Autos pfui, Fahrräder hui: Berliner Senat terrorisiert Fußgänger und Geschäftsleute

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Bahn frei für Fahrräder in der Friedrichstraße (Foto:Imago/Weyand)

Der Versuch des rot-rot-grünen Narrenschiffs Berlin, durch „autofreie Zonen“ im Berliner Bezirk Mitte das Herz der Spreemetropole zu einem verkehrspolitischen Experimentierlabor zu machen, bringt immer mehr Anwohner und ansässige Unternehmen auf. Was die linken Menschheitsbeglücker hier fabrizieren, ist reinste Geschäftsschädigung – und die kommt in der Coronakrise erst recht zur Unzeit. Derweil werden Radfahrer immer mehr zum Sicherheitsrisiko.

Wie man eine Stadt verkehrspolitisch und infrastrukturell ohne jede Not kaputtreformieren kann, das lässt sich mustergültig in Deutschlands führendem Shithole bestaunen. Wo Linke und Grüne gemeinsam regieren, klappt nichts – das ist axiomatisch und empirisch erwiesen. Dass aber die Menschen über das vorprogrammierte Politikversagen durch Unfähigkeit hinaus zu Geiseln einer regelrechten Sabotage der Behörden werden, das ist selbst für Berlin ungewöhnlich.

Unbeirrt soll an der vorerst bis Januar laufenden Versuchsanordnung „autofreier Straßen“ festgehalten werden – doch was die Betroffenen vor Ort davon halten, das durften sich letzte Woche Vertreter von Umwelts- und Verkehrssenatsverwaltung gemeinsam mit Mitte-Bezirksvertretern anhören, bei dem bereits zweiten „Netzwerktreffen zur autofreien Friedrichstraße„. Wie der „Tagesspiegel“ (TS) berichtet, haben sich dort die Töne gegenüber dem ersten Feedback-Treffen nochmals deutlich verschärft: Lokale Geschäftsleute waren außer sich und berichteten von verheerenden Resultaten. Selbst die infantilen Schwachsinnsprojekte wie „Showcases“ am Straßenrand (diese sollen kostenlose Werbemöglichkeiten anstelle überknappen Parkraums bieten), oder „Baumpatenschaften“ nebst Infotafeln konnten keine Sympathiepunkte erzielen.

Verheerende „Experiment“-Resultate

Zwar wurde dem Wunsch Rechnung getragen, die vielgerühmte „Fahrradstraße“ fortan bündig an der U-Bahn-Insel vorbeizuführen und so „freien Gestaltungsraum auf der Straßenseite des Kaufhauses“ zu garantieren. Davon profitiert allerdings nur ein kleiner Teil der  Anrainer; die naheliegende Charlottenstraße als Umleitung- und Ausweichzone ist auch keine probate Lösung. Dass es in der Friedrichstraße, wenn dort schon der Autoverkehr verdammt wurde, wenigstens ja einen größeren Weihnachtsmarkt geben könnte – daraus wird auch nichts, wegen Corona. Eine echte Fußgängerzone sei die Straße ja nicht, und außerdem, so der grüne Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, hätte ein Weihnachtsmarkt  „ausgeschrieben werden müssen und dann wären wir bei Weihnachten 2021„. Weihnachten kam dieses Jahr wohl völlig überraschend.

Ein, wie der TS schreibt, ständig mehr als „Reizthema“ empfundenes Problem stellen die rasenden Radfahrer dar: Die Einzelhändler und Anwohner beklagen ständige Tempoüberschreitungen  – doch der grüne Verkehrssenat, größter Radfahrerlobbyist in der Hauptstadt, beruft sich auf „Stichkontrollen der Polizei, bei denen kein einziges Fahrrad zu schnell“ gefahren sei. Wo die Präferenzen liegen, machte der Verkehrsbeauftragte deutlich: „Dass ein Radfahrer, der 20 fährt, eine größere Gefahr ist als Autos mit 50 ist objektiv, denke ich, nicht so zu bestätigen„.

Das Rad-Raserproblem fällt in immer mehr Berliner Bezirken zudem zusammen mit der exzessiven Nutzung der Gehwege durch Zweiräder aller Art, nicht nur Fahrräder, sondern auch Elektroroller – und deren „natürliche Feinde“ sind gewissermaßen die Fußgänger. Eigentlich dürfen laut Straßenverkehrsordnung nur Kinder und begleitende Erwachsene auf dem Gehweg radeln. „Doch die Praxis sieht anders aus… und der Kampf um Berlins Straßenrand wird immer erbitterter geführt„, schreibt der TS. Der Mischverkehr auf den Trottoirs entwickele sich zu einer echten Katastrophe. All das ist eben Berlin. (DM)

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