Selbstmord aus Angst vor dem Tod: Weihnachten und Silvester fallen wegen Lockdown aus

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Weihnachten unter der Maske und im Lockdown? (Foto:Imago/FutureImage)

Es gab einmal eine Zeit, da konnte man sich in Deutschland auf Weihnachten und Silvester freuen, ohne deren Stattfinden vom Placet der Politik, vom Segen eines Gesundheitsministers oder von „Infektions-Ampeln“ abhängig machen zu müssen. Doch genau in diese Richtung geht die Entwicklung: Weihnachten 2020 wird ein einsames Fest; weiter entfernt lebende Verwandte werden sich nicht oder nur mit sehr viel Glück treffen können, und es könnte mit einer realistischen Chance das erste Silvester sein, das man in den eigenen vier Wänden verbringen muss. Die Einschränkungen sind bereits in vollem Gange.

Was diese Bundeskanzlerin, ihr bayerischer Panik-Verbündeter Söder und die erneut auf Linie gezwungenen Länderchefs mit ihren aktuellen Beschlüssen an den Tag legen, lässt keinen Zweifel übrig. Die Politik ist auf dem besten Weg, ihre Kardinalfehler vom Frühjahr ernsthaft zu wiederholen. Nicht nur hat sie ganz offensichtlich eben nichts aus den vergangenen sieben Monaten gelernt, sondern sie widerspricht sich nun selbst. Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn vor keinen sechs Wochen noch erklärt hatte, der erste Lockdown sei „mit dem Wissen von heute unnötig“ gewesen, kommt er nun auf Raten.
 
Auch wenn es zunächst „nur“ um Sperrstunden (bundeseinheitlich nun 23 Uhr) geht und um Maskentragen im Freien: Unbeirrt werden schon wieder alle Weichen auf die Restbeseitigung von Alltagsnormalität gestellt. Perspektivisch durch subtile Drohung mit einem bundesweiten Totalshutdown inklusive Ausgangsbeschränkunge, und konkret durch die nochmalige Absenkung der „Risiko“-Grenzwerte von 50 auf 35 sogenannte Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner (vorerst nur bei der öffentlichen Maskenpflicht) – und das, obwohl nicht nur die Mehrheit der Kassenärzte, sondern zuletzt auch Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer die Zahl von 50 für überzogen hielt, der von einem allzu „scharfen Schwert“ sprach.
 
Gegen das auf die Zeit nach den Sommerferien vertagte, faktische Reise- und Beherbungsverbot bäumen sich zwar manche Länder noch auf. Indem jedoch die Ampeln planmäßig noch schneller aufleuchten werden – bereits jetzt lebt ein knappes Sechstel der Deutschen (13,5 Millionen) in „Risikogebieten“ – kommt der nächste Lockdown, und damit die Einschränkung des Grundrechts auf Freizügigkeit, eben durch die Hintertür. Armin Laschet redet schon vom „Weihnachts-Lockdown„.

Sofortiger Stopp der Politik wäre essentiell

Eigentlich müsste alldem sofort ein Riegel vorgeschoben werden, müsste die Regierung an die Kandare genommen und ihr verdeutlicht werden, dass auf dieser unerträglich willkürlich-erratischen Zahlenbasis keinen Tag länger mehr in Deutschland Politik betrieben werden darf. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Als alles entscheidende Grundlage werden weiterhin nur „Neuinfizierte“ betrachtet (also positiv Getestete) – und deren Inzidenz auf 100.000 Einwohner über 7 Tage herangezogen (Söder: „Die Mutter aller Zahlen“). Diese „Mutter“ sagt allerdings überhaupt nichts über die Pandemieentwicklung aus, solange es keine einheitliche Teststrategie mit einer streng definierten Stichprobe pro Zeitintervall gibt: Denn je mehr getestet wird, umso mehr Neuinfizierte werden ermittelt, und weil inzwischen potentiell jeder (darunter massenweise Kerngesunde und gänzlich Symptomfreie) getestet wird, lassen sie sich beliebig ausweiten.
Wie bereits ganz zu Beginn der Pandemie immer wieder moniert, aber bis heute nie umgesetzt, bräuchte es eine einheitliche Menge Tests, die innerhalb einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe durchgeführt werden, um Veränderungen des Infektionsgeschehens aussagekräftig ermitteln zu können.
 
