.

(Screenshot:Facebook)

Die zentralen Parolen des Regimes in George Orwells Dystopie „1984“ lauten: „Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!“. Was die beiden letzten davon betrifft, so scheint es auf fast unheimliche Weise, als nähmen sie die Doktrin der söder-/merkeldeutschen Corona-Politik vorweg.

Vor allem die Maske, ein ungesunder, psychisch wie physisch belastender, wissenschaftlich gänzlich wirkungsloser Gesichtsknebel, dient alleine dem Zweck der Einschüchterung und Disziplinierung. Sie als Teil des „Freiheitskampfes“ offener Gesellschaften zu preisen und jene- wie Michael Wendler – namentlich auszugrenzen, anzufeinden und zu diffamieren, die sich dieser staatlichen Schadpropaganda entgegenstellen: Das ist eine faschistoide, perfide Volte, die ihresgleichen sucht.

Um das Ausmaß der ihr zugrundeliegenden zynischen Verlogenheit ermessen zu können, ist es ebenso rat- wie heilsam, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, WANN in Deutschland der politisch verordnete Maskenzwang kam: Erst, nachdem die Vertriebswege sichergestellt waren und es genügend zu kaufen gab – ganz zum Ende des Lockdowns, am 27. April 2020. Da war die damals alles dominierende Reproduktionszahl (von ihr redet niemand mehr, seit sie durch den Begriff der „Neuinfektionen“ ersetzt wurde) bereits unter den Wert 1 gesunken und die Kurve war bereits fast auf das Niveau vom Sommer abgeflaut – ohne dass bis dahin irgendeine Maskenpflicht gegolten hätte. Bloggerin Panther wies gestern auf Twitter nochmals darauf hin: Während des gesamten Lockdowns war es möglich, Geschäfte und Einrichtungen ohne Masken zu betreten.

„Flatten the Curve“ im Frühjahr ganz ohne Maske 

Was sagten uns denn in der Frühphase von Corona die Auguren und Experten Zum Thema Maske? Sie lehnten sie in Bausch und Bogen ab. Virologen-„As“ Christian Drosten Ende Januar: „Die Daten zur Maske sind nicht gut„. RKI-Vizepräsident Lars Schade im März: „Wir empfehlen nicht die Benutzung von Gesichtsmasken oder von Mund-Nasen-Bedeckungen im Allgemeinen.“ RKI-Chef Lothar Wieler noch Anfang April: „Es gibt keine Erkenntnisse, dass Alltagsmasken den Träger oder Fremdpersonen gegen Virusinfektionen schützt.“ Auch WHO riet explizit von der Maskenbenutzung ab. Aus gutem Grund wurde noch nie in irgendeiner Grippewelle der letzten Jahre zum Tragen von Masken aufgefordert – schon gar nicht von selbstgebastelten Stofffetzen oder Plastikvisieren.

All dies galt gerade solange, bis dann plötzlich die gesamte Wissenschaftsgemeinde konzertiert umfiel, sich um 180 Grad wendete, ihre frühere Skepsis in blinden Zuspruch transformierte und seither, mit sich von Monat zu Monat steigernder Unerbittlichkeit, die Maske als überlebenswichtiges, rettendes Nonplusultra anpreist, und ihre (mittlerweile strafbewehrte) Ablehnung als gemeinschädigend und hochriskant verteufelt. Und, wohlgemerkt: Wissenschaftliche Belege, die diesen Sinneswandel begründen, haben die Umfaller bis heute nicht vorgelegt.

Es ist verblüffend, dass dies die Jünger des neuerwachten Masken-Kults nicht stutzig macht und sie nicht veranlasst, die erweiterten Tragezwänge – neuerdings in „Risikospots“ sogar im Freien – kritisch in Frage zu stellen. Tatsächlich ist das Infektionsgeschehen von der Maske nämlich völlig unabhängig – selbst wenn man sie jedem dauerhaft annähen oder ins Gesicht tackern würde: So wie die „erste Welle“ ganz OHNE Masken damals verschwand, so rollt gerade die „zweite Welle“ (wenn man den gemessenen Anstieg absoluter Positivtests derzeit als solche bezeichnen will, obwohl es kaum Kranke gibt) an, OBWOHL wir seit einem halben Jahr Maske tragen – und zwar global, vermutlich saisonal bedingt ganz unabhängig davon, welche Maßnahmen irgendein Staat ergriffen hat – ob das restriktive Italien oder das hyperliberale Schweden. Einen besseren Beweis dafür, dass die Maske unnütz ist und nichts mit der Pandemientwicklung zu tun hat, kann es gar nicht geben. (DM)

 

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