Zweck-Pessimist Drosten: Ausnahmezustand auf immer und ewig

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"Doc Drosten" denkt wieder allzu laut nach (Foto:ScreenshotYoutube)

Auch in jenen deutschen Medien, die monatelang wacker Durchhalteparolen geschmettert haben, wächst anscheinend die Ungeduld und es setzt so etwas wie Kanzler- bzw. Drosten-Dämmerung ein. Nachdem weder die politischen Maßnahmen irgendeine strategische oder perspektivische Sinnausrichtung erkennen lassen, verstörten vor allem die kürzlichen Äußerungen des wandelnden „180-Grad-Drehmoments“ Drosten, der quasi unumwunden nahelegte: Wenn kein Impfstoff kommt, dann werden wir „für immer so leben“.

Genau das schreibt nicht nur Jouwatch, sondern auch eine wachsende Zahl wacher oder neu erwachender Beobachter und Kritiker, denen allmählich ein Licht aufgeht, dass es sich hier schon lange nicht mehr um medizinische Notwendigkeiten handelt. Denn die Grundrechtseinschränkungen sind vor allem politisch gewünscht. Das Warten auf die Impfung ist nichts als ein riesiger Selbstbetrug. Das schreibt sogar die „Welt„, die sich bang die Frage stellt: „Sperrstunden, Reisebeschränkungen, Kontaktbeschränkungen – wie lange soll das alles so weitergehen? Und was, wenn die Impfung nicht kommt?

Die Lösung wäre die: Da die Erkrankung- und Sterbezahlen vom sogenannten „Infektionsgeschehen“, das künstlich durch Massentestungen kerngesunder symptomfreier und überwiegend Jugendlicher hochgehalten wird, längst entkoppelt ist und eben KEINE Übersterblichkeit vorliegt – und nur darum geht es letztlich, müsste Corona endlich als Fehlalarm klassifiziert werden und als künftig eines von vielen potentiellen Gesundheitsrisiken behandelt werden, mit dem die Menschen dann ebenso normal leben, wie sie dies schon immer mit allen anderen Krankheiten, Gefahren und Lebensrisiken zu tun gelernt haben, ohne sich darüber verrückt zu machen.

Leben mit Corona als einziger Ausweg!

Wieso dies ausgerechnet bei einem Virus anders sein sollte, das eben NICHT gefährlicher ist als eine Grippewelle, jedenfalls eine schwer verlaufende – diese Frage bleibt nicht nur die Politik schuldig, die paradoxerweise mit ihrer Überprivilegierung von bzw. Monofixierung auf Sars-CoV2 und Covid Kollateralschäden in weit höherer Dimension bei allen sonstigen Krankheiten und lebensverkürzenden Imponderabilien des Normallebens hinnimmt. Sondern vor allem auch die Virologen – und im Falle Drostens lässt sich inzwischen auch der Grund vermuten: Der Mann hat offenbar Angst, wieder in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen, heißt: Im Falle einer Renormalisierung fürchten zu müssen, wieder in eine Zeit zurückzufallen, da die meisten Menschen vom Beruf des Virologen noch nicht einmal wussten.

Deshalb erklärt er, ein weitgehend freies, möglichst ungestörtes Leben mit dem Virus, wie Schweden es anstrebt, sei „nicht tragbar„, so Drosten. Die „Welt“ resümiert hierzu bitter: „Ein dauerhaftes Leben in einer kontaktbeschränkten, verängstigten, unfreien Gesellschaft hingegen schon, mit allen fatalen Folgen für Kinder und Familien, Selbständige und Künstler, Jugendliche und Einsame?“. Und mit Blick auf die als Erlösung verheißene Impfung schreibt die Zeitung: „Über diese düstere Botschaft sollte man sogar dann nachdenken, wenn man Drostens Optimismus teilt und nicht den Pessimismus seines Kollegen Hendrik Streeck“ (letzterer erwartet keinen schnellen Durchbruch bei der Vakzine).

Vielleicht reagiert Drosten ja deswegen so dünnhäutig auf Widerspruch. Kritiker an seinen teilweise völlig entgegengesetzten Empfehlungen und Einschätzungen, bei denen er oft jede wissenschaftliche Begründung für den zugrundeliegenden Sinneswandel missen ließ, kann er inzwischen gar nicht mehr verknusen. Die Reaktion, die in solchen Fällen selbst bei Kollegen seines Fachs prompt folgt, sieht dann entlarvenderweise so aus – hier ergänzt um die einleitende Kommentierung des betroffenen Arztes:

(Screenshot:Twitter)

Tatsächlich ist die Figur Drostens, wie schon mehrfach auch auf JouWatch thematisiert, inzwischen mehr als mit Vorsicht zu genießen. Seine Einlassungen zur (inzwischen medizinisch immer fragwürdigeren und brandgefährlichen) Maskenpflicht vom Frühjahr verglichen mit seiner heutigen unbedingten Verteidigung und Beschwörung derselben sprechen bereits für sich – und weil’s immer wieder schön ist, hier gerne nochmal zum Nachlesen:

(Screenshot:Twitter)

Wieso ausgerechnet jemand mit dieser „Nachhaltigkeit“ seiner Expertisen nicht nur die wissenschaftliche Dauerbegleitung als oberster „Erklär-Bär“ der Pandemie und selbsternannter, dafür preisgekrönter NDR-Podcaster verrichtet, sondern jetzt auch noch als Kristallkugelschauer und Zukunftskenner mit seiner entmutigend-zweckpessimistischen Perspektive eine Plattform geboten bekommt, ist schwer zu verstehen. (DM)

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