Doch selbst wenn man alles an der absoluten Zahl der „Neuinfektionen“ festmachen will, dann sind die alarmistisch vermeldeten Anstiege („trauriger Rekord“, „zuletzt im April so hoch“, „erstmals über 5.000 pro Tag“), abseits der hochmanipulativen Hysterisierung durch die Medien, in einem Land mit über 83 Millionen Einwohnern eigentlich völlig banal. Hygiene-Fachmediziner Klaus-Dieter Zastrow erklärte hierzu heute gegenüber „Bild“, bei der Menge durchgeführter Tests seien 5.000 Infektionen noch nicht einmal ein „Alarmzeichen“, und sprach von „hektischem Aktionismus“. Denn obwohl es sich hierbei nur um im Labor ermittelte, asymptotische „Corona-Fälle“ handelt, liegen sie um Größenordnungen unter den täglich auftretenden Fällen von (symptomatischen, also tatsächlich ausgebrochenen) Influenza- und sonstigen Atemwegserkrankungen, wie es sie bisher schon immer gab.

Unsicherheitsbehaftete Testresultate

Ganz abgesehen davon ist der angewandte PCR-Test, selbst wenn man nur von einer falsch-positiven Fehlerquote in der optimistischen Größenordnung von 2 Prozent ausgehen mag, weiterhin absurd ungenau (dies bestätigte nicht zuletzt der Erfinder der Testmethode selbst, der Biochemiker und Nobelpreisträger Kary Mullis): Bei derzeit über 1,1 Millionen durchgeführten Tests pro Woche bedeuten 2 Prozent 22.000 falsch-positive Ergebnisse – entsprechend über 3.000 überhaupt nicht existente „Neuinfektionen“ pro Tag. Angesichts einer Positivtestquote von (laut RKI) aktuellen 1,68 Prozent in der KW 40 – was zwar mehr ist als vor noch drei Wochen, aber immer noch deutlich unter den besagten 2 Prozent liegt – übersteigt die Fehlervarianz den Ist- wie auch den Erwartungswert. Insofern eignet sich die „Mutter aller Zahlen“ – und zwar weltweit – in keinster Weise zur realen Abschätzung der Virusverbreitung. Namhafte Statistiker ebenso wie „abtrünnige“ Mediziner (etwa Prof. Sucharit Bakhdi) weisen seit Monaten auf diese denkwürdigen Widersprüche hin, doch werden quasi als „Rufer in der Wüste“ ignoriert oder diskreditiert.
 
Zu guter Letzt sagt der Test selbst da, wo er korrekte Ergebnisse liefert (obwohl es sich dabei überwiegend um völlig symptomfreie Fälle handelt), nichts darüber aus, ob eine Person überhaupt ansteckend ist.
 
Genau jetzt rollt die weltweite Grippesaison an. In jedem Jahr füllen sich in diesen Wochen des Jahres die Kliniken, auch die Intensivstationen. Wenn uns nun ernsthaft neuerliche Lockdowns angedroht werden, dann wollen wir es diesmal aber wirklich, bitte sehr, von den Regierenden ganz genau wissen: Was ist saisonales Grippegeschehen, was ist Corona? Und: Was soll ein neuerlicher Lockdown, mit einer Rückkehr zu neuerlichen massiven Kontaktbeschränkungen, bringen?
Was ist Grippe, was ist Corona?
 
Womit die Bundesregierung heute so unverblümt wie nie droht, ist nicht mehr nur der lästige Maskenzwang, sind nicht nur kollektive „AHA-Erweckungsmessen“ oder vorgezogene Sperrstunden. Sondern man droht uns mit der endgültigen Vernichtung etlicher Branchen (die Wirtschaftsverbände sprechen bereits vom „Todesstoß“ für die Wirtschaft), mit einem diesmal dann ultimativen Ruin unserer ökonomischen Existenzgrundlage auf Generationen hinaus – und all das auf Basis nicht nachvollziehbarer, weil unschlüssiger Argumente.
 
Vor allem aber: Auf der Grundlage nackter Angst – indem uns erneut apokalyptische Szenarien kollabierender Kliniken, Visionen massenweise künstlicher Beatmungen und drohende Hekatomben „Corona-Toter“ ausgebreitet werden. Denn auch was die uns berichtete Kliniksituation betrifft, so lassen die hochmanipulativen, unseriösen Erfassungsmethoden sowohl zu den angeblichen Covid-Intensivpatienten als auch zur Mortalität von Sars-CoV2 nichts Gutes erahnen. Schon länger steht die begründete Vermutung im Raum, dass im Jahr 2020 die Grippewelle ausfällt, weil nur noch Corona zählt – und dass die Grippetoten in diesem Jahr von Zauberhand alle zu „Corona-Toten“ werden. Dies dürfte auch der Hauptgrund für die aktuell steigenden „Todesfälle“ sein.
 
