Szenen wie aus Weißrussland: Wie brutal Berlins Polizei Corona-Kritiker drangsaliert | Boris Reitschuster

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Szenen wie aus Weißrussland: Wie brutal Berlins Polizei Corona-Kritiker drangsaliert | Boris Reitschuster: Foto: Screenshot Youtube
Szenen wie aus Weißrussland: Wie brutal Berlins Polizei Corona-Kritiker drangsaliert | Boris Reitschuster: Foto: Screenshot Youtube

Berlin, Querdenken-Demo 11.10.2020 – Hier die Zusammenfassung aus dem Livestream von Boris Reitschuster: Mit brutaler Gewalt ist die Polizei am Sonntag gegen eine „Querdenken“-Demonstration in Berlin vorgegangen.

Das Agieren der Polizei wirkte fragwürdig und ließ den Verdacht aufkommen, dass hier gezielt eine Eskalation angestrengt war – während die Berliner Behörden sonst etwa im Umgang mit Linksextremen und Clan-Kriminellen regelmäßig auf Deeskalation setzen. Unter anderem wurde ein Behinderter im Rollstuhl abgeführt, weil er kein Attest trug – wobei der geltend machte, dass er dies als Schwerbehinderter nicht müsse. Reihenweise wurden Menschen mit ärztlichem Masken-Befreiungsattest abgeführt. Auf einen Demonstranten stürzten sich mehrere Beamte und drückten seinen Kopf gegen den Asphalt. Eine Frau, die den vorrückenden Beamten lediglich nicht aus dem Weg ging, wurde in Würgegriff genommen und weggetragen.

Janko Williams, einer der Anwälte von „Querdenken“ erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Er bezeichnete ihr Vorgehen als völlig überzogen und rechtswidrig. Insbesondere die wahllose Festnahme von Menschen, die aufgrund eines Attests von der Maskenpflicht befreit seien, verstoße gegen das Gesetz und sei Willkür. Zudem wurde ihm als Anwalt verboten, mit festgenommenen Mandanten Kontakt zu halten. Im Falle des festgenommenen Rollstuhlfahrers habe ihm ein Beamter gesagt, man wisse ja nicht, ob er tatsächlich behindert sei oder sich nur in einen Rollstuhl gesetzt habe. Das Maß an Zynismus von Seiten der Polizei habe ihn schockiert, sagte Williams.

Auch Boris Reitschuster wurde mehrfach in der Berichterstattung behindert und unter anderem von einem Polizisten getreten sowie mehrfach weggeschubst. So sollte offenbar verhindert werden, dass er die Brutalität der Festnahmen auf Kamera dokumentierte. Rechtsanwalt Williams verwies darauf, dass die Querdenken-Demonstration am Vortrag in Berlin völlig friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Möglicherweise habe dies daran gelegen, dass mehr Medien und Prominenz anwesend waren, so der Anwalt. Am Sonntag sei dagegen eine Polizeieinheit vor Ort gewesen, die berüchtigt sei für ihre zweifelhafte Härte. Auch der Einsatzleiter sei sehr unkooperativ gewesen und habe mehrfach mit der Auflösung der Kundgebung gedroht.

Am Nachmittag änderte die Polizei plötzlich ihre Taktik um 180 Grad. Die massiven Kräfte wurden zurückgezogen, die Demonstranten in Ruhe gelassen. Warum dies plötzlich möglich war und vorher nicht, ist unklar.

(Quelle)

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