Grüne Verlogenheit: Waldrodungen und Naturzerstörung für Windräder und neue Autobahnen

Proteste gegen die Rodung des Herrenwaldes bzw. Dannenröder Waldes vorgestern (Foto:Imago/Wagner)

Die Proteste im Dannenröder Forst beweisen: Schon wieder profilieren sich die angeblichen Umweltschutz- und Öko-Unverbesserlichen der Grünen in ihrer wahren Paraderolle, nämlich derjenigen der hemmungslosesten Forst- und Naturzerstörer. Nicht nur im Namen des „Klimaschutzes“ darf gerne unbelassener Wald, Lebensraum für vom Aussterben bedrohte oder auf dem Rückzug befindlichen Arten plattgemacht werden – sondern auch, wenn es um Machterhalt und Realpolitik geht.

Ob der zerstörerische Windrad-Wahnsinn triumphiert oder ob Verkehrswege gebaut werden, die die Grünen als Opposition selbst bekämpft hatten, deren Verwirklichung sie dann aber aus pragmatischen Machtkompromissen in Koalitionsverträgen mittragen müssen: Ihre Glaubwürdigkeit hat diese Partei schon lange verspielt. Aktuell sind es Rodungen im hessischen Dannenröder Forst für den Autobahnausbau der A49 – und zuständig ist der Wiesbadener Verkehrsminister und Grünen-Chef Tarek Al-Wazir, der vor seinem Eintritt in die schwarzgrüne Regierungskoalition 2014 bis aus Messer gegen eben dieses Projekt gekämpft hatte.

Nun regt sich massiver Widerstand, weil – passend zum Ausbauprojekt – genau 49 zum Teil uralte Bäume gefällt werden sollen; Umwelt- und Klimaschützer protestieren dagegen, am Sonntag soll in Dannenrod eine Großkundgebung stattfinden.“So sieht grüne Politik aus, wenn sie auf die hässliche Wirklichkeit trifft„, ätzte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung„.

Frust der parteiinternen Klimafreaks

Kritik kommt – natürlich – auch von den Klima-Fundis der eigenen Partei, etwa FFF-Teletubbie Luisa Neubauer, selbst Grünen-Mitglied. Die „Klimaaktivistin“ kritisierte die hessischen Grünen für ihren Umgang mit den Rodungen im Dannenröder Forst in Hessen scharf und warf ihnen laut „dts Nachrichtenagentur“ vor, sie würden „sich nicht wie eine Partei verhalten, die für sich in Anspruch nimmt, für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens kämpfen zu wollen„.

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Dass die Grünen Wald- und Naturschutz mit Füßen treten, wenn wahlweise Machterhalt oder Ideologie das Zepter führen, ist nichts Neues. Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu skandalösen Entscheidungen, die an der ökologischen Konsequenz dieser Partei Zweifel weckten. Vor zwei Jahren sorgte die Nachricht über Abholzungen im unter Naturschutz stehenden, uralten Reinhardswald, bekannt als „Grimms Märchenwald“, für Empörung; selbst das linke „Faktenfinder-“ (besser: Faktenverdreher-)Portal „Correctiv“ konnte die unangenehme Wahrheit nicht völlig kleinschreiben. Bereits 2016 waren die Grünen ebenfalls mitverantwortlich für Rodungen im nordrhein-westfälischen Lammersdorf gewesen – hier ebenfalls im Namen der Windkraft. Diese Aufzählung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. (DM)