Dasselbe bei den hospitalisierten „schweren Verläufen“: Alles spricht leider dafür, dass uns auch hier wieder Sand in die Augen gestreut wird. Die Berichterstattung suggeriert, die angeblich nun wieder „vollaufenden“ Intensivstationen mit „Covid-Patienten“ (übrigens auf nunmehr 618 Betten, ein Anstieg also von 0,8 auf 1,2 Prozent der Kapazitäten) sei eine Folge der steigenden Neuinfektionen, und die politischen Berufshysteriker extrapolieren diese Scheinrelation bis hin zur drohenden nächsten Überlastung unseres Gesundheitssystems. Zu diesem Thema wies heute der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, laut „dts Nachrichtenagentur“ darauf hin, dass es im Herbst jeden Jahres immer wieder „zu einer Zunahme der Intensität der Schweregrade von erkrankten Patienten“ komme, und zwar aufgrund „der ganzen anderen Viruserkrankungen…, die ja neben Covid-19 auch noch existent sind“.
 

Die Unterschiede zu den Vorjahren sind alles, was interessiert

Genau das ist der alles entscheidende, bei Ergreifung jeglicher drastischer Maßnahmen alleine interessierende Punkt (und zwar nicht nur bei der Betrachtung der LageDeutschlands, sondern auch des Auslands): Was, bitte, ist durch Corona aktuell anders als es immer schon war – d.h. bevor sich darauf eine mediale und politische Hypervigilanz fokussierte, und bevor irgendjemand schwere Verlaufsfälle, Intensivbelegungen oder saisonale Sterblichkeit auf dem Schirm hatte?

 
Schon jetzt wird uns wieder, nach dem bewährtem Muster vom Frühjahr (Bergamo und New York lassen grüßen!), eine angeblich erschreckende Entwicklung im Ausland präsentiert – obwohl es, wie wir inzwischen wissen, dort schon immer zu medizinischen Versorgungsengpässen kam und in den betroffenen Ländern noch jede Grippewelle ungleich schwerwiegender verlaufen ist; vor allem da, wo ein höheres Durchschnittsalters der Bevölkerung vorherrscht und die Kapazitäten des Gesundheitswesens ohnehin viel schwächer sind als in Deutschland.
 
Es ist ja durchaus möglich, dass der Anstieg der schwer Erkrankten und Intensivpatienten – jenseits der saisonalen Grippewelle – tatsächlich ursächlich auf Corona zurückzuführen ist. Doch wenn dies der Fall ist (und dies nicht bloß als statistisches Artefakt behauptet, sondern zweifelsfrei nachgewiesen wird!), dann erwarten wir ehrliche, ungeschönte Angaben darüber, in welchem Alter diese Betroffenen sind, welche sonstigen Komorbiditäten oder Vorerkrankungen sie aufwiesen und aus welchen Bevölkerungsgruppen sie kommen. Der Staat hat hier eine unbedingte Informationspflicht – und es kann nicht angehen, dass er dieser er in diesen ausschlaggebenden Fragen gerade nicht nachkommt. Nur so nämlich ließen sich dann wirklich angemessene Maßnahmen ableiten, die passgenauen Schutz und Verhältnismäßigkeit der Mittel garantieren. Ein spezifischer Risikogruppenschutz ist einem flächendeckenden Totallockdown für alle in jedem Fall und grundsätzlich vorzuziehen.
 
Verstörend ist, dass all diese Überlegungen bei dem heutigen Bund-Länder-Gipfel überhaupt nicht zur Sprache kamen. Der politisch-mediale Konsens stellt bestimmte Grundannahmen schon gar nicht mehr in Frage und verharrt stur im Tunnelblick. Und schlichtweg nicht mehr zu fassen ist, wie wenige Bürger, aber auch Experten dies tolerieren und eine wachsweiche, schwammige und wissenschaftlich nicht annähernd seriös fundierte Daten für weitreichende Entscheidungen achselzuckend hinnehmen. Auf Grundlage spekulativer und halbgarer Zahlenspiele steuern wir auf die nächste Etappe der volkswirtschaftlichen Selbstverbrennung zu… und keinen scheint dies sonderlich zu beunruhigen.
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