WHO nun gegen Lockdowns

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Deutschlands Zukunft liegt in der Dunkelheit (Foto: Von Mihai_Andritoiu/Shutterstock)

Die Weltgesundheitsorganisation ändert erneut ihre Corona-Haltung. WHO-Mitglied Dr. David Nabarro fordert nun alle Regierungs- und Staatschefs auf, damit aufzuhören, „Lockdowns als primäre Bekämpfungsmethode“ gegen das Coronavirus einzusetzen. Das Einzige, was damit sicher erreicht werde, ist die Ärmsten dieser Welt noch ärmer zu machen, so der Mediziner.

„Ich möchte es noch einmal sagen: Wir in der Weltgesundheitsorganisation treten nicht für Lockdowns als primäres Mittel zur Kontrolle dieses Virus ein“, erklärte Nabarro in einem Twitter-Interview mit dem Spectator-Magazin.

Ein Lockdown sei nur gerechtfertigt, um sich Zeit zu verschaffen, Ressourcen umzustrukturieren, neu zu gruppieren, wieder ins Gleichgewicht zu bringen und erschöpftes Gesundheitspersonal zu schützen, so der 71-jährige Brite. Die Regierungen sollten nicht jedes mal, wenn die positiven Testzahlen steigen, einen Lockdown in Betracht ziehen, kritisierte der britische Gesandte der WHO. Er verwies auf die „schreckliche globale Katastrophe“, die durch den Zusammenbruch der Weltwirtschaft wegen der Lockdowns verursacht wurde.

Der WHO-Wissenschaftler Dr. David Nabarro beklagte den Zusammenbruch der Tourismusindustrie und ist sich sicher, dass sich Armut und Unterernährung von Kindern in der Welt bis zum nächsten Jahr „verdoppeln“ werde. Die permanenten Abriegelungen würden „arme Menschen um ein Vielfaches ärmer“ machen.

„Schauen Sie sich an, was mit dem Armutsniveau passiert – es scheint, dass wir bis zum nächsten Jahr eine Verdoppelung der weltweiten Armut haben könnten. Es kann gut sein, dass sich die Unterernährung von Kindern mindestens verdoppeln wird, weil die Kinder in der Schule keine Mahlzeiten bekommen und ihre Eltern in armen Familien nicht in der Lage sind, sich das zu leisten. Dies ist eigentlich eine schreckliche, schreckliche globale Katastrophe. Deshalb appellieren wir wirklich an alle führenden Politiker der Welt: Hören Sie auf, die Abriegelung als primäre Kontrollmethode einzusetzen. Entwickeln Sie bessere Systeme, um mit der Pandemie umzugehen.“ Die Folge der sogenannten Lockdowns sei, „arme Menschen um ein ganzes Stück ärmer zu machen“, warnt er.

„In den letzten Wochen bin ich mehr und mehr von der Notwendigkeit überzeugt, alles zu tun, um weit verbreitete Lockdowns zu vermeiden und sie nur als letztes Mittel einzusetzen“, so Nabarro weiter. Sie würden sich auf den Lebensunterhalt, auf den Zugang zu Bildung, auf die psychische Gesundheit der Menschen und vieles mehr auswirken.

Seine Aussagen passen zu der sogenannten Barrington Deklaration, in der dutzende Professoren und Gesundheitsexperten ein Ende der Corona-Beschränkungen fordern. Sie kritisieren, dass die Abriegelungen „irreparablen Schaden“ anrichten.

„Als Epidemiologen für Infektionskrankheiten und Wissenschaftler im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens haben wir große Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Politik auf die physische und psychische Gesundheit und empfehlen einen Ansatz, den wir Focused Protection nennen“, heißt es in der Petition.

„Die Beibehaltung dieser Maßnahmen bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird irreparablen Schaden verursachen, wobei die Unterprivilegierten unverhältnismäßig stark betroffen sind“, so die Experten in ihrem Aufruf.

Die Petition ist bisher von mehr als 7.500 Wissenschaftlern, 17.000 Ärzten und über 270.000 anderen Unterstützern gezeichnet worden.

Sie wurde von Sunetra Gupta von der Universität Oxford, Jay Bhattacharya von der Universität Stanford und Martin Kulldorff von der Universität Harvard verfasst.

Dr. David Nabarro äußerte Zustimmung zu der Petition. „Wirklich wichtiger Punkt von Professor Gupta“, so der Wissenschaftler vom Imperial College London. (MS)

 

 

 

 

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