Antirassisten im Rassismuswahn: Kein Schwarzer darf König sein

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Rassismuswahn: Ulmer Münster stellt Melchior dieses Jahr nicht aus; Foto. © jouwatch Collage
Rassismuswahn: Ulmer Münster stellt Melchior dieses Jahr nicht aus; Foto. © jouwatch Collage

Völlig durchgeknallt: Weil im Ulmer Münster, der höchsten Kirche der Welt, alljährlich eine Skulptur der Heiligen Drei Könige ausgestellt wurde, die auch den farbigen König Melchior mit wulstigen Lippen und Feder zeigt, die neuerdings „als Stereotyp aus der deutschen Kolonialzeit“ und somit „rassistisch“ interpretiert werde, entschied die Münstergemeinde, 2020 und in Zukunft überhaupt keine Könige mehr in der Ulmer Münsterkrippe zu sehen sein werden. Die „Cancel-Culture“ erreicht die deutsche Provinz.

In welche absurd verkehrte Richtung der neue Antirassismuswahn geht, dem nichts mehr recht zu machen ist und der sich zu einer obsessiven Geistesgestörtheit gesteigert hat, bringt diese Farce brillant auf den Punkt, fast noch sinnhafter als die Diskussion um „Mohrenapotheken“, „Schwarzfahrer“ und „Negerküsse“.

Hätte man den Mohr aus dem Dreigestirn der (eigentlich als Magier geltenden) Heiligen Drei Könige entfernt, hätte es möglicherweise zu Recht Irritationen gegeben, wieso kein Schwarzer in der Installation mehr zu sehen sei. Doch weil der schwarze Melchior, in der Weimarer Zeit vor knapp 100 Jahren geschaffen, auf eine bestimmte Weise gewertet wird, ist auch er „rassistisch“. Es kommt nicht mehr darauf an was ist, sondern was in etwas hineingedichtet wird.

Cancel-Kultur in der Provinz

Dass der Geist der drei Magier an der Krippe eigentlich für das Konzept von „Diversität“ steht – im Sinne einer  unbedingten Gleichheit vor Gott – , auf diesen Gedanken kommen kulturbolschewistische, atheistische und verblendete Radikale freilich gar nicht. „Wulstige Lippen“, ein physiognomisches Merkmal, das viele Schwarze nun einmal ebenso aufweisen wie Asiaten Schlitzaugen, Europäer Plattnasen oder Indianer einen rötlichen Teint, sind keine Entehrung, sondern eine wertfreie Darstellung, womöglich in epochenspezifischer künstlerisch Überzeichnung  aber keinesfalls „diskriminierend“ zu verstehen. Hier liegt das Vorurteil wohl eher allein in der Wahrnehmung.

Doch wo der Schwachsinn fröhliche Urständ‘ feiert, haben Sachlichkeit und Gelassenheit ausgedient. Wie und ob es 2021 mit der Krippe weitergeht, wird sich zeigen – vielleicht dämmert den Deutschen bis dahin ja, dass es in diesem Land eigentlich weitaus wichtigere und dringlichere Probleme gibt. Davon ist man im im Nachhall der „Black Lives Matter“-Psychose allerdings noch weit entfernt. Sogar Ulmer Lokalmedien – in dem Fall der Regionalsender „Donau3FM“ – nahmen den Sachverhalt so ernst, dass sie das „AfroDeutsche Forum Ulm“ um eine Stellungnahme baten. Wenn das nicht seinerseits schon wieder rassistisch ist…

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